Stimme Koreas

Der nordkoreanische Auslandsrundfunk („Stimme Koreas“) hat eine Website in deutscher Sprache. Bitte  auf den  Link  oder das Bild klicken.

 

Stimme Koreas

 

 

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GRH zum Prozess von Petra Reichel

Als einzigste Organisation hat sich die GRH mit dem Prozess von Petra Reichel befasst und in ihren Informationen veröffentlicht.

GRH-Info-Grenzertreffen-Seite-1

 

Aus der Rede von Hans Bauer:

 

aus der Rede von Hans Bauer Prozess in KH

 



 

GRH Info..Seite 2

 

GRH Info ..Seite 3GRH Info ..Seite 4GRH Info..Seite 5GRH Info ..Seite 6

 

Nochmal als PDF-Datei:

GRH und Prozess in KH wg. Äußerungen zur DDR-Staatsgrenze

 

Gelbwesten machen weiter

Die Gelbwesten haben sich nicht entmutigen lassen. Sie machen weiter. Es heißt, dass am Samstag, den 15.12.2018 weniger protestiert hätten. Andererseits hat man in den „sozialen Netzwerken“ gelesen, dass die Polizei die Zufahrten nach Paris blockiert hätte. Logischerweise ergibt das weniger Demonstrierende.

Es ist gut, dass der schreckliche Terroranschlag in Straßburg die Gelbwesten nicht stoppen konnte.

Gelbwesten lassen sich nicht entmutigen
Bildquelle: Absatzplus https://www.absatzplus.com/warnweste-fuer-erwachsene-irma-53934-53934.html

Weiterhin viel Erfolg, Gelbwesten.

Siehe auch Beitrag „Gelbwesten in Frankreich“

Gelbwesten in Frankreich

Bildquelle: Absatzplus https://www.absatzplus.com/warnweste-fuer-erwachsene-irma-53934-53934.html

Die Franzosen lassen sich nicht alles gefallen. Sie protestieren gegen Neoliberalismus, bzw. Sozialabbau. Ihr Erkennungszeichen ist eine gelbe Warnweste, wie man sie überall  kaufen kann. Darum nennt man die Leute, die in Frankreich demonstrieren „Gelbwesten“.

Das ist ein echtes Aufstehen, während das „Aufstehen“ in Deutschland ein künstliches Gebilde ist, wo sich einige profilieren wollen, aber für die Bevölkerung  nichts bringt.

Die Deutschen tun sich ohnehin schwer mit echtem Protest.  Wie heißt es  schön? Wenn die Deutschen einen Bahnhof erstürmen wollen, kaufen sie erst mal eine Bahnsteigkarte.

Einen kleinen Erfolg haben die Gelbwesten in Frankreich schon erreicht.  Doch das sind einige Krumen, die man ihnen hinwirft. Da müssen die Gelbwesten aufpassen, dass sie sich nicht einlullen lassen und zu früh aufgeben.

Allerdings fehlt in Frankreich eine revolutionäre Partei oder Organisation an der Spitze der Protestbewegung der Gelbwesten. Die einstmals große französische kommunistische Partei liegt danieder.

Nun kommt hat es den furchtbaren Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt  in Straßburg gegeben.  Aus einem gewöhnlichen Kriminellen ist nun ein religiös Verblendeter geworden.  Der Anschlag hätte verhindert werden können, wenn man den Täter bereits im Vorfeld geschnappt hätte. Dieser war polizeibekannt und die Verhaftung stand an. Sie konnte aber nicht stattfinden, da der Täter nicht zu Hause war. Eigenartige Logik und schwache Leistung der Strafverfolgungsbehörden

Mit dem Terroranschlag hat sich nun das Thema Gelbwesten erledigt.  Sie verschwinden aus den Medien, wo ohnehin nur kurz und tendenziös über sie berichtet wurde. Dann kommen wieder Sprüche, dass das ganze Land zusammenstehen muss, um die Demokratie gegen Terroristen zu verteidigen usw. Wie praktisch für den Neoliberalismus.

Siehe auch Beitrag „Gelbwesten machen weiter“

Diagnose: Psychisch krank Einzige Therapie: Wegsperren

Gastbeitrag von Marcel Schmidt

Das, meine lieben Leser und Leserinnen, Genossinnen und Genossen ist nicht meine persönliche Meinung, sondern die Feststellung, zu der immer wieder DDR-Gegner kommen. Ausgeschmückt wird das meist auch durch eigene Erfahrungen oder was man halt mal von nen Cousin vierten Grades gehört hat.

Heute gibt es ja Möglichkeiten durch spezielle Berufsbildungswerke, die im ganzen Land zu finden sind wie Sand am Meer. Da wird den Leuten auch psychologisch mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Da, wo man in der DDR angeblich in die „Klapper“ gesperrt wurde.

Tja, was soll man dazu sagen?

Vielleicht komme ich zu der Diagnose: Blödheit im Endstadium, Ursache: Fehlinformation durch Medien, DDR-Gegner und sonstige Parasiten mit gefährlicher kapitalistischer Nachwirkung

Denn klar sind folgende Dinge:

Ja, es gab, wie in jedem Land der Welt, freilich auch in der DDR psysisch kranke und Labile Menschen, ohne Frage. Die einen mehr, die anderen weniger. Deswegen gab es auch solche Einrichtungen wo die einen länger und die anderen weniger länger behandelt wurden. Aber gemessen an der Zahl heute waren es in der DDR doch erstaunlich wenig. Dafür gibt es Gründe, die ich erläutere:

Die Ursachen für psychische Krankheiten heute sind in erster Linie Druck im Beruf, Druck vom Amt, Existenzängste, Hilflosigkeit. Das alles gab es in der DDR in den Dimensionen nicht. Da lasse ich auch nicht mit mir streiten.

Natürlich kann auch der Verlust eines geliebten Menschen oder persönliche Erlebnisse wie Missbrauch dazu führen, dass man seelisch von einem Tag auf den anderen aus der Bahn gerät. Mit Kussmund werden die Leute aber auch heute fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. In der DDR hat man sich um solche Leute gekümmert. Außerdem war da der Zusammenhalt stärker und nicht das Gegeneinander, was einen ja auch zusetzen kann.

Dazu kommt noch, dass heute Diagnosen als Krankheit gestellt werden, was in der DDR nicht der Rede wert war. So wird aus einem „lebhaften“ Kind ein „krankhaft hyperaktives“. Grüße von der Pharmaindustrie.

Freilich wurde sich medizinisch um die schweren Fälle gekümmert. Ich bin kein schwerer Fall, war aber auch zu DDR-Zeiten in der Kinderpsychologischen Klinik in Jena. War aber eine offene Einrichtung. Und in der Nähe meiner Schule war eine geschützte Werkstatt. Da waren Behinderte auf Arbeit. Und fand ich auch gut so.

Die heutigen Ausbildungseinrichtungen wie der IB oder das Berufsbildungswerk (BBW) sorgen vielleicht dafür, dass Du leichter Deine Lehre machen kannst, aber ne gute Arbeitsstelle danach aufm ersten Arbeitsmarkt finden nur die wenigsten.

Da ist es doch besser gewesen, dass solche Leute in der DDR normal gelernt haben, begleitend im Bedarfsfall zu nem Psychologen gegangen sind und danach eine ordentliche Arbeit gefunden haben. Auch sowas trug zweifellos dazu bei, dass es in der DDR weniger psychisch kranke gab als in der alten und neuen BRD.

In diesem Sinne in bester Gesundheit!

Das Wohnungsbauprogramm der DDR

Gastbeitrag von Ingo Imm

 

Modernisierung Wohnungen DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986

 

Das Wohnungsbauprogramm der DDR wurde vom Zentralkomitee der SED auf seiner 10. Tagung am 2. Oktober 1973 beschlossen. Das Wohnungsbauprogramm sollte die Wohnungsnot bis 1990 lösen. Daher beschloss der VIII. Parteitag 1971 ein umfangreiches sozialpolitisches Programm, das von der Regierung der DDR programmatisch übernommen wurde. Zu dessen Kernstück wurde ab 1972 ein sogenanntes Wohnungsbauprogramm. Im bisherigen Aufbauwerk nach dem Krieg wurden große Leistungen erbracht, aber es wurde auch deutlich, dass das bisherige Tempo nicht ausreichte, der Gesamtbevölkerung ein Zeitziel zu bieten, an dem für alle bessere Wohnverhältnisse geschaffen sein würden. Das neue Wohnungsbauprogramm sollte durch industrielle Technologien (z. B. die Plattenbauweise) die materiellen Voraussetzungen für eine entscheidend höhere Bauleistung schaffen und mit dem komplexen Wohnungsbau auch die ganze umgebende, soziale Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Sportstätten, Polikliniken, Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten, Kinos u. ä.) erfassen. (siehe auch Beitrag im Schwesterblog „Die Trommler-Archiv“)

Die Wohnverhältnisse von weit mehr als der Hälfte der DDR-Bürger sollten verbessert werden. Es war vorgesehen, bis zu 3 Millionen Wohnungen neu zu bauen oder zu modernisieren und dafür mehr als 200 Milliarden Mark der DDR des Nationaleinkommens aufzuwenden.

Dresden Straße der Befreiung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986

 

Nach: „Jedem eine Wohnung“ galt nun die Parole: „Jedem seine Wohnung“. Das Wohnungsbauprogramm wurde ernsthaft verfolgt und zeigte tatsächlich schnelle und anhaltende Erfolge. Im Jahr 1971 wurden 86.700 WE ( Wohnungseinheiten) erbaut. Am 6. Juli 1978 wurde die millionste Wohnung seit dem VIII. Parteitag 1971 den Mietern, Familie Großkopf, in Berlin-Marzahn, übergeben. Im Jahr 1979 wurden weitere 162.000 neue oder modernisierte Wohnungen geschaffen. Bis 1980 wurden 700.000 bis 800.000 Wohnungen errichtet oder modernisiert und bis 1990 insgesamt 3 Millionen Plattenbauwohnungen errichtet. Die dreimillionste Wohnung, die im Rahmen des Wohnungsbauprogramms seit 1970 gebaut wurde, wurde von Erich Honecker am 12. Oktober 1988 feierlich übergeben. Es entstanden in fast allen größeren Städten Neubausiedlungen, aber auch Neubaublöcke in vielen Dörfern, was dem ländlichen Charakter meist nicht entsprach. Der größte zusammenhängende Stadtneubau war Halle-Neustadt mit seinen mehr als 93.000 Einwohnern (Stand 1981) und eigenem Oberbürgermeister.

 

 

Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls 1961

Dieses Dokument zeigt die Reaktionen aus dem Westen nach der Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls im Jahre 1961.

 

Besser lesbar als PDF-Datei:

Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls

 

Dokument entnommen aus der Mediathek der BStULogo FB-Seite BStU

Zusammenfassung des Inhalts

Interessant und traurig ist die Rolle des DGB der BRD.  Seine Aufgabe ist die Klasseninteressen der Arbeiterklasse zu vertreten. Stattdessen hat er darauf hingewirkt, dass die Arbeiterklasse ihre Klasseninteressen verrät, mit den Kapitalisten paktiert und Delegationen nach Westberlin schickt. Einerseits sollte eine  „Unterstützung der Westberliner Arbeiter“ präsentiert werden und andererseits versprach man sich nach der Rückkehr dieser Delegationen aus Westberlin auch eine Beeinflussung der Arbeiterklasse. Klassenbewusstsein sollte aus den Köpfen verschwinden. Das ist hervorragend gelungen. Heutzutage spielt die Arbeiterklasse politisch keine Rolle mehr.

Allerdings ist zu erwähnen, dass Teile der DGBGewerkschaften sehr wohl die Klasseninteressen der Arbeiterinnen und Arbeiter vertreten und  örtliche Funktionäre, seinen es hauptamtliche oder ehrenamtliche, rennen sich „den Herzbendel ab“, um den Menschen zu helfen. Diese Leute haben nichts mit obengenannten zu tun. Im Zweifelsfall wollen aber auch sie nichts  von der DDR wissen. Das gilt auch für die heutige Zeit, wo die DDR seit Jahrzehnten nicht mehr existiert.


 

Aus SPD-Kreisen wurde bekannt, dass es Pläne gab, unmittelbar an der Grenze auf Westberliner Seite Freilichtveranstaltungen durchzuführen. Insbesondere sollten Filme gezeigt werden, von denen man sich eine Beeinflussung der Bevölkerung der Hauptstadt der DDR(damals noch als demokratisches Berlin bezeichnet) und der Grenzposten versprach, z. B. sogenannte Reißer(damalige Bezeichnung, heute sagt man Thriller oder Block Buster) zur Ablenkung der Grenzposten.

Dann ist eine Flugblattaktion einer  Agentenorganisation der USA vermerkt worden. Die Presseagentur UPI aus den USA hatte die redaktionelle Spitze ihres Büros in Westberlin verdreifacht und u.a. zwei USA-Spitzenredakteure aus New York nach Westberlin geholt. Von den Angehörigen des Büros wurde dieser Schritt damit begründet, dann man jederzeit mit einem bewaffneten Zwischenfall rechne.

Der Westberliner Zoll notierte die Autonummern aller von Westberlin in das demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahrenden Kraftfahrzeuge, ohne bei ihrer Rückkehr diese Notizen zu löschen.

Seit dem 29.08.1961 wurde besonders an den Übergängen Invalidenstraße, Sonnenallee und Chausseestraße von den westlichen Kontrollorganen verstärkt dazu übergegangen, alle Westberliner Bürger(und Bürgerinnen), besonders aber Ärzte und Spezialisten, die mit dem PKW ins demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahren wollten, zu warnen und zurückzuhalten. U.a. wurde erklärt, dass sie aus dem demokratischen Berlin(Berlin/DDR) nicht wieder zurückgelassen würden. So wurden(Krankenhaus Weißensee), der (Name geschwärzt) im Städt. Krankenhaus Berlin-Kaulsdorf, (wieder eine Schwärzung), Facharzt(wieder eine Schwärzung) in Berlin-Lichtenberg u.a. zurückgewiesen. Z.B. waren auch im Krankenhaus Friedrichshain eine Anzahl Ärzte, darunter(geschwärzt), nicht zum Dienst erschienen.

In der gleichen Absicht erhielten im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)beschäftigte Westberliner Ärzte in der Nacht vom 28. zum 29. 8.1961 Anrufe mit der Aufforderung, das demokratische Berlin(Berlin/DDR)nicht mehr zu betreten, weil sie von DDR-Seite aus nicht wieder zurückgelassen würden, u.a. weil im demokratischen Berlin(Berlin/DDR) im Gesundheitswesen der Notstand ausgerufen worden wäre.

Die Versuche in provokatorischer Form die Angehörigen der Sicherheitsorgane zu beeinflussen und Grenzsicherungsanlagen zu zerstören, hielten auch weiterhin an, aber ohne zuzunehmen.

Dann werden im Dokument Provokationen an der Grenze beschrieben.

Des Weiteren wird das Befahren des demokratischen Berlin(Berlin/DDR) und auch des Gebietes der DDR durch Militärfahrzeuge der Westalliierten vermerkt.

Dann werden Provokationen durch Militärangehörige der Westalliierten beschrieben.

Das SPD-Ostbüro hatte eine Hetz-Flugblattaktion gestartet. Es handelte sich um die Hetzschrift „Macht das Tor Auf“ und um den „Sozialdemokrat“. Exemplare dieser Hetzschriften wurden in den Bezirken Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt und Leipzig sichergestellt.

Es erfolgt dann eine Einschätzung der taktischen Handlungen der westlichen Besatzungsmächte.

Gegnerische Provokationen und Vorkommnisse im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)traten nur vereinzelt auf.

In Berlin wurden in 3 Fällen Wahlplakate von unbekannten Tätern beschädigt. Heute ist das normal, damals war das eine staatsfeindliche  Handlung gegen die DDR.

In 3 Fällen erhielten SEDMitglieder anonyme Telefonanrufe provokatorischen und hetzerischen Inhalts.

Eine in Berlin-Pankow wohnende ehemalige Medizinstudentin an der „FU“ Westberlin, wurde von einer unbekannten männlichen Person in ihrer Wohnung aufgesucht und zum Verlassen des demokratischen Berlins(Berlin/DDR)aufgefordert.

Im Grenzabschnitt Gleimstraße und Eberswalder Straße fiel nach 0:00 Uhr die Grenzbeleuchtung aus. (Ursache konnte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ermittelt werden.)

Dann werden einige Grenzdurchbrüche und Desertionen aufgeführt.

Über negative Beeinflussung bewaffneter Kräfte und Unzufriedenheit in ihren Reihen wird berichtet.

Zuletzt wird über eine Morddrohung gegen Walter Ulbricht berichtet. Der anonyme Drohbrief aus Marburg(BRD)ging am 28.08.1961 bei der SED-Kreisleitung Hildburghausen/Suhl ein. Dieser hatte folgenden Inhalt:

„Euer Sklavenhalter Ulbricht wird die Rede zum 12. Jahrestag der Republik am 7.10.61 nicht mehr halten. Haltet Euch nach dem Attentat an Willi Stoph.“

 

Zusammenfassung erstellt von Petra Reichel

 

Ernst Thälmann – Sohn und Führer der deutschen Arbeiterklasse

Thälmann, sein Geist ist mit uns

 

 

Gastbeitrag von Gerd Pehl

 

Am 18. August 2018 jährt sich zum 74. Mal der Tag, an dem auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers der bedeutendste Führer der deutschen Arbeiterklasse, Ernst Thälmann, der nach elfeinhalb Jahre Einzelhaft in den Zuchthäusern des Naziregimes von SS-Banditen in der Nacht vom 17. zum 18. August 1944 in das Konzentrationslager Buchenwald verbracht wurde, um ihn dort meuchlings ermordet zu werden. 

In der heutigen Zeit ist es notwendig, an diesen aufrichtigen Kommunisten zu erinnern, der seine ganze Kraft und sein Leben gegen das Erstarken des deutschen Imperialismus und gegen den aus seinem Schoß hervorgekrochenen Faschismus einsetzte. Ernst Thälmann einte die deutsche Arbeiterschaft für den Kampf gegen die Bürokraten, Revisionisten und Opportunisten der Sozialdemokratie. 

Ernst Thälmann war nach August Bebel und Karl Liebknecht der populärste Arbeiterführer Deutschlands. Während Karl Liebknecht im Herbst 1914 den Kampf gegen den imperialistische Krieg und gegen die herrschenden Kriegsverbrecher im eigenen Land proklamierte und damit in der Zeit der tiefsten Erniedrigung der deutschen Arbeiterbewegung durch die Kriegskreditbewilligung der Sozialdemokratie die Ehre der deutschen Arbeiterbewegung rettete, schmiedete Ernst Thälmann die Massenpartei der deutschen Arbeiterklasse zur Führung des Kampfes gegen Imperialismus und Knechtschaft, für den Sozialismus. Karl Liebknechts Losungen wurden noch nicht getragen von der Kraft der Arbeiterpartei, sondern nur von der Spartakusgruppe, dem weitblickenden Teil der deutschen Arbeiterschaft. Die Kommunistische Partei wurde erst am 30. Dezember 1918 gegründet. Sie entwickelte sich unter großen inneren Schwierigkeiten. Ernst Thälmann schmiedete die Partei zu einer einheitlichen Partei der Arbeiterklasse, die geleitet wurde von der Theorie des Marxismus-Leninismus. 

In der Arbeit Ernst Thälmanns waren die wertvollen Erfahrungen mit den Lehren Lenins und Stalins verbunden. Marx und Engels hatten auf der Grundlage des Sozialismus die selbständige Arbeiterbewegung in Deutschland geschaffen, die später in der Periode des Imperialismus von der sozialdemokratischen Führung verraten worden war. Das geschichtliche Verdienst Ernst Thälmanns besteht darin, dass er die unter Führung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gegründete Kommunistische Partei Deutschlands zur revolutionären Massenpartei entwickelte, dass er als erster systematisch die Lehren von Lenin und Stalin in die deutsche Arbeiterbewegung und in das deutsche Volk trug.

Nachdem Ernst Thälmann im Jahr 1925 zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschland gewählt worden war, kämpfte er darum, die Partei der Arbeiterklasse zu einer marxistisch-leninistischen Partei zu entwickeln. Stalin urteilte in seiner Rede in der Deutschen Kommission des VI. erweiterten Plenums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale am 8. März 1926 über das deutsche Zentralkomitee (ZK): „Das jetzige ZK der deutschen Kommunistischen Partei ist nicht durch Zufall zustande gekommen. Es wurde im Kampf gegen die rechten Fehler geboren. Es erstarkte im Kampf gegen die “ultralinken“ Fehler. Daher ist es weder ein rechtes noch ein “ultralinkes“ ZK. Es ist ein leninistisches ZK. Dies ist gerade die führende Arbeitsgruppe, die die deutsche Kommunistische Partei braucht.“ (vgl. Stalin Werke Bd. 8 S. 98)

In den ersten Jahren nach 1923 stand die Hitlerbewegung noch nicht im Vordergrund der imperialistischen Bestrebungen. Der brutale Antisemitismus, der spektakelhafte Chauvinismus und Rassismus der Hitlerpartei, deren Anhängerschaft aus dem Abschaum, den der Krieg und die Nachkriegsjahre hinterlassen hatten, emporgekommen war, machte die Partei für einflussreiche Teile der deutschen Bourgeoisie zunächst untragbar und für ihre momentanen außenpolitischen Manöver unbequem. Es ging ihnen darum, die Besatzung des Rheinlands loszuwerden sowie die unbequemen Kontrollen der Siegermächte. Auch ging es ihnen darum, günstige Handelsverträge abschließen zu können, um von den Reparationsverpflichtungen freizukommen. 

Zu den Wegbereitern der faschistischen Diktatur in Deutschland gehörte der reaktionäre Zentrumspolitiker Brüning. Als Kanzler hat er in den Jahren vor der Machtübernahme Hitlers mit Hilfe von Notverordnungen regiert und gestützt auf die Zentrumspartei und die reaktionäre sozialdemokratische Führerschaft, die schwachen demokratischen Rechte des Volkes zur Farce gemacht.

Ernst Thälmann bekämpfte die Notverordnungspolitik Brünings mit aller Schärfe, und die Kommunistische Partei unter seiner Führung mobilisierte alle Werktätigen, die durch die reaktionäre Brüningpolitik immer tiefer ins Elend gestoßen wurden, zum wirtschaftlichen und politischen Abwehrkampf. Am 11. Juni 1931 kennzeichnete er in einer leidenschaftlichen Anklagerede im Sportpalast in Berlin den profaschistischen Inhalt der Brüningpolitik. Von der Brüningschen Katastrophenpolitik führte der Weg schnurgerade zu einem neuen imperialistischen Eroberungskrieg als den angeblichen Ausweg aus der Krise. Klar und deutlich legte er in seinem politischen Bericht auf der Parteikonferenz der KPD im Oktober 1932 dar, wie die Brüning-Regierung die Vorbereiterin der Papen-Schleicher-Regierung und der Hitler-Regierung war und der offenen faschistischen Diktatur die politische Macht zugespielt hat. 

Als in den Jahren der großen Weltwirtschaftskrise die wirtschaftliche Not breiter Volksmassen in Deutschland rapide wuchs und immer mehr verzweifelte, führerlose Massen im Mittelstand in Hitler den Retter der Nation sahen, wurde dieser Trommler der faschistischen Diktatur, dieser Rufer nach Revanche von den treibenden Kräften des Monopolkapitals planmäßig an die Macht gespielt. Der Weg führte von dem Sozialdemokraten Müller über den Zentristen Brüning, den parteilosen von Papen, den parteilosen von Schleicher hin zum NSDAP-Chef Hitler, der am 30. Januar 1933 Reichskanzler wurde. Trotz der Warnungen Ernst Thälmanns, die zwar gehört wurden, aber von Millionen nicht geglaubt, hatte recht behalten. Nach sechs Jahren intensiver Kriegsvorbereitung Hitlers brach der neue imperialistische Krieg aus, der mit Deutschlands totaler Niederlage endete. Die Millionen Deutsche, die 1933 riefen „Führer befiel, wir folgen dir!“ lagen tot auf den Schlachtfeldern in Frankreichs Erde, in sowjetischer Steppe, in Afrikas Wüste und unter den Trümmern deutscher Städte. 

Am 3. März 1933 teilte Goebbels dem deutschen Volk über dem Rundfunk triumphierend mit, dass Ernst Thälmann von der Gestapo in Berlin aufgespürt und verhaftet wurde. Nun überboten die Nazizeitungen sich mit den Gräueltaten der deutschen Kommunisten, so dass dem deutschen Spießbürger eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken lief. Der las, dass im Berlin im kommunistischen Parteihaus unterirdischen Katakomben angelegt worden waren, dass dort Sprengstofflager gefunden wurden, ausreichend, um ganz Berlin in die Luft zu sprengen, auch von Beschlagnahme riesiger Waffenlager geschrieben und es fehlten nicht die Phiolen mit Bazillen und chemischen Präparaten, mit denen die Kommunisten Seuchen und Pest in Deutschland erzeugen wollten. Im Mai 1936 teilte der von Hitler ernannte Justizminister Dr. Hans Frank dem deutschen Volk mit, dass ein Prozess gegen Thälmann stattfinden wird, „wenn er genügend vorbereitet sei“. Aber die Naziherrschaften hatten wohl keine Zeit, einen Prozess gegen Ernst Thälmann vorzubereiten. Während seiner elfeinhalb-jähriger Haftzeit fand kein Prozess gegen Ernst Thälmann statt. Goebbels erklärte zynisch der ausländischen Presse: „Der Prozess gegen Thälmann ist nicht das Wichtigste; wichtiger ist, das er sich in sicherem Gewahrsam befindet.“ 

Am 13. August 1937 wurde Ernst Thälmann von dem Gefängnis Berlin-Moabit nach Hannover überführt. Die Gestapo fürchtete eine Befreiungsaktion der Berliner Arbeiter. Wiederholt waren an Häuserwänden in Moabit Inschriften gemalt worden, die Freiheit für Ernst Thälmann forderten und Flugblätter mit der Forderung nach einem Prozess oder die sofortige Entlassung für ihn in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses verteilt worden.

Im Juli 1943 wurde Ernst Thälmann aus dem Gefängnis Hannover in das Gefängnis Bautzen überführt, in das sogenannte Strafuntersuchungsgefängnis, in welchem keine politischen sondern nur Kriminalverbrecher untergebracht waren. Die Überführung wurde von der Gestapo streng geheim gehalten, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Gestapo beabsichtigte, ihn in Kürze zu ermorden. Die Rote Armee hatte die Wehrmacht bei Stalingrad geschlagen. Die Endphase des Hitlerkrieges hatte begonnen. Der imperialistische Hitlerfaschismus hatte seinen Krieg verloren.

Nachdem Himmler von Hitler 1943 zum Reichsinnenminister und damit zum Polizeidirektor Deutschlands ernannt worden war und Stauffenbergs Putschversuch auf Hitler am 20. Juli 1944 fehlgeschlagen war, fiel auch Ernst Thälmann unter der dadurch ausgelösten Terrorwelle am 18. August 1944 zum Opfer.

Am 14. September 1944 um 20 Uhr 45 meldete der Reichsrundfunk, dass bei einem anglo-amerikanischen Luftangriff auf der Umgebung von Weimar am 28. August auch das Konzentrationslager Buchenwald von zahlreichen Sprengbomben getroffen wurde und sich unter den getöteten Häftlingen die ehemaligen Reichstagsabgeordneten Breitscheid und Thälmann befanden. Diese Meldung war eine dumme und plumpe Lüge, und verdeutlichte, dass das Propagandaministerium und die Gestapo schlecht zusammengearbeitet hatten. Täglich wurden Luftlagemeldungen durch den Rundfunk bekannt gegeben. Die Meldung des Reichssenders am 28. August 1944 lautete „Luftlagemeldung! Über dem Reichsgebiet befindet sich kein feindlicher Kampfverband.“

Bereits am 14. September, nachdem der Reichsrundfunk die Ermordung Ernst Thälmanns und Rudolf Breitscheids bekannt gegeben hatte, berichtete der Londoner Sender in deutscher Sprache, dass am 28. August kein alliiertes Flugzeug über Mitteldeutschland gewesen sei.
Am 17. September 1944 antwortete Goebbels‘ Propagandaministerium mit folgender „Berichtigung“, dass die alliierten Verbände am 24. August etwa 1000 Sprengbomben und mehrere Brandbomben auf das Konzentrationslager abgeworfen haben und das diese Bomben ein wahres Blutbad unter den Lagerinsassen angerichtet haben. So hat das Propagandaministerium eine neue Fassung des Lügenmärchens verbreitet, indem es die alliierten Luftangriffe um vier Tage vorverlegte.

Ernst Thälmann ist unter Mörderhand gefallen. Doch was er in seiner jahrelangen gewerkschaftlichen und politischen Tätigkeit geschaffen hat, sollte für uns Ansporn sein, seinen Kampf gegen heutige neofaschistische, imperialistische und militaristische Tendenzen fortzusetzen, um Deutschland zu einem Land des Friedens zu machen.