Das einheitliche sozialistische Bildungssystem

Das ist verloren worden

Druckformatvorlage für Offensiv

Die Bildungsstätten standen jedermann offen. Das einheitliche sozialistische Bildungssystem gewährleistete jedem Bürger eine internationalen Ansprüchen genügende kontinuierliche Erziehung, Bildung und Weiterbildung. Es bestand Chancengleichheit und die freie Wahl des Bildungsweges. In der Deutschen Demokratischen Republik bestand allgemeine zehnjährige Oberschulpflicht, die durch den Besuch der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule zu erfüllen war. Alle Jugendlichen hatten das Recht und die Pflicht, einen Beruf zu erlernen. Mit der erweiterten polytechnischen Oberschule sicherte der Staat nach dem Leistungsprinzip, den gesellschaftlichen Erfordernissen und unter Berücksichtigung der sozialen Struktur der Bevölkerung den Übergangs zur nächsthöheren Bildungsstufe bis zu den höchsten Bildungsstätten, den Universitäten und Hochschulen. Es bestand Schulgeld- und Lernmittelfreiheit. Es gab Ausbildungsbeihilfen unter Berücksichtigung sozialer Kriterien. Direktstudenten an den Universitäten, Hoch- und Fachschulen waren von Studiengebühren befreit. Stipendien und Studienbeihilfen wurden nach sozialen Gesichtspunkten und nach Leistung gewährt. Es standen nach Altersgruppen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) für alle Bürger Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Druckformatvorlage für Offensiv

1988/1989 wurden über 764.000 Kinder in über 13.000 Einrichtungen der Vorschulerziehung von 73.000 Erziehern betreut. Es wurden über 2 Mio. Schüler in ca. 6.000 allgemeinbildenden und erweiterten polytechnischen Oberschulen von 170.000 Lehrkräften unterrichtet. Für die Weiterbildung standen 1.000 Berufsschulen, 250 Fachschulen und 53 Univer- sitäten/Hochschulen zur Verfügung. 1949 hatten von den 8,2 Mio. Gesamtbeschäftigten ca. 2,5 Mio. Beschäftigte, gleich 30% eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. 1988/89 hatten von 8,9 Mill. Gesamt- beschäftigten 7 Mio. gleich 79,4 % eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. Darunter mit Hochschulabschluß 630.000, mit Fachschulabschluß 1,1 Mio., mit Meisterabschluß 330.000 und mit Facharbeiterabschluß 4,8 Mio. Damit wurde – zum bisher ersten und einzigen Mal in der deutschen Geschichte – das Recht auf Arbeit, Bildung und Ausbildung verwirklicht. Das Recht auf Arbeit war Verfassungsgebot, es gab keine Arbeitslosen.
entnommen aus: „Unter Feuer Die Konterrevolution in der DDR“ Hrsg: Offensiv

http://www.offen-siv.net

Advertisements

4 Gedanken zu “Das einheitliche sozialistische Bildungssystem

  1. Pingback: Die sozialistische Volksbildung in der DDR nach 1945 | Was war die DDR ?

  2. Ich hatte das Riesenglück, in der DDR aufgewachsen zu sein. Und kann heute sagen: das einheitliche sozialistische Bildzungssystem war das beste Bildungssystem, was es je gab. Es war pädagogisch sinnvoll, didaktisch gut aufgebaut und war stand in engem Zusammenhang mit der Erziehung. Das Bildungssystem der DDR bot jedem eine Chance; es war ein Fundament für’s Leben. Selbst diejenigen, die bereits nach der 8.Klasse abgingen, konnten sofort einen Beruf erlernen. Auch wer christlich erzogen war, oder nicht in die Pioniergruppe oder FDJ ging, erfuhr keine Benachteiligung, Natürlich waren die Lehrer – wie überall – mal beliebt, mal weniger, mal gut, mal weniger gut. Aber es gab kein solches Durcheinander wie heute an vielen Schulen!
    http://sascha313.blog.de/2013/02/18/einheitliche-sozialistische-bildungssystem-ddr-15545871/

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s