Duma erwägt Verurteilung der deutschen Wiedervereinigung als Annexion

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Russian PM Dmitry Medvedev presents the report with results of th

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Armeegeneral Heinz Keßler

Beitrag von Jochen Gültner in Facebook

Armeegeneral Heinz Keßler

  1. Januar 1920

Wir gratulieren zum 95. Geburtstag und

wünschen alles erdenklich Gute.

Heinz Keßler wurde am 26.01.1920 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Lauban geboren und wuchs in Chemnitz auf. Seine Eltern waren aktive Mitglieder der Kommunistischen Partei. Heinz Keßler besuchte die Volksschule, lernte Maschinenschlosser und arbeitete in diesem Beruf bis zum Jahre 1940. Im Jahre 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen und kam nach abgeschlossener Infanterie-ausbildung an die Ostfront wo er drei Wochen nach Kriegsbeginn, am 15. Juli 1941 zur Roten Armee überlief.

Weiterer Lebensweg:

Ausbildung in der Antifaschule in Oranki

Mitbegründer des Nationalkomitees Freies Deutschland und Unterzeichner des Manifestes vom 12. Juli 1943

Frontbeauftragter an der Brjansker Front

Frühjahr 1945 Rückkehr nach Deutschland

Gründungsmitglied der FDJ

1948 bis 1950 Sekretär des Zentralrates der FDJ

  1. 11. 1950 Eintritt in die Bewaffneten Organe der DDR
  2. 11. 1950 Generalinspekteur, Leiter der VP-Luft

1952 bis 1955 Chef VP-Luft/Verwaltung der Aeroklubs

  1. 10.1952 Generalmajor

1955 bis 1956 Studium in der UdSSR

1956 bis 1967 Stellvertreter des Ministers und Chef der LSK/LV

  1. 10. 1959 Generalleutnant
  2. 03. 1966 Generaloberst

1967 bis 1978 Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes zugleich Stellvertreter des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages für die NVA der DDR

1979 bis 1985 Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung der NVA

  1. 12. 1985 Minister für Nationale Verteidigung
  2. 12. 1985 Armeegeneral

Am 17. November 1989 tritt Armeegeneral Keßler als Minister für Nationale Verteidigung zurück. Im sogenannten „Honecker-Prozeß“ wurde Armeegeneral Heinz Keßler zu einer siebeneinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Auszeichnungen:

Armeegeneral Heinz Keßler wurde für seine Verdienste mit höchsten staatlichen Auszeichnungen der DDR, der UdSSR und anderer sozialistischen Staaten geehrt. Darunter Karl-Marx-Orden, Ehrenspange zur Vaterländischen Verdienstorden, Scharnhorst-Orden, Orden der Oktoberrevolution u.a. Heute im greisen Alter hat er nichts von seiner Leidenschaft als glühender Antifaschist und Streiter für den sozialen Fortsachritt eingebüßt. Wir alle, die ihn Jahrzehnte kennen und achten gelernt haben, würdigen ihn als aufrechten Patrioten und unermüdlichen Kämpfer für unsere gerechte Sache. Der Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR dankt Armeegeneral Heinz Keßler für seine überragende Lebensleistung.

Das Wüten der Konterrevolutionäre am 15. Januar 1990

Alljährlich, am 15. Januar, wird immer wieder der Mythos vom Sturm auf die „Stasi-Zentrale“ erzählt.(15. Januar 1990)

Wie war es wirklich?

In den ersten Januartagen des Jahres 1990 verbreitete das Neue Forum einen Aufruf zu einer Aktionskundgebung am 15. Januar 1990 vor den Toren des MfS in der Berliner Ruschestraße/Normannenstraße.

Das Flugblatt enthielt folgende Forderungen:

  • „Sofortige Schließung aller Stasi-Einrichtungen
  • Hausverbot für alle Stasi-Mitarbeiter
  • Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen das MfS
  • Offenlegung der Befehlsstrukturen zwischen SED und Stasi
  • Stasi in die Volkswirtschaft
  • Verzicht auf die Bildung neuer Geheimdienste“

Dazu wurde aufgerufen:

  • „ Schreibt Eure Forderungen an die Mauern der Normannenstraße!
  • Bringt Farbe und Spraydosen mit!
  • Wir schließen die Tore der Stasi! Bringt Kalk und Mauersteine mit!“

Die Steine sollten angeblich zum „Zumauern“ dienen. Doch Steine kann man auch zum Werfen benutzen. Auch die anderen Sachen, die mitgebracht werden sollten, sind Werkzeuge zur Sachbeschädigung. Dieser Aufruf ist als Aufforderung zu einer Straftat, also zur Sachbeschädigung zu verstehen. Die Organisatoren haben den brüchigen Konsens der Gewaltfreiheit verlassen.

Doch die Staatsmacht funktionierte nicht mehr. Die Zentrale des MfS wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von eignen Kräften des MfS gesichert, sondern von VP-Angehörigen. Gegen 17 Uhr sammelte sich in der Ruschestraße eine große Menschenmenge. Die Stimmung wurde immer mehr angeheizt. Die ersten an der Demonstration Beteiligten erkletterten das eiserne Doppeltor an der Ruschestraße. Da wurde es schon von innen geöffnet.

Durch das offene Tor strömten die Demonstrantinnen und Demonstranten in den Hof des MfS und auf den Versorgungstrakt zu. Dort waren keinerlei Diensträume, sondern Speisesäle, Konferenzräume und vielfältige Versorgungseinrichtungen(z.B. Kaufhalle, Friseur).

Am nächsten Tag berichtete das ND, dass randaliert wurde, die Räume verwüstet, Papiere und Möbel auf die Straße flogen.

Am 17. Januar 1990 informierte der stellvertretende Innenminister und Chef der VP, Generalmajor Dieter Winderlich, auf einer Pressekonferenz über das Ausmaß der Sachschäden und bezifferte deren Höhe auf eine Million Mark.

Vertreter/innen des Neuen Forums bezweifelten bei einer Begehung die Schadenssumme. Man überlege, welche Macht das Neue Forum bereits hatte, dass es zu dieser Begehung eingeladen war. Winderlich teilte mit, dass die Kriminalpolizei des Präsidiums der Volkspolizei Berlin eine Einsatzgruppe zur Untersuchung der schweren Sachbeschädigungen, des Rowdytums und des Diebstahls gebildet hat. Über die Ergebnisse der Untersuchungen gab es keine Unterrichtung der Öffentlichkeit. Vermutlich ging diese aus, wie das „Hornberger Schießen“.

Das Fernsehen der BRD war von Anfang an dabei. Es wurden angebliche Gehaltsstreifen von Monatsverdiensten zwischen 6000 und 8000 Mark in die Kamera gehalten. Auch eine Speisekarte mit kulinarischen Angeboten, wie Kaviar, Räucheraal u.ä..mit der Aussage, dass dies die alltägliche Kost der MfS-Angehörigen gewesen sei. Insider wissen, dass sich im Versorgungstrakt ein spezieller Speisesaal befand, in welchem Minister Mielke ausländische Staatsgäste empfing.

Ein kleiner Teil der Demonstrantinnen und Demonstranten beteiligte sich nicht am Vandalismus in diesem Komplex. Sie nutzen zielstrebig eine Fußgängerbrücke zum Haus 2, dem Sitz der Spionageabwehr(Hauptabteilung II). Dort verschafften sie sich Zugang zu 18 Diensträumen. Die Auswahl der Räume verriet Insiderkenntnisse. Darüber braucht man sich nicht zu wundern. Erst im Dezember 1989 war ein Abteilungsleiter der Hauptabteilung II, Oberstleutnant Rainer Wiegand, gemeinsam mit seiner Sekretärin und Geliebten zum Bundesnachrichtendienst übergelaufen. Er hatte offensichtlich Orientierungen für die Einsatzgruppe des BND geliefert.

Am 16. Januar1990 übernahm ein selbsternanntes „Bürgerkomitee Normannenstraße“ die Kontrolle im Gebäudekomplex.

Die Besetzung der MfS-Zentrale war der Höhepunkt der von Konterrevolutionären organisierten und ausgeführten Kampagnen gegen das MfS.

Zu Diesem Zeitpunkt waren alle Kreis- und Objektdienststellen sowie die 15 Bezirksverwaltungen des MfS nicht mehr arbeitsfähig. Acht der Bezirksverwaltungen waren durch Konterrevolutionäre besetzt. Also war der „Sturm“ auf die MfS-Zentrale ein Angriff auf einen Gegner, der sich bereits in Agonie befand. In den Bezirken und der MfS-Zentrale war die Auflösung bereits in vollem Gange. Bereits am 10. Januar 1990 wurden die Waffenkammern des MfS geräumt. Die Waffen wurden in Einrichtungen des MdI untergebracht.

So war das Öffnen der Eisentore am 15. Januar 1990 nur noch ein symbolisches Zeichen für das nahende Ende der DDR.

Der Aufruf des Neuen Forums war unter den Bedingungen der Auflösungsprozesse eine bewusste Machtdemonstration, die auf andere konterrevolutionäre Gruppen ausstrahlen sollte. Mit dieser Demonstration nahm man in Kauf, dass eine chaotische Situation entstand und Gewaltexzesse zu einer realen Gefahr wurden. Darüber kann nicht hinwegtäuschen, dass einige Konterrevolutionäre die Schärpe „Keine Gewalt“ trugen.

Die Staatsorgane der DDR waren zu dieser Zeit bereits handlungsunfähig. Es ist dem besonnenen Verhalten der verbliebenen MfS-Angehörigen zu verdanken, dass keine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen stattfand.

Dieser Tag war ein weiterer Höhepunkt der Konterrevolution in der DDR. Das Ende der DDR rückte immer näher.

Nach dem Beitrag von Klaus Eichner; Oberst a.D., stellvertretender Abteilungsleiter der HVA in den „Mitteilungen“ der Kommunistischen Plattform in der Partei DIE LINKE, Heft 1/2015

 

Ich habe den Beitrag etwas gekürzt und eigene Worte und meine eigene Sichtweise der damaligen Ereignisse eingeflochten.

 

Petra Reichel

Die Trommler- Archiv

Die Online-Zeitschrift DIE TROMMLER hat auf WordPress ihr Archiv, DIE TROMMLER-ARCHIV, eingerichtet. Da können die Artikel vorangegangener Ausgaben gelesen werden.

So plünderten die US-Amerikaner 1945 Leipzig…

Das war vor Gründung der DDR. Ist aber trotzdem wichtig. Das muss auch in Betracht gezogen werden für den schwierigen Start der DDR.

Sascha's Welt

Wenn von den USA als einem Land der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten die Rede ist, so ist dies nichts anderes als eine freche Propagandalüge. Seit mehr als hundert Jahren regiert in diesem Land ein räuberischer Monopolkapitalismus, welcher sich seitdem weltweit zu nahezu unumschränkter Dominanz ausgewuchert hat und mit unvorstellbarer Arroganz versucht, die Weltpolitik zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Von Freiheit kann hier nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Es herrschen Unterdrückung und Ausbeutung für die gewaltige Mehrheit des Volkes. Die Verbrechen des USA-Imperialismus beschränken sich bei weitem nicht auf Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und die Ukraine, sondern sie reichen bis weit hinein in die Geschichte dieses Landes. Nur ein einziges, kleines Beispiel möge dies beschreiben, welches die US-amerikanische Kolonialherren-Mentalität treffend charakterisiert.

In aller Eile waren die Siegermächte der USA, Großbritanniens und Frankreichs 1945 bis weit hinein in die Mitte Deutschlands vorgedrungen…

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2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 3.100 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 52 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

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