Anmerkungen zum Beitrag der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat wenig mit politischer Bildung zu tun. Dies ist eine staatliche Propagandainstitution und da antikommunistische Propaganda Staatsdoktrin ist, betreibt die bbp(Abkürzung für diese Institution) folglich antikommunistische Propaganda.

Die falsche Konzeption der Aufnahmeheime der DDR, zuletzt des Aufnahmeheims Röntgental, liefert dieser antikommunistischen Institution „Futter“. Aber dieses „Futter“ reicht dieser antikommunistischen Institution nicht. So wird noch einiges verdreht und hinzugedichtet.

 

Nun Anmerkungen zu einigen Punkten:

Als Seitenbetreiberin und Zeitzeugin(Petra Reichel) kann ich kann dazu sagen, dass es die „kleinen“ Beamten waren, die den Betroffenen, trotz aller Widrigkeiten Mut machten. Kriminalbeamte versuchten auch Entlastendes zu ermitteln und nahmen es in die Protokolle auf. Diese akribische Kleinarbeit wurde von den Vorgesetzten zunichte gemacht. Entlastendes wurde bei der Entscheidungsfindung und im Abschlussbericht ignoriert und nur Belastendes zur Entscheidungsfindung und für den Abschlussbericht herangezogen. Dabei wurde dem Belastenden viel Gewicht beigemessen. Kurzerhand wurden sachliche Fehler in den Abschlussbericht eingebaut, um die Geringschätzung der Betroffenen hervorzuheben.

Zu den Fahrern, bzw. Begleitbeamten kann die Seitenbetreiberin und Zeitzeugin(Petra Reichel) nur sagen, dass diese den abgelehnten Betroffenen Mut machten und Mitleid mit diesen hatten.

Da ist zu vermuten, dass auch die „kleinen“ Beamten Opfer der Allmacht des Heimes, bzw. derer die das Sagen hatten, wurden. So ist es durchaus möglich, dass nicht nur die Arbeit der „kleinen“ Beamten zunichte gemacht wurde, sondern auch ihre Existenz gefährdet war. (z.B. durch Falschbeschuldigung seitens ihrer Vorgesetzten)

Der Seitenbetreiberin (Petra Reichel) ist es nicht möglich den Vermutungen nachzugehen. Ihr bleibt nur die Hoffnung, dass es irgendwann doch ehrliche Historikerinnen und Historiker gibt, die diesbezüglich Forschungen betreiben

Die „kleinen“ Beamten, die auch Opfer der Praktiken der Mächtigen des Heims, wurden, werden nun nochmals Opfer, indem sie von einer antikommunistischen Institution vorgeführt und möglicherweise abermals falsch beschuldigt werden.

Nun fragt sich wer der DDR treu ergeben war. Wohl eher die „kleinen“ Beamten, deren Arbeit zunichte gemacht wurde. In die Standardbeschuldigung „…verkehrt in negativen Kreisen“ kann alles Mögliche interpretiert werden. Dieser Vorwurf wurde im geschilderten Fall einem Fahrer gemacht. Im hier geschilderten Fall des Kriminalbeamten, der in finanziellen Schwierigkeiten war, wird ein Verdacht konstruiert, der ihn vermutlich seine Existenz kostete. So konnte das Heim unliebsame „kleine“ Beamte loswerden, die anständig gearbeitet haben und Mitleid mit den abgelehnten Übersiedlungswilligen hatten.

Die bpb macht mit dem Abschnitt zu den mitgebrachten Devisen der Übersiedlungswilligen eine Falschaussage. Das Geld wurde nicht eingezogen, sondern bei der Staatsbank der DDR verwahrt. Die abgelehnten Übersiedlungswilligen erhielten bei der Abschiebung ihr DM-Guthaben zurück.

 

Zum Beitrag der bpb bitte hier klicken.

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Anmerkungen zum Beitrag der bpb

  1. Liebe Petra, es ist absolut keine Seltenheit, daß kleine geltungsbedürftige und den Doktortitel eines Historikers erstrebende Nachwuchs-Lakaien der Bourgeoisie überall dort, wo heute Vorträge gehalten oder Artikel verfaßt werden, irre, satte Lügen über die DDR verbreitet werden: Die »Beweisführung« beschränkt sich auf das Schema: „Herzinnige Feindseligkeit gegen alles Sozialistische, tiefer Antikommunismus, der jede historische Wahrnehmung ausschaltet, hebt die Perspektive für Raum und Zeit auf, verschleiert Sinn und Ziele. Das Wissenschafts-Auditorium schwieg fein still.“ so schrieb Gudrun Ehlert über die neuerlichen widerlichen Kommentare zur DDR-Händel-Rezeption (Ossietzky 14/2016). Der letzte Satz läßt bzgl der heutigen Wissenschafts-„Elite“ wenig hoffen…

    Gefällt mir

    • Ein ehrlicher Historiker ist Enrico Heitzer. Er hat über die KgU das herausgefunden und von bürgerlicher Seite bestätigt, was wir schon längst wissen. Allerdings wurden wir ausgelacht, wenn wir dieses Wissen weitergegeben haben. Nun wird die Erkenntnis des Enrico Heitzer in den bürgerlichen Medien als „Neu“ verkauft. Meine im Beitrag geäußerte Hoffnung, dass ehrliche Historikerinnen und Historiker das Aufnahmeheim Röntgental erforschen, nimmt Enrico Heitzer als Beispiel.Das gilt auch für andere Aspekte der Geschichte der DDR.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s