Auswertung Protokoll: Gespräch mit ehemaligem DDR-Bürger am 25.04.1986

25.04.1986 Bericht über geführtes Gespräch mit ehemaligem DDR-BürgerSeite 2 25.04.1986 Bericht über geführtes Gespräch mit ehemaligem DDR-Bürger

In diesem Dokument geht es um einen ehemaligen DDR-Bürger, der das Glück hatte zurückkehren zu dürfen.

Hier geht es um die Arbeitsaufnahme, aber warum mischt sich da das MfS ein? Das ist doch eine Alltäglichkeit. Äh, doch nicht. Es geht um die Zurückdrängen von Übersiedelungsersuchen von DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern in die BRD. Das Problem wäre von selbst erledigt gewesen, wenn man mehr Bürgerinnen und Bürger der BRD in die DDR aufgenommen und eingebürgert hätte. Es waren ja genug da. Aber nein, man blieb lieber unter sich und verzichtete auf „frisches Blut“. Hätte die Mehrheit der BRD-Bürgerinnen und -Bürger, die einen Übersiedelungsantrag gestellt haben, die Chance gehabt in der DDR leben und arbeiten zu dürfen, hätte es 1989 anders ausgesehen.

Dieser Betroffene beklagt sich auch darüber, dass ihm der Aufenthalt im Heim zu lange dauert. Er hat dort eine Freundin und kann dort unterkommen. Seine Tochter ist auch bereit ihn aufzunehmen. Nun ja, in der DDR herrschte Wohnungsmangel. Da war es eine große Leistung trotzdem keine Obdachlosen zu haben.

Dann geht es um den späteren Arbeitsplatz, der aber nicht mehr der alte Arbeitsplatz sein wird. Über was für Entwicklungsmöglichkeiten kann keine Zusage gemacht werden? Was für Ansprüche stellt denn der Kerl? Soll froh sein, dass er überhaupt in der DDR arbeiten und leben darf.

 

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