Abschlussbericht eines Fremden Insassen in Röntgental vom 20.05.1986

Abschlussbericht 20.05.1986 eines Insassen von RöntgentalAbschlussbericht 1986 Seite 2Abschlussbericht 1986 Seite 3Abschlussbericht 1986 Seite 4Abschlussbericht 1986 Seite 5Abschlussbericht 1986 Seite 6

Auswertung:

 

Dieser Abschlussbericht unterscheidet sich schon äußerlich von dem der Seitenbetreiberin und Zeitzeugin(Petra Reichel). Dieses Dokument sieht sauber aus, während das Dokument der Seitenbetreiberin als lieblos verfasst und voller sachlicher Fehler daherkommt.

Auch dieser Mensch war seinerzeit arbeitslos. Sogar, dass er keiner seiner Qualifikation entsprechende Arbeit fand, wurde anerkannt. Es wurde nicht verlangt sich als Hilfsarbeiter zu verdingen. Normalerweise galten Arbeitslose als Asozial.

Er wollte eine DDR-Bürgerin heiraten. Die Seitenbetreiberin hatte Jahre später auch einen DDR-Bürger geheiratet. Sie wurde trotzdem nicht aufgenommen, wegen den miesen alten Papieren, die viele Jahre zuvor ausgestellt wurden. Der spätere Ehemann musste die Ausreise in die BRD beantragen. (Und dann redeten sie ständig von Zurückdrängung von Übersiedelungsersuchen von Bürgerinnen und Bürgern der DDR in die BRD.)

Dieser Mensch hier hat seinen Übersiedelungsantrag in Berlin-Pankow gestellt. Der Seitenbetreiberin ist auch diese Behörde empfohlen worden. Sie fand diese aber nicht vor Ort und hatte Angst, dass es es sich um eine Stelle des MfS handelt und dass sie bei der Rückkehr in die BRD Knast erwartet. So zog sie unverrichteter Dinge von dannen.

Ahh, bei diesem Menschen hier geht es um einen begründeten Einzelfall.

Was war da los? Er war bis zum 15.05.1985 in der DDR wohnhaft. am Ende im Knast. Was wollte er? Er hatte sogar einen guten Job. (Gruppenleiter) Aber trotzdem nicht zufrieden und ließ sich durch Eltern und Bruder beeinflussen. Viel Wind hatte er auch gemacht, um seinen Ausreiseantrag in die BRD durchzusetzen.

Aus dem Knast wurde er durch die BRD freigekauft.

Dann wird die Aufnahmestelle in der BRD in Gießen beschrieben. Dort wurde er von einer Mitarbeiterin des BND befragt.

Dann zog er zu seinem Bruder, der bereits in der BRD wohnte und dann zu jemand Anderem.

Er erhielt nach seinen Angaben Vorladungen zur Hauptstelle für Befragungswesen in Düsseldorf und zum Polizeipräsidium, Abt. Kriminalpolizei(Vorladung erfolgte im Auftrag der Erfassungsstelle Salzgitter, das war eine böse Behörde in der BRD, die DDR-Bürger/innen kriminalisierte, die z.B. für Behörden tätig waren)
Während andere Übersiedelungsersuchende für den folgenden Punkt als Asozial angesehen wurden, wird hier anerkannt, dass er keine Arbeit fand und auch sein Bruder ihn nicht unterstützte(Hätte der Bruder das können?)

Dann werden irgendwelche Bekannte erwähnt. So auch Leute, welche die DDR , auch illegal, verließen.

Dann ist Adressenmaterial u.ä. erwähnt, das er mitbrachte und ausgewertet wurde. Eine Bekannte wird erwähnt, die ihn dahingehend beeinflusste in die DDR zurückzukehren. Diese Bekannte will er heiraten. (siehe oben)

Dann geht es, um es kurz zu sagen um die Auswertung seiner Stationen in der BRD und seiner beruflichen Pläne nach Aufnahme in der DDR.

Dann die Bereitschaft zum Einsatz, um Übersiedelungsersuchen von DDR-Bürgerinnen und -Bürgern in die BRD zurückzudrängen. Wie in der anderen Auswertung hier die Kritik der Seitenbetreiberin(Petra Reichel), dass sich das Problem von selbst erledigt hätte, wenn man mehr aufnahmeersuchende Bürgerinnen und Bürger der BRD aufgenommen hätte.(Mehr „frisches Blut“.)

Aber die Machthaber des Heims konnten es nicht lassen. Obwohl doch dieser Mensch heiraten wollte, haben sie ihm in den Abschlussbericht geschrieben, dass er gerne mit anderen Frauen flirtete.

Dann wird eine Bekanntschaft aus dem Heim erwähnt, die er weiter aufrecht erhalten möchte.

Aber einen Verstoß gegen die Heimordnung konnten sie ihm nicht „reinwürgen“.

Dann nochmals Berichte über Personen und Institutionen in der BRD.

Ahhh, da haben wir´s. Er diente als Billigspitzel innerhalb des Heims. Na ja, solche, die sich andienen, werden überall gebraucht. Da war es ein Leichtes, dass er seine Chance bekam.

Folglich wurden keine Fakten, die einer Aufnahme in der DDR entgegenstehen, erarbeitet. Wenn sie gewollt hätten, wären diese Fakten, die gegen eine Aufnahme in der DDR entgegenstehen schnell „aus dem Hut gezaubert“ worden. Aber er hat sich seine Aufnahme in der DDR durch seine Tätigkeit als Billigspitzel „verdient“.

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