„Bravo SDP“_Ironie off (Aufruf zur Konterrevolution der SDP)

Eine der konterrevolutionären Organisationen war die sozialdemokratische Partei SDP. In verklausulierter Sprache rief sie zur Konterrevolution auf. In diesem Beitrag wird die verklausulierte Sprache in klare Worte gefasst.

 Einige Worte zum Eingangstext des MfS

Der Eingangstext des MfS ist recht milde formuliert. Nun ja, es war ja kurz vor Schluss. Dass sich hier eine konterrevolutionäre Partei bildete interessierte das MfS nicht mehr. Es wurde nur noch analysiert und hatte nur die noch geltenden §§ eingehalten. Da ging es nur noch um die strafrechtliche Relevanz bei der Weiterverbreitung dieses Papiers. Man hatte wohl schon da bereits aufgegeben. (28. September 1989)

Zum Text des Dokuments der SDP

Das umfangreiche wohlklingende „Bla Bla“ bedeutet, dass man einen Staat, wie die BRD will.

Wortgewaltig wird links überholt.

„Soziale Marktwirtschaft mit striktem Monopolverbot zu Verhinderung undemokratischer Konzentration ökonomischer Macht“

Au weia, klingt das radikal. Mann, es gab doch in der DDR keine Monopole. Was für eine undemokratische Konzentration ökonomischer Macht?

Das ist die verklausulierte Sprache für die Zerschlagung des Volkseigentums und Einführung des abgemilderten Kapitalismus, wie damals in der BRD(„soziale Marktwirtschaft“)

Gnädiger weise wollen sie der Arbeiterklasse das Streikrecht geben, wenn sie schon den Kapitalismus einführen.

Der Rest des wohlklingenden Gelabers bedeutet nichts anderes, als einen Staatsaufbau, wie in der BRD zu errichten.

Sie wollen Umweltschutz, aber haben keine Idee, wie die DDR an Mittel kommen soll, um umweltgerechter produzieren zu können. Nun ja, da sie ohnehin den Kapitalismus wollen, sehen sie wohl da die Lösung.

Ach den ärmeren Ländern wollen sie helfen? Wie edel. Die DDR hatte für die ärmeren Länder viel getan, obwohl sie selbst wenig hatte. Nun ja, die SDP will zurück zum Almosen geben und diese Länder auf ewig in Abhängigkeit halten.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Wortgewaltig umschreiben sie die begonnene Konterrevolution in den osteuropäischen Ländern und loben Gorbatschow. Sie appellieren, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht auf einen Mann, wie Gorbatschow warten sollen, sondern selbst aktiv werden sollen, um die Konterrevolution ins Rollen zu bringen.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Sie hauen in die Kerbe der damaligen Schwäche und Sprachlosigkeit der SED. Mit der Stalinismus-Keule wird nun aufgemischt und aufgewiegelt. Sie suchen Gleichgesinnte und neue Wege (Ha Ha).

„Bravo SDP“_Ironie off

 

Von der „Entmilitarisierung der Gesellschaft“ ist die Rede. Man hofft auf die Auflösung von NATO und Warschauer Vertrag. Nun ja, wir wissen ja, dass nur der Warschauer Vertrag aufgelöst worden ist. Dafür ist die NATO vergrößert worden(Osterweiterung) und die Kriegsgefahr für die Welt ist größer geworden. Die SDP will die Streitkräfte der DDR auflösen. Egal, ob die DDR überrollt wird, annektiert oder sonst was. Die SDP will ja einen Staat, wie die BRD. Was dann passiert, darauf kommt ohnehin nicht mehr an. Doch der Form halber erkennt man die Zweistaatlichkeit an. Äh, man kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht „die Katze noch nicht aus dem Sack lassen“.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Immer wieder diese Sprüche von Verantwortung und der Aufruf möglichst viele konterrevolutionäre Organisationen und Gewerkschaften zu gründen. Immer in schöne Worte gehüllt. Denn die einfachen Bürgerinnen und Bürger der DDR kannten keine verklausulierte Sprache. Die anderen sich „Bürgerbewegung“ und „Bürgerrechtler“ nennenden, bzw. ihre Organisationen sind genau nach der gleichen Methode gefahren. Schöne Worte in verklausulierter Sprache. In der DDR mussten sich Alltagsmenschen nicht mit verklausulierter Sprache auseinandersetzen., so sind Viele auf das wohlklingende „Bla Bla“ hereingefallen.Das ganze „Bla Bla“ wiederholt sich immer wieder.

 

Das Dokument des MfS

 

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Auswertung eines MfS-Dokuments vom 21.09.1961 (Grenzsicherung)

Während ein Großteil der Bevölkerung in Berlin die Grenzsicherungsmaßnahmen befürwortete, reagierten Viele im Grenzgebiet im Kreis Plauen negativ.

Diskussionspunkte waren:

  • Das Problem der Passierscheine im 5km Sperrgebiet.

  • Die Frage des Anbaus landwirtschaftlicher Kulturen im 5m Schutzstreifen.

  • Bevorstehende Umsiedlungen, als „Säuberungsaktionen“ bezeichnet.

 

Die Maßnahmen waren ungenügend durchdacht und man hat die Leute gegen die Staatsmacht aufgebracht. Das hat sich bis in die örtlichen Parteiorganisationen der SED bemerkbar gemacht.

 

Zu den Ausführungen des Dokuments:

Die in den Grenzdörfern durchgeführten Einwohnerversammlungen waren unterschiedlich stark besucht. Anstatt die Gelegenheit zu nutzen und sich zu Wort zu melden, schwiegen die Leute lieber. Ist doch immer leichter auf der Straße und in der Kneipe zu meckern, als da, worauf es ankommt. Diese Leute mussten erst angesprochen werden, damit sie redeten. So wurden z.B. in Gutenfürst einige Leute durch den 1. Sekretär der Bezirksleitung der SED angesprochen. Ein Argument, das man während der ganzen Zeit des Bestehens der DDR hörte, war: „Ich kann nicht verstehen, warum man mich nicht nach WD(Westdeutschland P.R.) fahren lässt. Wenn ich bei meinen Verwandten bin, treibe ich keine Politik und da werde ich nicht eingesteckt.“

Ein Anderer äußerte, dass er den Rundfunk(gemeint ist der Rundfunk der DDR P.R.) nicht hören würde, das wären nur alles Lügen. (Interessant der heutige Vergleich mit der von den heutigen Rechten Bezeichnung „Lügenpresse“ für die Medien P.R.)

Beim Wort genommen versuchten Einige ihre Äußerungen abzuschwächen oder sie spielten die Beleidigten.

 

Die Passierscheinregelung traf auf Unverständnis. Auf einer Mitgliederversammlung der SED in der Gemeinde Sachsgrün am 29.08.1961 gab es unter den Genossen viele Diskussionen.   Sie konnten nicht verstehen, dass die nächsten Verwandten keine Passierscheine für das Grenzgebiet erhielten. U.a. wurde in Diskussionen geäußert: „Wir laufen Streife mit der VP(Volkspolizei P.R.) und setzen uns auch für die Ziele unserer Partei und unseres Staates ein, aber unsere Angehörigen dürfen nicht zu uns.“ Es wurde auch geäußert, das von den VPKÄ(Volkspolizeikreisämter), also den zuständigen Ämtern die Ausgabe von den Passierscheinen unterschiedlich erfolgen und Ausnahmen gemacht würden. Ein Mitglied der Kreisleitung der SED wollte, dass seine Mutter nach Possek einreisen kann. Er äußerte: „Diese Sache ist überspitzt und man sollte sich das besser überlegen.“

In Ottengrün fand jemand die Schutzmaßnahmen an der Staatsgrenze West zu hart. Er drohte damit nicht mehr zur Arbeit zu gehen, wenn er keinen Passierschein in das 500m Sperrgebiet erhält. Von was wollte er dann leben?

Dann beklagte sich wieder jemand, weil er/sie die Eltern in Posseck nicht mehr besuchen durfte.

Ein Vertreter der LPG „Thälmann Pionier“ in Posseck äußerte seinen Unmut darüber, das er Verluste befürchtete, da er gehört hatte, dass weniger Hochkulturen angebaut werden dürfen und es wohl mehr Viehweide geben würde.

Die Gerüchteküche brodelte über die bevorstehenden „Säuberungsaktionen“ im Grenzgebiet. Eine Person gab einem IM gegenüber an, dass man besser damit bis nach den Wahlen gewartet hätte.

Dann wurde noch über einige Fluchtversuche und gelungene Fluchten. Einem, dem die Flucht gelungen ist, hatte einen Passierschein.

Kritik an der Politik wurde geübt und schriftlich festgehalten. So, dass Funktionäre zu früh von Sicherungsmaßnahmen im Grenzgebiet etwas ausplaudern und die Gerüchteküche anheizen würden. (z.B. die Aussiedlungsmaßnahmen).

Ein Paar durfte nicht im Grenzort heiraten. Obwohl die Ehefrau dort schon immer gewohnt hat.

Ehepartner, die aufgrund der angespannten Wohnungssituation in der DDR nicht zusammenleben konnten, durften sich im Grenzgebiet nicht besuchen, obwohl ein Partner dort wohnhaft war. Da kam Unmut und Verweigerungshaltung auf.

Widersprüchlich ist andererseits, dass Leute, die aus dem Grenzgebiet ausgesiedelt wurden ihre noch dort lebenden Verwandten besuchen durften.

Bei den VPKAs(Volkspolizeikreisämter, die zuständigen Behörden P.R.) im rückwärtigen Gebiet war bis kurz vor dem damaligen Zeitpunkt keine klare Linie vorhanden.

Auf die Tätigkeit des Gegners wurde eingegangen und kritisch vermerkt, dass die Sicherungstätigkeit nachgelassen hatte und Personen von westlicher Seite aus die Grenze illegal überschreiten konnten.

Über die Aktivitäten der Amis und des Bundesgrenzschutzes auf westlicher Seite wurde berichtet, dass die Provokationen nachgelassen hatten, es aber weiterhin Anzeichen für eine feindliche Schleusungstätigkeit gab.

 

Das Dokument:

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Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten

wilhelm-pieckKein Scherz! 

Heute erfuhr ich, daß sich ein arbeitsloser Hartz 4- Empfänger, um die Nachfolge des Amtes eines Bundespräsidenten beworben hat. Dieses erfolgte in Absprache mit der jeweiligen „Arge“, die ohnehin Bewerbungsversuche erwartet, damit derjenige wieder in ein Arbeitsverhältnis gelangt.
Er ist in Mecklenburg- Vorpommern ansässig und möchte die Arbeiterpräsidentschaft Wilhelm Pieck`als zweiter möglichst fortführen.
Dieses ist kein Ulk, bitte das auch nicht als Scherz aufzufassen!

 

 

Dokument zur Postkontrolle nach Abschluss der KSZE

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Die Postkontrolle und der § ungesetzliche Verbindungsaufnahme wurde ausgehebelt, denn es ist alles über diplomatische Kanäle gelaufen. DIE TROMMLER (Schwesterblog – DIE TROMMLER-ARCHIV) ist fündig geworden und hat sich mit den ehrlichen Worten von Frau Lengsfeld  zu diesem Thema befasst.

Antikriegstag in Bad Kreuznach 2016

Antikriegstag 2016 in Bad Kreuznach, Beitrag vom Schwesterblog

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