Warum? (Tod des Michael Bittner)

  • Michael Bittner war während des Wehrdienstes nicht mit dem Soldatenleben klar gekommen.

 

  • Michael Bittner baute ein Haus(Eigenheim). Der Hausbau(Eigenheim) war in der DDR nervenaufreibend und teuer.

 

  • Während des Hausbaus bekam Michael Bittner den Einberufungsbescheid zum Reservedienst bei der NVA. Das kam ihm völlig ungelegen. Da er während seines Wehrdienstes mit dem Soldatenleben nicht klar kam, war das zu viel für ihn. Er warf den Einberufungsbescheid für den Reservedienst weg.

 

 

  • Die Vernichtung des Einberufungsbescheids für den Reservedienst bei der NVA könnte eine Strafverfolgung wegen Fahnenflucht nach sich gezogen haben.

 

  • All das zusammengenommen brachte Michael Bittner in eine verzweifelte Situation. So war für ihn die Hemmschwelle niedrig das Risiko einzugehen und sich in Lebensgefahr zu begeben.

 

  • Wenn Michael Bittner überlebt hätte, wäre neben der Fahnenflucht noch Republikflucht hinzugekommen, also mehrere Jahre Knast.

 

  • In der Ausnahmesituation, in der sich Michael Bittner kurz vor seiner Erschießung befand, war der Instinkt des Weglaufens vor Gefangenschaft größer als die richtige Entscheidung zu treffen, welche gewesen wäre, stehenzubleiben um zu überleben.

 

 

michael-bittner

Michael Bittner(13. August 1961 – 24. November 1986), Aufnahmedatum unbekannt

Bildquelle:
Entnommen aus „Chronik der Mauer“, Bild ist entsprechend verlinkt
Foto: Polizeihistorische Sammlung/Der Polizeipräsident in Berlin, Aufnahmedatum unbekannt

 

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