Gefängniswärter „aufgemischt“

Dieser vom Hass zerfressene DDR-Hasser hat es tatsächlich fertiggebracht, die Gefängniswärter derart „aufzumischen“, dass sie mit ihrem Dienstplan nicht mehr klarkamen.

Dieser bekannte „Pappenheimer“ hat sich geweigert zu arbeiten. Er begründete dies damit, dass er dem Staat DDR seine Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen möchte.  So beantragten die damaligen Knast-Verantwortlichen, dass dieser „Pappenheimer“ verlegt wird.

Nun ja, man hätte es einfacher haben können. Warum hat man diesen Menschen nicht abgeschoben? Oder wollte er auch den Kapitalisten seine Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen? Oder gab es für so einen Taugenichts schlichtweg kein Geld von der BRD zum Freikauf?

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Lagebericht zum Grenzgebiet(Staatsgrenze West) im Jahre 1961

 

Das Äußere des Dokuments

 

Es ist eine Durchschlagskopie(Kohlepapier). Der Inhalt sieht entsprechend alt und echt aus. Aber am Anfang und am Ende ist das Dokument verfälscht worden. So ist oben mit neuerer Schreibmaschinenschrift „Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt   Operativstab“ eingesetzt worden. Am Ende ist die Unterzeichnung eingesetzt worden, ebenfalls mit der neueren Maschinenschrift. „-Leiter des Operativstabes- (Bartel)Hptm.“ . Eine Unterschrift ist auch vorhanden. Warum die Einsetzungen vorgenommen wurden, ist nicht ersichtlich. Vermutlich, um das Dokument als „Stasi-Akte“ in der antikommunistischen Propaganda „interessanter“ zu machen.

 

Der Inhalt

 

Das Dokument ist am 23.12.1961 in Karl-Marx-Stadt erstellt worden.

Zunächst wird vermerkt, dass sich die Lage an der Staatsgrenze wenig verändert hat. Dass zu politischen Fragen wenig Stellung genommen wird und wenn noch, dann nur vorsichtig diskutiert wird.

Eine allumfassende Auswertung der 10. Tagung der Bezirksleitung „unserer Partei(Da ist wohl die SED gemeint.) erfolgte in den Grenzgemeinden noch nicht. Es gab nur vereinzelte Diskussionen zu den kadermäßigen(personellen) Veränderungen in der Bezirksleitung. Dabei kam oftmals zum Ausdruck:

„Überall dort, wo Walter Ulbricht auftaucht, wird tüchtig aufgeräumt. – Warum musste aber erst er kommen, um die Fehler und Mängel aufzudecken?“

In der Gemeinde Grobau, Kreis Plauen wurde die Ablösung des Genossen (…) begrüßt, da er dort immer überheblich aufgetreten wäre. Er sollte erst mal LPG-Vorsitzender werden, um einmal zu erfahren, wie die alltägliche Praxis wirklich aussieht.

Die Bevölkerung ist über die Sperrzeit ab 21:00 Uhr unzufrieden. So sagen Einige, dass man sich nichts vornehmen könnte, z. B. dass man bei einem Gaststättenbesuch am Abend nicht in Ruhe sein Bier trinken könne. Diese Diskussionen gab vor allem an der Staatsgrenze West des Kreises Oelsnitz.

Unzufriedenheit gab es auch darüber, dass man kein West-Fernsehen sehen durfte und angeordnet wurde das entsprechende Teil aus den Fernsehgräten auszubauen. Als Lösung dieses Problems und anderer Fragen gab es die Antwort: „Siedelt doch aus“.

Aufgrund der Sicherungsmaßnahmen entlang der Grenze ergaben sich für verschiedene LPGs Umstellungen in der Verrichtung ihrer Feldarbeiten, wobei die Frage der Arbeitskräfte eine Rolle spielte.

So hat z.B. die LPG Possek Kreis Oesnitz den größten Teil der Felder, auf etwa 14 km Länge, an der Westgrenze. Durch die Sperrung einiger Straßen und Wege sowie die Anordnung zu m Verlassen der Felder bei Einbruch der Dunkelheit, erhöht sich der Arbeitsaufwand. Um weitere Arbeitskräfte für die LPG zu gewinnen, wurde in Posseck eine Kommission gebildet, die diesbezüglich mit zur damaligen Zeit auswärts arbeitenden Leuten zu sprechen.

Schwierigkeiten gab es beim Verkauf der zurückgelassenen Rinder der umgezogenen Personen. Von den einzelnen LPGs wurden Tiere übernommen, in der Annahme, dass sie dafür den Soll-Preis zu zahlen haben. Es wurde aber der sollfreie Aufkaufpreis gefordert, was z.B. die LPG Großzöbern Kreis Plauen eine Summe von 60 000,- DM und für die LPG Ruderitz Kreis Plauen 30 000 DM(hier war ein Tippfehler. Der Betrag wurde mit Tinte handschriftlich eingesetzt.)(Bis 1964 hieß die Währung der DDR auch DM.) Derartig(für die damalige Zeit) hohe Summen waren in den LPGs nicht eingeplant. Seitens des Rates des Bezirks wurden mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft verhandelt, um die Frage der Bezahlung zu klären. Laut Ministerratsbeschluss mussten die Verkäufer die sollfreien Aufkaufpreise erhalten.

Die grobe Vernachlässigung der Wachsamkeit der Grenzsoldaten in der Grenzkompanie Heinergrün Kreis Oelsnitz wurde bemängelt. So entfernten sich in der Nacht vom 05. Zum 06.12.1961 z.B. 4 Soldaten, die an der Grenze ihren Dienst zu verrichten hatten, vorzeitig von ihrem Postenbereich und begaben sich zur Kompanie. Dort verbrachten sie die restliche Zeit in der Autogarage.

Die Tätigkeit des Gegner, z.B. Bundesgrenzschutz, Streitkräfte der USA, verlief im Berichtszeitraum im üblichen Rahmen. Es wurden Aufklärungsflüge mit Hubschraubern und Flugzeugen durchgeführt. Die Bewegung der Fahrzeuge war im Allgemeinen gering und es wurde auch keine besondere Postentätigkeit beobachtet.

Lediglich der Westdeutsche Zoll(zur damaligen Zeit bezeichnete die DDR die BRD als Westdeutschland) hatte seine Streifen verstärkt, wozu Angehörige des Zolls aus Naila und Hof zum Grenzdienst eingesetzt wurden, die mit dem VW-Bus zum 8 Stundendienst an die Grenze kamen.

 

Bestandsaufnahme: Gründe für Republikflucht im Jahre 1956

Die Bestandsaufnahme beginnt mit einer Statistik.

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Bestandsaufnahme Republikflucht im November 1956

 

Es werden verschiedene Berufsgruppen aufgeführt und vermerkt, dass die Anzahl der Republikfluchten zurückgegangen ist. Auch bei den Oberschülern und Studenten hat sich die Anzahl der Republikflüchtigen im November 1956 vermindert. Es wird aber vermerkt, dass trotzdem bei dieser Personengruppe die Republikfluchten zugenommen haben. Dies wird auf die negative Beeinflussung der versuchten Konterrevolution in Ungarn zurückgeführt. Als Schwerpunkte werden die Universitäten Rostock, Berlin, Halle und Leipzig genannt.

Es wird eine Zahl der BRD-Zeitung „Die Welt“, die nicht DDR-freundlich ist,  vom 04.12.1956 genannt. Dass auch die „Welt“ veröffentlicht hat, dass sich die Republikfluchten vermindert haben, wird vermerkt.

Der „Bundesvertriebenenminister“ Oberländer wird zitiert. Oberländer erklärt den Rückgang der Republikfluchten damit, dass unter der Bevölkerung der DDR(von Oberländer „Zone“ genannt) die Auffassung von einem „politischen Tauwetter“ vorhanden sei und dass die Kontrollen in Berlin verschärft worden wären und wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes die Leute es vorziehen würden zu Hause zu bleiben.

Eine weitere Vermutung für den Rückgang der Republikfluchten ist das Ansteigen der Arbeitslosenzahlen in Westberlin und der BRD, damals als Westdeutschland bezeichnet. Dazu wird die Zeitung „Der Tag“ vom 07.12.1956 zitiert.

Laut eines Zitats des „Tagesspiegel“ werden die konterrevolutionären Ereignisse in Ungarn und Polen für den Rückgang der Flüchtlingszahlen genannt. Ebenso, dass diese Tendenz noch anhalten würde. Daraus kann man schlussfolgern, dass viele bereits damals auf die Konterrevolution in der DDR hofften.

Als ein Grund für die Republikfluchten wird vermutet, dass viele Menschen sich in der BRD(Westdeutschland)ein besseres Leben erhoffen. Die Beeinflussung durch verwandtschaftliche u.a. Verbindungen von DDR-Bürgerinnen und –Bürgern nach dem Westen und Westmedien werden aufgeführt.

Der Hetzsender RIAS wird zitiert. In einer Sendung vom 10.12.1956 behauptete dieser Sender, dass bei der Bundespost und Bundesbahn Arbeitskräftemangel herrschen würde. Auch dass viele Fabriken händeringend Arbeitskräfte suchen würden, wurde in dieser Sendung behauptet.

„Der Tag“ vom 19.12.1956 berichtete von einer Arbeitszeitverkürzung in der Eisen- und Stahlindustrie der BRD(Westdeutschland).

Der „Kurier“ veröffentlichte am 19.12.1956 einen Artikel zum Jahresbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. Der damalige Wirtschaftsminister der BRD, Erhard wird zitiert. Es wird vom damaligen hohen Lebensstandard in der BRD berichtet und eine weitere Erhöhung vorausgesagt. Erhard macht Ausführungen zum Anstieg des Massenverbrauchs und dass es den Leuten so gut geht, dass breite Teile der Bevölkerung Geld für Güter des gehobenen Bedarfs und Reisen ausgeben.

Zur damaligen Zeit herrschte das Wirtschaftswunder in der BRD und Erhard gilt als dessen Vater. Der Marshallplan leistete einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung in der BRD nach dem II. Weltkrieg. Die geschah nicht uneigennützig. Wie wir hier sehen, sollten die Leute in den damaligen sozialistischen Ländern, insbesondere der DDR, glauben, dass der Kapitalismus das überlegenere Wirtschaftssystem ist. Das ist ja auch gründlich gelungen.

Als nächstes wird in der Bestandsaufnahme der Mangel an Krankenschwestern in der BRD(Westdeutschland) benannt. Dazu wird die Zeitung „Die Welt“ vom 05.11.1956 zitiert.

Als eine weitere Methode die Menschen aus der DDR zu locken wird die Propagierung von sozialen und anderen Vergünstigen benannt. Außerdem werden Gerüchte, welche die Bürgerinnen und Bürger der DDR in die Irre führen, benannt.

Im „Tagesspiegel“ vom 07.12.1956 wird über Sozialleistungen für Flüchtlinge aus der DDR berichtet.

Ein geplanter neuer Tarifvertrag für Postangestellte in der BRD wird genannt, der finanzielle Verbesserungen in Aussicht stellt.

Extra-Sozialleistungen eines Werkes der Fa. Siemens in München, für aus der DDR geflüchtete Ingenieure, Fernmeldemonteure und Mechaniker werden dargelegt. Wir wissen, dass kein Kapitalist etwas verschenkt. Das war eine Investition, um die DDR „auszubluten“. Seit 1989/90, als es vorbei war mit der DDR, zeigen die Kapitalisten wieder ihr wahres Gesicht.

Ein Gerücht, das im VEB Großzössen/Borna/Leipzig im Umlauf war, ist vermerkt worden. Es beinhaltete, dass in der BRD(Westdeutschland) dringend Facharbeiter gesucht würden. Neben einer Gehaltszahl wird die Garantie für eine Wohnung nach 4 wöchiger Beschäftigung genannt.

Weitere Gründe für Republikfluchten waren die „Spekulation“ zur Durchsetzung von staatlicher Unterstützung seitens der DDR. „Arbeitsscheue“ werden genannt(in diesem Fall, nach heutigem Verständnis würden diese Leute Sozialbetrug begehen) und Leute, die Druck machen, um eine Wohnung zu bekommen.

Die Verschickung von Hetzschriften aus dem Westen, die Stellenangebote beinhalten, ging zurück und hörte bald ganz auf.

 

Gründe und Ursachen für die Republikflucht

 

 

 

  • Persönliche und familiäre Gründe

 

  • Beeinflussung durch Verwandte und Bekannte aus Westberlin und der BRD(Westdeutschland)

 

  • Bürokratische Arbeitsweise von einzelnen Verwaltungsangestellten der staatlichen Institutionen der DDR

 

  • Wohnungsangelegenheiten

 

  • Abwerbung

 

 

Es fehlen in fast allen Fällen die konkreten Hinweise, so dass es sich in der Mehrzahl um Vermutungen handelt.

 

Es folgt eine Fallsammlung von Republikfluchten.

 

Interessant ist der Grund Wohnraumschwierigkeiten für die Republikflucht.

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Da es sich hier um eine echte Notlagen handelt, weswegen die Menschen republikflüchtig wurden, wird hier auf die aufgeführten Fälle eingegangen.

 

Der Ingenieur(..) war kürzlich aus der Haft entlassen worden und leistete eine zufriedenstellende Arbeit. Mit seiner Frau bewohnte er ein nicht heizbares Zimmer und konnte trotz aller Bemühungen keinen anderen Wohnraum bekommen. Deshalb verließ er die DDR.

Der Lehrer(..) wurde republikflüchtig. Aus der BRD(Westdeutschland) teilte er mit, dass ihm seit Jahren eine Wohnung versprochen worden sei, weil seine Wohnung von der Wohnraumlenkung als unbewohnbar anerkannt worden war. Außerdem hätten sich zwei Angestellte vom Rat des Kreises Eisenberg bei einer Wohnraumbesichtigung ungebührlich benommen.

Ein Jugendlicher aus dem Kunstfaserwerk „Wilhelm Pieck“ in Rudolstadt wurde republikflüchtig, da er es nicht aushielt mit seiner Schwester und seinen Eltern in einem 15 qm großen Zimmer zu schlafen. Das bombengeschädigte Haus konnte wegen Materialmangel bisher nicht wieder repariert werden.

Der Vermessungsingenieur (…) war beim Vermessungsamt in Schwerin-Nord beschäftigt. Da er in Schwerin keine Wohnung bekam und ständig von seiner Familie getrennt leben musste, verließ er die DDR. Außerdem war seinem Sohn die Aufnahme an der ABF(Arbeiter und Bauern-Fakultät) abgelehnt worden.

 

Bei den Republikfluchten wegen Wirtschaftlicher Schwierigkeiten, persönlicher und familiärer Gründe geht es um die Existenz, teilweise um echte Notlagen.

Bei selbstständigen Geschäftsinhabern geht es um die Existenz wegen Steuerangelegenheiten und mangelhafter Warenanlieferung.

Ein Mauerer verdient in der BRD(Westdeutschland) mehr. Auch Rentner arbeiten in der BRD, um sich etwas hinzu zu verdienen.

Die Warnow-Werft in Rostock wird benannt. Dort konzentrieren sich die Republikfluchten hauptsächlich im Schiffbau und in der Schweißerei. Es fehlt an Arbeitsmaterial. Es gibt viel Wartezeit und qualifizierte Facharbeiter werden z.B. als Kabinenreiniger eingesetzt, wodurch sie finanzielle Einbußen erleiden.

Die (..) ist kränklich und wurde bisher von ihrer Tochter unterstützt, die Anfang des Jahres republikflüchtig wurde. Die (..) wollte deshalb zu ihrem Sohn im demokratischen Sektor von Berlin(so wurde damals die Hauptstadt der DDR genannt) ziehen. Obwohl zusätzlicher Wohnraum nicht erforderlich war, wurde der Zuzug nach Berlin nicht genehmigt(in der DDR und anderen sozialistischen Ländern war für Großstädte, aufgrund der angespannten Wohnungssituation, eine Zuzugsgenehmigung erforderlich)Die Betroffene wurde als fortschrittlich eingestellte Frau geschildert. Aufgrund ihrer Notlage verließ sie die DDR, um zu ihrer Tochter in die BRD(Westdeutschland) zu ziehen.

Ein Bauer konnte seine Wirtschaft nicht mehr allein bewältigen, da seine Frau gelähmt ist. Seinen Sollverpflichtungen kam er stets nach. Darum verließ dieser Bauer mit seiner Frau die DDR und zog zu seinen Verwandten in die BRD(Westdeutschland).

 

Während man für Notlagen Verständnis aufbringen kann, sind die Republikfluchten wegen feindlicher Einstellung zu verurteilen.

Der Schäfer(..) hatte die Schafe der LPG verhungern und verdursten lassen und wurde deshalb republikflüchtig. Was ist das für ein Schäfer, der so mit seinen Tieren umgeht? In der BRD kann doch ein Schäfer auch nicht so handeln. Nach seiner Flucht schrieb der Schäfer einen Brief an 2 Traktoristen, in dem er die Empfänger um Bestätigung seiner Schädlingsarbeit in der DDR bat, um damit politische Anerkennung zu erlangen.

Der Grundschullehrer(..) hatte enge Bindung mit der Kirche. Er untersagte seinen Schülern, das Buch „Weltall, Erde, Mensch“ zu lesen. Dafür sollte er zur Rechenschaft gezogen werden. Er flüchtete.

Der Lehrer (..) war streng katholisch und stand der Jugendweihe ablehnend gegenüber und ließ den Kirchenchor in der Schule singen. Der Abschnittsbevollmächtigte(zuständiger Polizeibeamter für das Wohngebiet)untersagte diese kirchlichen Veranstaltungen in der Schule(Kirche war in der DDR Privatsache und hatte nichts in der Schule zu suchen.) und forderte den (..) schriftlich zu einer Vernehmung auf. Der Lehrer entzog sich dieser Vernehmung durch Republikflucht.

Der selbständige Kaufmann (..) führte öffentlich Hetzreden gegen die DDR und betrieb Mordhetze gegen Funktionäre(ob Politiker oder hauptamtliche Parteiarbeiter, ist nicht erwähnt). (Heute sind z.B. zurückdatierte Todesdrohungen mit der Meinungsfreiheit abgedeckt und werden nicht strafrechtlich verfolgt. )Dem Abschnittsbevollmächtigten(zuständiger Polizeibeamter für das Wohngebiet)schlug er während einer Diskussion ins Gesicht und flüchtete deshalb aus Angst vor Bestrafung in die BRD(Westdeutschland).

Ein Bauer hatte noch nie sein Ablieferungssoll erfüllt und ließ sein Vieh verhungern. Durch Republikflucht hat er sich der Verantwortung entzogen. Was für Vorstellungen solche Leute von der BRD hatten, ist unerklärlich. Auch in der BRD kann kein Bauer sein Vieh verhungern lassen.

Ein Angehöriger der faschistischen Polizei war der Meinung, dass er in der BRD(Westdeutschland) aufgrund seines früheren Berufs Pension erhalten würde und ging zu seinen Verwandten in die BRD. Vermutlich bekam er die Pension tatsächlich.

Ein Werkzeugmacher, ein guter Facharbeiter wollte sich finanziell verbessern. Er meldete sich als Schnittemacher. Die Umbesetzung wurde mir Ausreden hinausgeschoben und seine berufliche Veränderung schließlich abgelehnt. Daraufhin wurde er republikflüchtig und schrieb aus der BRD(Westdeutschland), dass er eine Arbeitsstelle erhalten habe, wo er nun mehr verdient, als in der DDR.

 

Dann gab es noch einige Republikfluchten im Zusammenhang mit der versuchten Konterrevolution in Ungarn.

 

Außer den echten Notlagen und gravierenden Existenzeinbußen, kann es kein Verständnis für die Republikfluchten geben.

Mit dem damaligen Wirtschaftswunder in der BRD und dem wirtschaftlichen Aufschwung durch den Marschallplan, konnte die DDR nicht mithalten. So erschien der Kapitalismus als das wirtschaftlich überlegenere System.

Seit Ende der DDR und des Sozialismus in Osteuropa, zeigt der Kapitalismus wieder sein wahres Gesicht.


 

Noam Chomsky zum Marshallplan:

siehe auch Beitrag im Schwesterblog


 

Das Dokument im Ganzen:

Die Geschichte des Herrn Welsch bei einem Themenabend auf „ZDF-Info“

Wenn es um die DDR geht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Beitrag, um den es hier geht ist wohl etwas älter und ist an einem Themenabend bei „ZDF-Info“ gesendet worden. Freigegeben ab 6 Jahren. Nun ja, Volksverdummung beginnt nun mal im Kindesalter. Als Spielfilm wäre das eine wunderbare Geschichte, aber hier wird diese Geschichte als Doku und für wahr verkauft. Soviel zu den „Qualitätsmedien“, welche die Volksverdummung aus Gebühren finanzieren.

Offenbar hat Herr Welsch Anleihe bei „James Bond“-Filmen genommen, als er diese haarsträubende Geschichte erzählt hat.

Am Anfang des Films erzählt Herr Welsch, dass er eine Schauspielschule besucht hat. Nun ja, dann wundert es Einen nicht, dass er es versteht seine Geschichte glaubwürdig zu erzählen. Jüngere Menschen und Westdeutsche, welche die DDR nicht kennen, mögen ihm zunächst mal glauben.

Schon der Anfang der Geschichte mit dem Ausweis ist unglaubwürdig. Um in die DDR ein- und auszureisen brauchte man einen Reisepass. Die Beipapiere bewahrte man im Pass auf. Der gezeigte damalige graue Personalausweis der BRD war für Reisen in die DDR nutzlos.

Zunächst mal die Geschichte über den Knast. Die Scheinerschießungen und wo angeblich die weiblichen Gefangenen geschlagen wurden und ach und da wäre ein Generator angeworfen worden, um die Schreie der Frauen und die Scheinerschießungen zu übertönen. Ein laufender Motor in der Nacht wäre doch in der Umgebung aufgefallen, wenn es so gewesen wäre.

Die Kassibersammlung ist ja ein Ding. So ordentlich, ohne Gebrauchsspuren, in einem Sammelalbum. Wie will er das alles aus dem Knast geschmuggelt haben?

Herr Welsch war in der BRD der Chef einer Schleuserbande. Laut der Geschichte des Herrn Welsch war nun ein MfS-Mitarbeiter auf ihn angesetzt, der ihn angeblich töten sollte. Die ganze Geschichte spielte sich vor großer Kulisse bei Reisen nach London zu Amnesty International (In der BRD gab und gibt es Vertretungen von Amnesty International. Warum wandte er sich nicht dorthin?), nach Griechenland und Israel ab. Genau, wie bei „James Bond“.

Auf der Reise nach London war angeblich auf Herrn Welsch geschossen worden. Oh Wunder überlebte er diesen Anschlag, weil er sich zufällig nach seiner heruntergefallenen Pfeife bückte.

In Israel sollte Herr Welsch vergiftet werden, aber oh Wunder überlebte er das, weil er sich Tag und Nacht im Swimmingpool aufhielt und Bier trank, um seine Schmerzen zu lindern. Gab es im Hotel keine anderen Gäste oder Personal? Sowas muss doch aufgefallen sein. Warum hat Herr Welsch nicht bereits in Israel einen Arzt aufgesucht? Erst nach Rückkunft ist er zu Hause ins Krankenhaus. Zunächst wurde nichts festgestellt und er ist nach Hause geschickt worden, dann war doch eine Blaulichtfahrt ins Krankenhaus nötig. Das ist alles total widersinnig.

Dann hat der MfS-Mitarbeiter, der Herrn Welsch angeblich vergiften wollte, vor Gericht gestanden. Während einer Verhandlungspause war Herr Welsch angeblich allein mit ihm im Gerichtssaal. Da hätte er sich doch mit seinem Kontrahenten geeinigt. Das ist doch unwahrscheinlich. Es ist nicht erwähnt worden, ob es sich um einen Strafprozess oder einen Zivilprozess handelte.

Warum ist der MfS-Mitarbeiter nicht interviewt worden?

Hans-Dieter Behrendt macht eine schlechte Figur, als er in dieser Sendung interviewt wird. Er wirkt schwach und schlecht vorbereitet. Dabei hat Hans-Dieter Behrendt interessante Bücher geschrieben. Z.B. über einen Grenzübergang, wo er oberster Chef war.

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Der Personenschützer von Erich Honecker hat sich umgedreht. Er arbeitet heute für ein Museum und zieht seine ehemaligen Genossen in den Dreck, die sich noch heute an ihren Eid gebunden fühlen.

Der ehemalige Gefängnisdirektor von Bautzen ist auch ein Anpasser und in der heutigen BRD angekommen.

Nun ja, damals gab es die DDR noch, da hätte es wohl diplomatische Verwicklungen gegeben, wenn solche abstrusen Phantasiegeschichten erzählt worden wären. Außerdem: Wären solche Geschichten wahr gewesen, hätte es sich die Siegerjustiz nicht nehmen lassen, entsprechende Verfahren zu führen. Unter Umständen hätte es einen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof gegeben. Vielleicht sogar während des Bestehens der DDR. Aber nichts dergleichen.

In dieser Form hat es nicht mal der Scharfmacher Gerhard Löwental gewagt oder die BILD, die ja bei der Hetze gegen die DDR schon damals vorneweg war. Aber heute kann man jeden Mist erzählen. Die DDR gibt es nicht mehr. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Mist kann man erzählen. Wenn es keine lebenden Zeitzeugen mehr gibt, wird das alles noch schlimmer. Darum müssen die heute lebenden Zeitzeugen alles tun, um sich gegen solche Lügen zu wehren. Auch wenn es nur im bescheidenen Maße möglich ist.

 

Diesen Beitrag findet man in der Mediathek von

 

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