Wenn die DDR wirklich 70 Jahre alt geworden wäre ???

Sperrbildschirm Handy Kopie

 

Als die DDR untergegangen ist, gab es keine Computer für zu Hause, kein Internet und keine Handys, bzw. Smartphones. Heutzutage bedienen wir uns des technischen Fortschritts, um unsere Gedanken zu verbreiten und an die DDR zu erinnern. Wir nutzen das Internet, um, zumindest in bescheidenem Maße, etwas der Geschichtsfälschung und antikommunistischen Propaganda entgegenzusetzen.

Gäbe es diesen technischen Fortschritt auch, wenn es die DDR noch gäbe? Gäbe es diesen technischen Fortschritt auch in der DDR? Wir wissen, wie dürftig das Telefonnetz der DDR war. Dieses stammte noch aus den 1920er Jahren. Die DDR hatte kein Geld für die Modernisierung. Was, wenn das Internet gekommen wäre? Vermutlich hätte es das Internet für jedermann genauso wenig gegeben, wie das Telefon. Möglicherweise hätte es Internetcafes gegeben, in Schulen, Büchereien, Firmen, auf der Post usw. hätte es öffentliche Internetzugänge gegeben.

Handys und Smartphones? Das mobile Internet? Vielleicht wäre die DDR ein Land der Handys geworden? Ablegte Handys und Smartphones aus dem Westen hätte man in „A & V“-Läden erwerben können. Vielleicht hätte „Robotron“ ein Smartphone herausgebracht. Aber dann sicher unbezahlbar für Otto Normalo und Lieschen Müller.

Wer wäre Telekommunikationsanbieter? Immernoch die Deutsche Post oder wäre ein Telekommunikationskonzern, äh ein Telekommunikationskombinat entstanden?

Wären westliche Internetseiten zugänglich gewesen oder wären sie weitestgehend gesperrt gewesen?

Hätte es „Facebook“ auch in der DDR gegeben oder hätte nur das russische „VK“ zur Verfügung gestanden? Wie wäre es mit Twitter? Mit WordPress u.a.? Internetdienste aus den USA, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Was wäre mit der Software? Heute ist Microsoft Office die gängige Software. Wie hätte man das in der DDR gehandhabt? Vieles ist auf Servern in den USA abgelegt. Wie wäre das alles gehandhabt worden?

Vielleicht wäre es wie in Nordkorea gekommen. Kein Internet für die Bevölkerung. Aber ob das so durchsetzbar gewesen wäre?

Fragen über Fragen.

2 Gedanken zu “Wenn die DDR wirklich 70 Jahre alt geworden wäre ???

  1. Technik und Technologie der DDR waren im Weltmarktvergleich hochentwickelt. Den Beweis hat das internationale Kapital 1990/91 selbst angetreten: Mikroelekrtonik Erfurt, Robotron Dresden, Sömmerda und Kölleda wurden von AMD, IBM, Intel und Siemens für symbolische 1-DM-Treuhand-Geschenke angenommen. Die Neubaugebiete waren von der Planung bis zur Fertigstellung mit Telefonleitungen versehen (in jeder Neubauwohnung ab 1976 gab es eine TAE-Dose, die Schaltkästen hingen in den Kellern). Und abgesehen von den großen Rechenanlagen (https://giskoesgedanken.wordpress.com/2017/12/31/mein-erster-computer/) wurde ab den 80ern bei robotron auch ein Heimcomputer entwickelt – im Handel ab 1000 Mark, anzuschließen an einen handelsüblichen Fernseher.

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  2. Wenn die DDR wirklich 70 Jahre alt geworden wäre???

    Für mich sind all deine Fragen (ohne das du mich wieder mit Bahro vergleichst) ganz leicht zu beantworten.
    Nach meiner Meinung, hätte die DDR technologisch und wirtschaftlich mit den westlichen Staaten mithalten können, hätte die SED Walter Ulbrichts Politik vom „Neuen Ökonomischen System der Planung und Leitung der Wirtschaftspolitik und der Wirtschaft“, die den Aufbau und die technologische Weiterentwicklung der ökonomischen Grundlagen voran gebracht hatte, beibehalten hätte. All diese Fragen bräuchte man sich heute nicht zu stellen. (Meine Überzeugung)
    Leider war das nicht möglich, weil von Moskau und schließlich auch von der SED, eine andere Wirtschaftspolitik (Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik) vertreten wurde. Hinzu kamen noch andere schwerwiegende Fehler, die nach dem Verlassen des Leninschen Kurses, ab 1956, gemacht wurden.
    Kurz, – nach Verlassen des Leninschen Kurses, den die Sowjetunion noch bis 1953 beschritt, – den sie auch den Sieg über Nazi-Deutschland zu verdanken hat, – hatte der Sozialismus keine Chance mehr, siegreich aus dem aufgezwungenen „Kalten Krieg“ hervorzugehen.
    Die Klassenauseinandersetzung hatte sich von nun an, auch in die sozialistischen Staaten verlagert – Kommunisten gegen Revisionisten.

    Siehe dazu auch: Die revisionistische Linie des 20. Parteitags der KPdSU (1956) und die grundlegenden Fehler der berechtigten Kritik der KP Chinas (1963)
    https://saschasweltsicht.wordpress.com/2018/12/17/die-revisionistische-linie-des-20-parteitags-der-kpdsu-1956-und-die-grundlegenden-fehler-der-berechtigten-kritik-der-kp-chinas-1963-vorbemerkung-und-einleitung/

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