Mahnschreiben

In meinen Blogs, bzw. Websites benutze ich Bilder und Texte von verschiednen Medien, selbstverständlich mit Quellenangabe. U.a. auch von der RHEIN-ZEITUNG und und deren für mich zuständigen Heimatausgabe OEFFENTLICHER ANZEIGER. Das tue ich seit Jahren.

Meine Seiten und Blogs sind mein Hobby und ich verdiene kein Geld damit. Doch das wird mir unterstellt. Die zuständige Dame von der RHEIN-ZEITUNG hält es nicht für nötig zu versuchen das im Guten zu klären. Sie kommt gleich mit dem formellen juristischen Schreiben an.

Ich habe hier Beiträge veröffentlicht, wo ich meinen Unmut über Zeitzeugen der DDR-Geschichte geäußert habe, über welche die RHEIN-ZEITUNG berichtet hat. Ich vermute, dass sich diese Leute über mich beschwert haben. Vermutlich können sie nicht anders juristisch gegen mich vorgehen. So wird wohl das Urheberrecht vorgeschoben.

Ich bin seit Jahren Abonnentin der RHEIN-ZEITUNG, bzw. deren Heimatausgabe OEFFENTLICHER ANZEIGER. Auf diesen Vorfall hin habe ich mein Zeitungsabo gekündigt. Ich bezahle nicht mein gutes Geld dafür, dass Mahnschreiben an mich gerichtet werden. Vorab habe ich mich bei der Abo-Verwaltung telefonisch gemeldet. Die Dame war sehr nett und findet das auch nicht in Ordnung mit dem formaljuristischen Mahnschreiben. Allerdings ist sie dafür nicht zuständig, will es aber weitergeben.

Spekulation auf das Ende von Nordkorea am Bespiel von Deutschland mit dem Ende der DDR

Anders als damals zwischen der DDR und der BRD, haben Verwandte zwischen Nord- und Südkorea keinerlei Möglichkeit Kontakt zueinander zu halten. Nicht mal Briefe schreiben ist möglich. Es gibt nicht mal eine Postverbindung.

DER SPIEGEL beschreibt die Situation zweier Brüder. Durch eine der seltenen Ausnahmen, wenn es Aktionen gibt, wo sich Verwandte zwischen Nord- und Südkorea begegnen dürfen, konnten sich die zwei Brüder wiedersehen.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Der Grenzbahnhof ist außer Funktion, wird aber noch unterhalten. Es gibt keinen Zugverkehr zwischen Nord- und Südkorea.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Formell herrscht zwischen Nord- und Südkorea noch der Kriegszustand. Die Kämpfe wurden 1953 durch einen Waffenstillstand beendet.

Siehe Koreakrieg

Südkoreaner Lee Su-nam am Grenzfluss zum Norden
Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

In Südkorea wurde 1949 das „Komitee für die Fünf Nördlichen Provinzen“ gegründet. Diese Behörde residiert in Seoul. Die hoffen auf eine sogenannte Vereinigung der beiden Koreas. Dort arbeiten 41 Beamte und außerdem haben dort fünf Gouverneure dort ihre Büros. Sie halten sich dazu bereit, dass Nordkorea irgendwann aufhört zu bestehen. Jeder von ihnen ist mit einem Jahresgehalt von rund 130 000 Dollar plus Fahrer ausgestattet. Unterstützt werden sie von 97 ehrenamtlichen Bürgermeistern. Im SPIEGEL-Artikel wird eingeschätzt, dass diese Beamten nicht so bald die „nördlichen Provinzen“ betreten und ihre Ämter antreten werden. Man hält diese Leute für „Torwächter der Vergangenheit“. Nun ja, das Ende der DDR und die Übernahme durch die BRD hatte man, selbst in konservativen Kreisen, für unrealistisch gehalten. Und doch es ist anders gekommen.

Die Geschichte der beiden Brüder drückt auf die Tränendrüse und es wird auf das Ende der DDR verwiesen („Mauerfall“). Man hofft, dass Korea den gleichen Weg nimmt.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Anders als zwischen den beiden deutschen Staaten, wo die BRD an einer Besuchsregelung interessiert war, da sie diese Besuche in ihr Propagandakonzept integrieren konnte, hat man in Südkorea dieses Interesse nicht. Besuche würden ja auch Devisen ins Land bringen. Während man das bei der DDR einkalkuliert hatte, denn es gab ja Wirtschaftsbeziehungen, ist man an solchen Geldeinnahmen seitens Nordkoreas nicht interessiert. Da sind ja alle Verbindungen gekappt. Südkorea steht ohnehin unter dem Einfluss der USA.

2018 gab es einen Hoffnungsschimmer. Im Zusammenhang mit den olympischen Spielen gab es Verhandlungen zwischen dem nordkoreanischen Regierungschef Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon.  Doch diese Verhandlungen sind nicht weitergeführt worden.

Nordkoreas Regierungschef Kim Jon Un und Südkoreas Präsident Moon
Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Da in diesem Artikel auf die Tränendrüse gedrückt wird, wird vom Nachdenken darüber abgelenkt, wozu in Südkorea das „Komitee für die Fünf Nördlichen Provinzen“ unterhalten wird und warum es zu keiner Einigung zwischen den beiden Koreas kommt, zwischenmenschliche Besuche, Post- und Reiseverbindungen zu ermöglichen.

Entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 / 02.01.2021, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus DER SPIEGEL