Vorkommnisse an der Staatsgrenze der DDR zur BRD

Bericht des Zeitzeugen Karl-Heinz Schulze

Karl-Heinz Schulze

Ich selber hatte an der Staatsgrenze der BRD zur DDR erlebt wie Schulklassen mit Bussen zur Besichtigung des „eisernen Vorhangs“ angereist wurden und wie schon Kinder und heranwachsende Jugendliche uns Scheißhausparolen ihrer Organisatoren entgegenriefen.

Voll der Nazipsychologie erst noch sanft und weich, wie „Deutsche schießt nicht auf Deutsche!“. Von uns hatte keiner die Absicht auf diese Leute zu schießen. Man warf sogar Zigarettenschachteln in Richtung Grenzzaun und rief uns zu: „ Kommt doch rüber! 

Da die Grenzsoldaten sich an die Dienstvorschriften hielten, weder vorneweg geschossen oder anders böswillig reagiert hatten wurde sich etwas eingefallen gelassen.

Dann waren wir Russenschweine, undeutsche Verbrecher Halunken und was es da für Nettigkeiten alles gab.

Es gab jedoch nicht nur die Schulklassen. Es gab auch regelrechte Familienausflüge mit Picknickkorb, Käffchen und Kuchen wo wir eingeladen wurden. „Wir wollen doch mit euch als Deutsche unter Deutsche reden.“

Das alles waren noch relativ harmlose Begegnungen.

Die Härte waren organisierte Großaufmärsche der faschistischen Wikingjugend an der Grenze wo es noch nicht wieder weiter gen Ost gehen konnte wie nach 1992. Ja uns den Grenzsoldaten war die DDR anvertraut worden, um diese zu beschützen.

Jedoch für den Realitätsverlust und den tieferem Verrat an die edlen Ziele des Sozialismus waren unsere alten Herren und 2 Frauen verantwortlich, ohne dabei die Augen vor den neuen Realitäten verschließen zu wollen welche sich 1989 bis 1990 herausgebildet hatten. Hier muss ich beenden ohne den Genossen Stalin zitieren zu wollen.

 Ergänzung und Korrektur von Karl-Heinz Schulze

Es waren nicht die Vorkommnisse an der Staatsgrenze der DDR zur BRD, sondern Vorkommnisse der BRD an der Staatsgrenze zur DDR welche bis Heute immer noch falsch als innerdeutsche Grenze bezeichnet wird. Bitte verdrehe hier meinen Originaltext nicht. Den Grenzsoldaten war es unter Androhung von Disziplinarstrafen verboten Bürger der BRD und deren Organe zu provozieren. Weiterhin weise ich darauf hin dass in Wikipedia einige Angaben zum Ab- oder Umbau der SM 70 Sperranlagen nicht der zeitlichen Wahrheit entsprechen. Schon Ende der 1970ger Jahre wurde mit dem Beräumen der Erdminenfelder durch Sprengung begonnen (Elbehochwasser und Aland und Jeetze) Auch hier muss auf geschichtliche Genauigkeit geachtet werden. Dazu kamen eine entsprechende Dislozierung der Streitkräfte der SU und der NVA entsprechend der uns bekannten Angriffspläne der USNATO in der angegebenen NATO-Hauptkampfrichtung in der norddeutschen Tiefebene nach Berlin um die DDR Regierung in ihrer Handlungsfähigkeit auszuschließen. Bekanntlich gab es im NATO Hauptquartier in Brüssel mehr als eine Kompanie von Aufklärern über die Nato Kriegsziele. Übrigens saßen im Kabinett von Helmut Kohl auch genügend TratschTanten und Wichtigtuer. Dies zu erkennen war auch eine wichtige Aufgabe bis Heute.

2 Kommentare zu „Vorkommnisse an der Staatsgrenze der DDR zur BRD

  1. Es reicht nicht, dass man Nazi-Erbgut (die Selbstschussanlagen) nutzte, um das eigene Volk zu vernichten, nein, man stellt sich auch heute noch so hin, als hätte man den Frieden gerettet. Jeder normal denkende Mensch hat erkannt, gegen wen die Selbstschussanlagen gerichtet waren. Man musste ja nur darauf achten, auf welcher Seite des Grenzzaunes diese angebracht waren.
    Versucht Euch nicht als Gutmenschen hin zu stellen, als die, welche dafür gesorgt haben, das man in der DDR „nachts ruhig schlafen“ konnte. Einfach nur lächerlich.
    Ihr wart – neben den Stasi-Ratten – mit dafür verantwortlich, dass Zehntausende von DDR-Bürgern in Haft mussten, nur, weil sie in Freiheit leben wollten. Aber für Euch sind das ja alles „Kriminelle“. Aber auch das haben wir Euch versalzen, denn der Ausdruck „Kriminelle“ kann ganz schön teuer werden und dann ganz andere als „Kriminelle“ – lt. Strafregisterauszug – identifizieren.
    Spielt Euch nicht so auf, Ihr Helden.

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