Der Fall Sylke Glaser

Sylke Glaser ist eine DDR-Gegnerin. Gnadenlos hat sie tatsächliche Schwachpunkte ausgenutzt, um gegen die DDR und den Sozialismus als System zu hetzen. Durch Leute, wie sie, konnten ehrliche Bürgerinnen und Bürger berechtigte Kritik nicht anbringen.

  • A, um nicht in den Verdacht zu geraten zu diesen Leuten zu gehören und
  • B, die Kritik nicht ernstgenommen worden wäre, da diese von diesen Leuten missbraucht wurde, um gegen die DDR und den Sozialismus als System zu agieren.

Frau Glaser hat einen Brief an den Bürgermeister von Rostock geschrieben.

Brief an Bürgermeister von Rostock

Recht hat Frau Glaser mit folgenden Punkten:

  • Leute, die bereits in die BRD, bzw. Westberlin übergesiedelt waren durften nicht wieder in die DDR zurückkehren. Mit ihrer Bemerkung, dass das die beste Anti-Westen-Propaganda wäre, hat sie allerdings auch Recht.
  • Dass Qualitätsprodukte in den Westen exportiert wurden und für die Bürgerinnen und Bürger der DDR die Mangelwirtschaft alltäglich war.
  • Die verfehlte Medienpolitik der DDR ist ein „gefundenes Fressen“ für Frau Glaser und ihre Kumpels. Die Kirchen haben da eingehakt, da sie Sonderfreiheiten hatten. So waren sie ein Vehikel für die Gegnerschaft der DDR und der späteren Konterrevolutionäre.

Widersprüche und Unsinn sind folgende Punkte:

  • Frau Glaser bemängelt, dass Losungen für den 1. Mai vorgegeben waren. Nun ja, in der DDR gab es zumindest mehrere Losungen, während es heute nur, jährlich wechselnd, eine Losung gibt. Vermutlich interessiert sich Frau Glaser heute nicht mehr für den 1. Mai.
  • Das pauschale „Keine Meinungsfreiheit“. Natürlich kann man darüber streiten, was mit der Meinungsfreiheit abgedeckt ist und wo Beleidigungen und Drohungen anfangen. Man kann kritisch sehen, dass in der DDR der Rahmen eng abgesteckt war. Doch was heute unter die Meinungsfreiheit fällt, ist manchmal grenzwertig, wie z.B. rückdatierte Todesdrohungen.
  • Einerseits beklagt Frau Glaser, dass es zu wenig Ärzte in Wismar gab. Anderseits erklärt sie, dass die Ärzte auswandern wollten. Na warum beklagt sie nicht, dass die Ärzte nicht an ihre Patienten dachten? Dass es heute, insbesondere auf dem Land, zu wenig Ärzte gibt, interessiert Frau Glaser wohl nicht mehr.
  • Das alte Dilemma mit der fehlenden Reisefreiheit. Aber mit welchem Geld wollte Frau Glaser u.a. reisen? Es war nicht möglich die Reisenden mit genügend Devisen auszustatten. Leute im Rentenalter die reisen durften bekamen nur ein Wegegeld von 15.- Mark umgetauscht. Sie waren dann auf die Gastfreundschaft ihrer Verwandten angewiesen. Wer keine Verwandten im Westen hatte konnte auch im Rentenalter aus finanziellen Gründen nicht reisen. Frau Glaser bemängelt auch angebotene Reisen, die für „Otto Normalo“ und „Lieschen Müller“ zu teuer waren. Nun ja, dass sich heute viele Menschen keinen Urlaub leisten können, interessiert Frau Glaser vermutlich auch nicht mehr.
  • Frau Glaser beklagt, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht früher in Rente gehen können. Nun sind andere sozialistische Länder gut genug, um als Beispiel zu dienen. Heute, da das Rentenalter hoch geschraubt worden ist und es in Zukunft vermutlich noch höher geschraubt wird, die gesetzliche Rente immer mehr auf ein Minimum heruntergefahren oder womöglich ganz abgeschafft wird, interessiert Frau Glaser wohl auch nicht mehr.

Handschriftenvergleich Sylke Glaser

Handschriftenvergleich Sylke Glaser

Frau Glaser gibt dies als Eigendichtung aus und verwendet dies gegen die DDR. Der Text stammt aber von Rio Reiser und ist Kritik am Kapitalismus und der BRD.

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Flugblätter

Viel Arbeit und Energie hat Frau Glaser in diese Flugblätter gesteckt. Alle per Hand verfasst und mangels Kopiermöglichkeit alle immer wieder abgeschrieben. Wenn man so viel Zeit, Arbeit und Energie da hineinsteckt, muss der Hass auf die DDR groß gewesen sein.

Brief an das MfS

Brief an das MfS

Na da hat Frau Glaser sich was getraut und fühlte sich sehr sicher. Sie schrieb direkt an das MfS. Glaubte sie, man könnte sie nicht ausfindig machen. Da hat sie sich aber geirrt.

Zum Inhalt des Briefes:

  • Gnadenlos nutzt sie hier die verfehlte Medienpolitik der DDR aus. Sie hat nun Verbindungen mit Leuten aus der BRD aufgenommen. Sie führt Kirchenzeitungen an, die nun unter Ausnutzung der diesbezüglichen Schwäche der DDR, dies im Sinne der späteren Konterrevolutionäre ausnutzen und den Leuten vormachen die Lücke zu schließen, die in der offiziellen Medienlandschaft der DDR klafft.
  • Neben denen, die ausreisen durften, führt Frau Glaser diejenigen an, die in der DDR bleiben wollten, um weiter zu agieren. Schließlich hatten diese Leute Erfolg. Diese Tatsache hat das MfS als zu harmlos angesehen und dies nur als Hirngespinste einer, bzw. einzelnen Personen gehalten.

Haftbefehl Sylke Glaser

Haftbefehl Sylke Glaser

Zunächst kommt Frau Glaser mit einer Verwarnung, bzw. Ordnungswidrigkeit und einer Geldstrafe davon. Doch sie macht unbeirrt weiter. Dann erst greift das Strafrecht und sie ist aus dem Verkehr gezogen worden, damit sie nicht weitermachen kann.

Kassiber

Kassiber

Ein Kassiber aus der Untersuchungshaft. Ob es sich so zugetragen hat ist fraglich.

GErichtsurteil Sylke Galser

Frau Glaser ist wegen „öffentlicher Herabwürdigung“ verurteilt worden. Diese Bezeichnung für diesen § ist aus heutiger Sicht unglücklich und „Futter“ für die „Aufarbeiter“ und die offizielle Geschichtsschreibung. Das klingt so ähnlich wie „Majestätsbeleidigung“. So entsteht der Eindruck, dass die Leute wegen einer relativ harmlosen Sache unverhältnismäßig hohe Strafen bekommen hätten. „Staatsgefährdung“, „Staatsgefährdende Aktivitäten“ u.ä. würden solche Taten besser erfassen.

Das Leben der Frau Glaser wird kurz beschrieben. Sie war in der Ausbildung zur Kindergärtnerin, wollte aber abbrechen, da sie ein anderes Erziehungsziel sah, als gelehrt wurde. Man ließ sie erst nicht abbrechen, aber dann flog sie aus disziplinarischen Gründen von der pädagogischen Fachschule. Sie ging keiner geregelten Arbeit nach. Eine Bewerbung als Kassiererin bei der Kreisfilmstelle scheiterte, weil Papiere fehlten.

Dann wird die ablehnende Haltung zur DDR genannt und dass sie Verbindungen zu Bekannten in der BRD hat. Auch ein Heiratskandidat ist darunter, so dass sie einen Ausreiseantrag über Heirat anstrebt.

Frau Glaser wollte eine Straftat begehen, um vom Gefängnis aus einen Ausreiseantrag zu stellen. Sie glaubt, so schneller in die BRD zu gelangen. Doch sie bekommt nur eine Ordnungsstrafe. Daraufhin macht Frau Glaser weiter, um nun wirklich straffällig zu werden, um ihr Vorhaben doch noch durchzusetzen.

Nun werden die Schreiben der Frau Glaser in der Urteilsbegründung genannt. Das Gedicht des „Veränderns der Welt“ hat Frau Glaser als Eigendichtung ausgegeben. In Wahrheit handelt es sich um einen Liedtext von Rio Reiser, den Frau Glaser geklaut hat. Das hatten das Gericht und zuvor die Ermittlungsbehörden nicht bemerkt. Auch heute, wo das Urheberrecht so wichtig genommen wird, beachten das die „Aufarbeiter“, bzw. die offizielle Geschichtsschreibung nicht.

Heute dient der Fall Sylke Glaser als Lehrmaterial im Sinne der heutigen offiziellen Geschichtsschreibung. Volksverdummung anstatt Volksbildung.

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Sylke Glaser als Lehrthema heute


Der Beitrag im Schwesterblog „Keine Eigendichtung“ gibt den ersten Eindruck nach der unvollständigen Präsentation der BStU auf ihrer Facebook-Seite wieder.

Dokumente entnommen aus der „Stasi“-Mediathek der BStU

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Wen wundert´s? Rechte Tendenzen in der Bundeswehr

Die „Rhein-Zeitung“ tut in ihrer Ausgabe vom 10.05.2017 so, als müsse man sich wundern.

Rhein-Zeitung 10.05.2917 zu rechte Tendenzen in der Bundeswehr

Artikel aus der „Rhein-Zeitung“ vom 10.05.2017 als PDF-Datei:

Rhein-Zeitung 10.05.2917 zu rechte Tendenzen in der Bundeswehr

Doch geht aus dem Artikel hervor, was wir schon lange wissen. Die Bundeswehr wurde ja schließlich mit Personal aus der Nazi-Wehrmacht aufgebaut. DIE TROMMLER hat im Beitrag zur NVA auch einen Blick auf die Bundeswehr geworfen. Die Gründung und der Beginn der Bundeswehr standen im Gegensatz zu denen der NVA. Hier ein Ausschnitt aus dem Beitrag von DIE TROMMLER.

Ausscnitt aus DIE TROMMLER Artikel zu NVA

Ausschnitt aus dem Beitrag von DIE TROMMLER. Den Beitrag findet man im Schwesterblog DIE TROMMLER-ARCHIV. Man kann auch auf das Bild mit dem Textausschnitt klicken, um zum gesamten Beitrag zu kommen.

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Da hat sich die BStU wieder was geleistet…..

Kalter Krieg und "Entspannungspolitik"

Die BStU, als staatliche Behörde, verherrlicht Rowdytum als Widerstand.  Nichts wird ausgelassen, um Geschichtsfälschung zu betreiben.

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Bildunterschrift der BStU:

„Zwei Jugendliche brachten 1962 systemkritische Losungen in einer Schule in Gnoien an und drapierten ein Skelett mit dem Bild des SED-Chefs Walter Ulbricht. Sie wurden verhaftet und zu je 16 Monaten Haft verurteilt.Quelle: BStU, MfS, BV Neubrandenburg, AU, Nr. 1934/62, Bl. 73“

Bildquelle BStU, Bild ist entsprechend verlinkt

Wir schimpfen über Zerstörungswut, insbesondere von Jugendlichen. Hier wird Zerstörungswut als Widerstandshandlung hochstilisiert, weil sie seinerzeit in der DDR stattfand. Dort war man zumindest in der Lage solche Randalierer dingfest zu machen, während in westlichen Ländern und nun heute fast überall das nur noch ein Fall für die Versicherung ist und nicht mehr ernsthaft verfolgt wird.
Es wäre interessant zu wissen, was passiert, wenn man in einer Schule ein Skelett mit einem Bild von Merkel aufstellt. Schulverweis ist auf jeden Fall sicher. In einem solchen Fall würde auch das Strafrecht greifen. Böhmermann…

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08. Februar – Ehrentag des MfS

Zum diesjährigen Ehrentag des MfS beschäftigt sich DIE TROMMLER mit den IM des MfS.

Die Trommler - Archiv

Das Thema MfS(der Geheimdienst der DDR) hat eine große Palette mit Unterthemen. Daher widmet DIE TROMMLER sich jedes Jahr in der Februarausgabe dem MfS(Ministerium für Staatssicherheit).

Der Ehrentag des MfS ist der 08. Februar.

Dieses Jahr beschäftigt sich DIE TROMMLER mit den IM(inoffizielle oder informelle Mitarbeiter des MfS).

Weitere Beiträge zum Thema MfS siehe Kategorie MfS in diesem Blog

oder im die Kategorie MfS im Schwesterblog  „Was war die DDR?“

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Kalenderblatt

Buchtitel %22Die Sicherheit%22 Kopie 2

08. Februar ist der Ehrentag des MfS.

Auszug aus dem Buch „Die Sicherheit“ zum Thema IM.

im

Die Trommler - Archiv

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Ehrentag des MfS

MfS-Logo JEPG

siehe Infos zum Thema auf diesem Blog und dem Schwesterblog „Was war die DDR?“

Ebenfalls Infos zum Thema:

bei

MfS-Insider.de

Insider Logo

und

Logo Kundschafter fordern Recht

 Initiativgruppe Kundschafter des Friedens fordern Recht

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Die Minister für Staatssicherheit/Erich Mielke

Personenbeschreibung:
Erich Mielke

Die Trommler - Archiv

Erich Fritz Emil Mielke, geboren am 28. Dezember 1907 in Berlin, gestorben am 21. Mai 2000 in Berlin, war dem nach dem Rücktritt Ernst Wollwebers ab 1957 Minister für Staatssicherheit der DDR.

Erich Mielke wuchs in Berlin-Wedding als Sohn eines Stellmachers in einem proletarischen Umfeld auf. Die sechsköpfige Familie – Mielke hatte drei Geschwister – bewohnte eine 30-Quadratmeter-Wohnung. Seine Eltern zählten 1918 zu den Gründungsmitgliedern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) Infolge einer Begabtenauswahl erhielt Mielke 1923 einen Freiplatz am Köllnischen Gymnasium. Er verließ die Schule wegen Schwierigkeiten beim Erlernen der klassischen Sprachen bereits nach einem Jahr und absolvierte anschließend bis 1927 eine Lehre als Speditionskaufmann. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung arbeitete Mielke zuletzt bei einer Firma des Siemens-Konzerns, die ihn im Januar 1931 wegen eines Arbeitskampfs entließ.

Erich Mielke (1976) Erich Mielke (1976)

Bildquelle:„Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons…

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Bestandsaufnahme des MfS vom 13.10.1989 zum NEUEN FORUM

Leider ist das Dokument unvollständig.

 

Zu diesem Zeitpunkt war bereits alles zu spät. Die Politik war handlungsunfähig. So erfolgten keine Konsequenzen. Die Partei der Arbeiterklasse war keine solche mehr und konnte folglich die Arbeiterklasse nicht mehr vertreten. Die alten Kämpfer wurden später ausgeschlossen. Und was dann für Personal folgte, kennen wir ja alle. Viele kritisieren, dass die „Alten“ solange an der Spitze waren. Wären die „Alten“ früher in den wohlverdienten Ruhestand gegangen, wäre nichts besser geworden. Man muss auch sehen, dass in der „zweiten Reihe“ mehr oder minder Karrieristen vertreten waren, denen das Wohl der DDR nicht am Herzen lag. Das MfS konnte nur Bestandsaufnahmen anfertigen. Die Politik hat nicht reagiert.

 

Diesen Umstand nutzte das NEUE FORUM für sich aus. So setzten viele ehrliche Leute ihre Hoffnung in das NEUE FORUM, da die SED und ihre befreundeten Parteien handlungsunfähig geworden sind.

Nach dem Sieg der Konterrevolution ist das NEUE FORUM nicht mehr gebraucht worden.

Näheres zum NEUEN FORUM: siehe in DIE TROMMLER-ARCHIV.