100. Jahrestag der Oktoberrevolution: Wie geht eine bürgerliche Zeitung damit um?

Als ich meine Heimatzeitung,Titel Öffentlicher

die eine Regionalausgabe der Schriftzug Rhein-Zeitung ist, aus dem Briefkasten holte, war ich zunächst erfreut. Der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution wird auch in einem bürgerlichen Blatt gewürdigt?

Oktoberrevolution RZ 1

Liest man sich den Text durch, merkt man schnell, dass von Würdigung keine Rede sein kann.

 

Hier findet man den ganzen Text. In der Zeitung auf Seite 2. Letztendlich bleibt das antikommunistische Gesülze übrig, wie wir es seit Jahr und Tag kennen. Insbesondere in den Alt-Bundesländern Deutschlands u.a. westlichen Ländern kennen wir ja das noch länger.

RZ Oktoberrevolution 2

Der besseren Lesbarkeit halber hier nochmal der Text aus obigem Artikel:

Warum Putin mit Lenin hadert

Oktoberrevolution Vor 100 Jahren erschüttern die Russen die Weltordnung – Millionen Opfer

Von Friedemann Kohler

St. Petersburg. Die Revolution siegt wieder im Winterpalast von St. Petersburg. Eine weiße Marmortreppe, über die einst die russischen Zaren schritten, wird überragt von einem riesigen Arbeiter. Drohend schwingt er den Hammer. Rote Banner überstrahlen die kostbaren französischen Wandteppiche in dem Palast, der heute das weltbekannte Museum Eremitage beherbergt. Vor 100 Jahren vollzog sich in diesen langen Korridoren Geschichte. Am 25. Oktober 1917 (7. November 1917 nach neuem Kalender) besetzten kommunistische Soldaten und Matrosen Brücken und andere wichtige Punkte im damaligen Petrograd. Eine Nacht später drangen sie in den Winterpalast ein. Dort saß seit der Februarrevolution acht Monate vorher schon nicht mehr Zar Nikolaus II., sondern nur noch eine schwache Übergangsregierung.

Radikale Linke übernahm die Macht in Russland

In einem Handstreich, verklärt zur „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“, übernahm der radikalste Flügel der russischen Linken die Macht: die Partei der Bolschewiki unter Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924). Eine welthistorische Zäsur: Der erste sozialistische Staat entstand. Aus Russland wurde 1922 die Sowjetunion. Der Beginn eines jahrzehntelangen Wettbewerbs der Systeme. Doch die Sowjetunion zerfiel 1991, und im heutigen Russland ist die Ausstellung „1917“ der Eremitage die wohl eindrücklichste Erinnerung an den Roten Oktober. Zum Jahrestag wurde der Palast zur Kulisse eines großen Lichtschau. Ansonsten tut sich das Land schwer mit 1917. Einerseits kostete die kommunistische Herrschaft Millionen Menschen das Leben, vor allem unter dem Diktator Josef Stalin (1878–1953). Andererseits trauern immer noch viele Russen bis hinauf zu Präsident Wladimir Putin der verlorenen Größe der Sowjetunion nach.

Die Stätten der Oktoberrevolution lassen sich in St. Petersburg zu Fuß erlaufen. Vor dem Smolny-Institut steht immer noch ein berühmtes Lenin-Denkmal. Gebieterisch weist der Revolutionsführer in die Ferne: In eine lichte Zukunft? Oder zum Winterpalast?

Im Smolny hatten der Petrograder Rat der Arbeiter und Soldaten und das militärrevolutionäre Komitee ihren Sitz. Von hier steuerte Lenin seine Machtübernahme. Im russischen Doppelrevolutionsjahr 1917 agierte er von allen Politikern am entschlossensten. Im Februar war der Zar gestürzt worden, doch die folgende provisorische Regierung war zerstritten. Vor allem beendete sie nicht den Krieg gegen das deutsche Kaiserreich. Lenin versprach den Arbeitern Brot, den Bauern Land und allen zusammen Frieden. Historiker sind sich einig, dass weniger der Umsturz von 1917, sondern die Festigung der Macht im blutigen Bürgerkrieg bis 1922 der eigentliche Erfolg der Bolschewiki war. An dem militärischen Sieg hatte Kriegskommissar Leo Trotzki (1879–1940) großen Anteil.

Als Motto für das Gedenkjahr 2017 hat der Kreml die nationale Einheit ausgegeben, die Versöhnung zwischen den einstigen Bürgerkriegsgegnern, zwischen Roten und Weißen. Für Wladimir Putin ist Lenin einer der großen Zerstörer in der russischen Geschichte. „Lenin hat eine Atombombe unter das Gebäude gelegt, das Russland heißt, und die ist dann explodiert“, sagte er 2016. Gemeint war die Aufteilung der Sowjetunion in Republiken wie die Ukraine oder Weißrussland, die beim Zerfall des Riesenreichs eigenständige Staaten wurden. „Hätte man sich nicht ohne Revolution, sondern auf evolutionärem Weg weiterentwickeln können?“, fragte er klagend.

Kremlchef Putin fürchtet sich vor einer Revolte

Putin tut sich leichter mit Stalin, dem Sieger im Zweiten Weltkrieg, der die sowjetische Macht erweiterte, meint der Historiker Ilja Kalinin. Zudem sei dem Kremlchef jede Art von Umsturz, von Revolution verdächtig, sagte der Professor der Universität St. Petersburg. „Schon die Idee einer Revolution wird als Nationalverrat gebrandmarkt.“ Der Langzeitpräsident fürchte, dass sich der Volkszorn irgendwann auch gegen seine Herrschaft richten könnte. Dabei sei die Botschaft der russischen Doppelrevolution, dass Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Zu den revolutionären Stätten in Russlands nördlicher Hauptstadt gehört unabänderlich auch die „Aurora“. Der alte Panzerkreuzer liegt als Museumsschiff am nördlichen Ufer des Flusses Newa. Zwei Matrosen aus der nahe gelegenen Kadettenakademie schieben an einem trüben Herbsttag Wache auf Deck. Ein Schuss aus der Bugkanone der „Aurora“ gab am Abend des 25. Oktober das Signal für die Besetzung des Winterpalasts.

Die Revolutionäre drangen in den Prunkbau ein. Im Kleinen Speisesaal nahmen sie die Minister der provisorischen Regierung fest. Ministerpräsident Alexander Kerenski war da schon geflohen. Die Uhr auf dem Kaminsims des Speisesaals soll damals stehen geblieben sein. Ein Jahrhundert standen die Zeiger auf 2.10 Uhr, bis Eremitage-Direktor Michail Piotrowski eine revolutionäre Tat beging: Er setzte das Uhrwerk wieder in Gang.

entnommen aus der „Rhein-Zeitung“ vom 07.11.2017

Ich verweise nun auf Beiträge im Schwesterblog DIE TROMMLER-ARCHIV.

Titelbild Kopie

Logo: DIE TROMMLER

Sieh auch Beiträge aus dem befreundeten Blog „Sascha´s Welt“.

Sascha´s Welt

Logo: „Sascha´s Welt“

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Überlastete Polizei und Justiz im heutigen Deutschland?

Es wäre angebracht, dass sich die Justiz und die Polizei nicht mehr um Kleinigkeiten kümmert, wie Meinungsäußerungen zur Geschichte der DDR, die nicht der offiziellen Geschichtsschreibung entsprechen.
Das würde die Strafverfolgungsbehörden enorm entlasten.

 

RZ 03.08.2017

„Rhein-Zeitung“ vom 03.08.2017

 

 

 

 

Sendestart von Radio Glasnost

Pünktlich im Jahre 1987 als Gorbatschow sein Amt antrat, startete am 22. Juli 1987 „Radio Glasnost – außer Kontrolle“.

Am Ende der 1980er Jahre war das Projekt „Radio Glasnost“ eine der wichtigsten Aktionen der Konterrevolutionäre aus Berlin/DDR in Zusammenarbeit mit aus der DDR ausgebürgerten Konterrevolutionären, die in Westberlin lebten, sowie Unterstützern der Konterrevolutionäre in der DDR.   Der Privatsender „Radio 100“ mit Sitz in Westberlin/Schöneberg stellte den Sendeplatz zur Verfügung.

Bild Radio Glasnost

„Radio Glasnost“ wurde vom Westberliner Radiosender „Radio 100“ ausgestrahlt

 

Quelle BpB/ ARD Kontraste „Auf den Spuren einer Diktatur“, weitere Bildquelle: Website der BStU

 

Die Beiträge wurden aus der DDR nach Westberlin geschmuggelt. Konterrevolutionäre schwätzten ausführlich über ihre Ideen zur „Reform“ der DDR. Wir wissen heute, dass „Reform“ ein negativer Begriff geworden ist und für Sozialabbau, Konterrevolution usw. steht. Die Konterevolutionäre griffen auch den DDR-Alltag auf und machten sich berechtigte Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger der DDR zunutze.

Initiator und Koordinator war der in Westberlin lebende Roland Jahn, heute Chef der BStU, und der „Radio 100“-Redakteur Dieter Rulff.

Ab August 1987 wurde die einstündige Sendung jeden letzten Montag im Monat zwischen 21 und 22 Uhr ausgestrahlt. Schnell erreichte sie ein intensiv zuhörendes Publikum in der DDR. Aber auch der Minister für Staatsicherheit Erich Mielke persönlich informierte alle Diensteinheiten, wie gegen den Sender und die Macher des Programms vorzugehen sei. Dazu gehörte die Installation von Störsendern, die am antifaschistischen Schutzwall positioniert wurden.

 

Vorschau Film MfS Radio Glasnost

Ausschnitt aus dem Schulungsfilm der HA II „Der verfassungsfeindliche Verfassungsschutz“. Den Filmausschnitt kann man auf der BStU-Seite ansehen. Bitte auf´s Vorschaubild oder das Wort BStU-Seite klicken.

 

Am 25.09.1987, zwei Monate nach Ausstrahlung der Pilotsendung, informierte der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke persönlich alle Diensteinheiten über „Radio Glasnost“.

Mielke-Brief Radio GlasnostMielke-Brief Radio Glasnsot Seite 2Beilage Mielke-Brief Radio GlasnsotBeilage Mielke-Brief Radio Glasnost

Der Brief von Erich Mielke steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.

Mielke-Brief Radio Glasnost

 

Bereits am Tag zuvor hatte das Büro des Ministers für Staatssicherheit an die Spitzen der Parteiführung der SED eine Information zu „Radio Glasnost“ versandt. Die Reichweite von „Radio Glasnost“ , das Sprachrohr konterrevolutionärer Kräfte wurde auf einer Karte markiert.

Sendereichweite Radio GlasnostInfo zu Reichweite Radio Glasnost 1Info zu Reichweite Radio Glasnost 2Info zu Reichweite Radio Glasnost 3

siehe PDF-Datei

Sendereichweite Radio Glasnost

 

Die Hauptabteilung XX legte am 03. November 1987 einen ausführlichen Maßnahmeplan gegen die Sendung vor.

Maßnahmeplan gegen Radio GlasnostMaßnahmeplan gegen Radio Glasnsot 2Maßnahmeplan gegen Radio Glasnsot 3

siehe PDF-Datei

Maßnahmeplan gegen Radio Glasnost

 

Entnommen von der Website der BStU, bearbeitet von Petra Reichel

 

Aktuelle Propagandaaktion

Stellvertretend für die aktuelle Propagandaaktion und Spekulationen stelle ich hier den Artikel von „Focus Online“ vor.

Bitte auf das Logo klicken.

Logo Focus Online

 

 

 

 

Das ist genauso eine Propagandaaktion, wie damals während der Existenz der DDR sowie heute im Nachhinein. Da war und ist für Normalbürger/innen unmöglich zu kontrollieren, ob solche Meldungen wahr sind. Heute ist Nordkorea dran. Da ist es erst recht unmöglich den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen zu überprüfen. Hinzu kommt die fremde Kultur und dass es ein z. B. für Europäer/innen ein fremdes Land ist. Nun passt diese Meldung ins Schema, wo die Amis Nordkorea angreifen wollen, obwohl Nordkorea die Atombombe hat. Um Nordkorea mit weiteren Embargos zu überschütten, kommt diese Meldung gerade recht. Erst Embargos verhängen und dann die Not in dem Land beklagen. Was für eine eine Logik. Ich denke der US-Bürger hat nicht nur wegen diesem dummen Plakat so viele Jahre Knast bekommen. Selbst wenn es ein für ein Bild von Kim gewesen wäre, hätte man einen Ausländer eher abgeschoben, falls er dies abgehängt und zerdeppert hätte. Vermutlich ist es um mehr, als nur darum gegangen. Möglicherweise hat er auch spioniert und das Plakat abreißen war eine Nebensache.

Wie dem auch sei, mir tut es für seine Eltern, bzw. seine Familie leid. Für sie ist es ein großer Schmerz.

Fred Warmbier, Vater des 22 Jahre alten US-Studenten Otto Warmbier

Fred Warmbier, Vater des 22 Jahre alten US-Studenten Otto Warmbier

Bild entnommen von Focus Online

 

Eine unabhängige gerichtsmedizinische Untersuchung wäre angebracht. Das wäre auch im Sinne der Angehörigen. Die Todesursache wäre dann klar und für Spekulationen kein Raum mehr.

Nachtrag:

Die Familie von Otto Warmbier lehnt eine Obduktion ab. Schade, nun wird der Tod von Otto Warmbier niemals aufgeklärt.

siehe (bitte auf´s  Logo klicken)Logo DIE WELT N24

 

 

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Da hat sich die BStU wieder was geleistet…..

Kalter Krieg und "Entspannungspolitik"

Die BStU, als staatliche Behörde, verherrlicht Rowdytum als Widerstand.  Nichts wird ausgelassen, um Geschichtsfälschung zu betreiben.

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Bildunterschrift der BStU:

„Zwei Jugendliche brachten 1962 systemkritische Losungen in einer Schule in Gnoien an und drapierten ein Skelett mit dem Bild des SED-Chefs Walter Ulbricht. Sie wurden verhaftet und zu je 16 Monaten Haft verurteilt.Quelle: BStU, MfS, BV Neubrandenburg, AU, Nr. 1934/62, Bl. 73“

Bildquelle BStU, Bild ist entsprechend verlinkt

Wir schimpfen über Zerstörungswut, insbesondere von Jugendlichen. Hier wird Zerstörungswut als Widerstandshandlung hochstilisiert, weil sie seinerzeit in der DDR stattfand. Dort war man zumindest in der Lage solche Randalierer dingfest zu machen, während in westlichen Ländern und nun heute fast überall das nur noch ein Fall für die Versicherung ist und nicht mehr ernsthaft verfolgt wird.
Es wäre interessant zu wissen, was passiert, wenn man in einer Schule ein Skelett mit einem Bild von Merkel aufstellt. Schulverweis ist auf jeden Fall sicher. In einem solchen Fall würde auch das Strafrecht greifen. Böhmermann…

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Geschlossene venerologische Stationen für Frauen in der DDR : Was sagt die Bundesregierung dazu?

Gastbeitrag von Xon A Tas

 

Vielleicht interessiert ja auch noch, was die Bundesregierung dazu schrieb. Nachfolgend Auszug aus Frage-Antwort -Spiel: Frage einiger Abgeordneter:: „Hat die Bundesregierung Kenntnisse über Personen, die sich an Misshandlungen in den geschlossenen venerologischen Stationen der DDR beteiligt haben sollen, und sind Behandlungs- und andere Unterlagen gesichert?“

Antwort der Regierung: „In der Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik existiert eine vom Staatssicherheitsdienst angelegte Akte, in der von einem inoffiziellen Mitarbeiter über medizinisch nicht gerechtfertigte Behandlungen durch einen Arzt der geschlossenen venerologischen Station der Poliklinik Mitte in Halle berichtet wird. Dass das MfS diese Behandlungen veranlasste, ist nicht ersichtlich. Gegen den betreffenden Arzt wurde bei Bekanntwerden der Vorgänge ein Disziplinarverfahren geführt, und er wurde von seiner Dienststellung entbunden“ 

Ausschnitt dokument der Bundesregierung

Ausschnitt aus Dokument der Bundesregierung

 

…….. ….. Die Volksverhetzung ihr Ziel also ganz offenbar noch immer nicht erreicht. Mit weiteren Kapiteln der „Tripperburg“-Story darf gerechnet werden.

Link zum Dokument der Bundesregierung:

‪http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809189.pdf

 


 

Dokument der Bundesregierung zu geschlossenen Kliniken für Frauen in der DDR

 


Nachbemerkung von Petra Reichel:

Da kann Frau Bohley noch soviel durchs Schlüsselloch gucken, soll sie doch mal ihren Kameraden Jahn nach dem im Gastbeitrag genannten Dokument fragen.

Heidi Bohley guckt durchs Schlüsseloch

Heidi Bohley guckt durchs Schlüsselloch

 

Foto: dpa
Bildquelle:
Mitteldeutsche Zeitung, Bild ist entsprechend verlinkt