Volksverdummung in der Schule im November 2020

Ahh, ein Zeitzeuge ist aufgetreten, der den heutigen Schülerinnen und Schülern was von der DDR erzählt. 

https://www.aufnahmeheimroentgental.net

Zur besseren Lesbarkeit, nachfolgend die Wiedergabe des Textes von Thomas Malke:

Historiker sind Leute, die viel erzählen. Allerdings erzählt jemand auch viel Mist, wenn er viel erzählt. Außerdem ist der gefährlichste Feind des Historikers der Zeitzeuge, er kann das so sorgsam aufgebaute Trugbild nämlich mit einmal zerstören. Darum werden auch manche „Zeitzeugen“, nämlich die, die das verordnete Bild unterstützen, immer wieder zitiert, die anderen als DDR-Spinner, Nostalgiker, Ewiggestrige oder gar Stasispitzel bezeichnet. Keine Angst, das hat alles System und der Historiker ist jedes Mal das Werkzeug dafür: Wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing.

Thomas Malke


Dietmar von der Weiden berichtete den Geschichts- und Sozialkundeschülern der Integrierten Gesamtschule von seinem Leben in der einstigen Deutschen Demokratischen Republik. Foto: Jens Fink
Bildquelle: „Öffentlicher Anzeiger“ vom 14.11.2020 Fotograf: Jens Fink

Natürlich geht es nicht ohne die Behauptung, dass die DDR ein totalitärer Staat gewesen sei. Die Totalitarismus-Theorie  setzt Sozialismus und Faschismus gleich.(Opfer=Täter-Theorie) Somit wird der Faschismus verharmlost. Gerade das kann bei den heutigen Rechtstendenzen fatale Auswirkungen haben. Es ist doch geboten die Schülerinnen und Schüler über den Faschismus aufzuklären. Übrigens wurde das in der DDR gemacht. Anscheinend hat das der Zeitzeuge verschlafen.

Wer ist mit 14 Jahren politisch reif? Der Zeitzeuge behauptet zumindest, dass er seit er 14 war gegen die DDR opponiert hatte. Rückblickend muss man sehen, dass es zumindest in den 1980er Jahren der Politik und den zuständigen Institutionen der DDR nicht gelungen ist irregeleitete Jugendliche auf den rechten Weg zurückzubringen. Allein dies mit Repressalien zu versuchen, war der falsche Weg. So gewannen die Konterrevolutionäre diese ursprünglich unreifen Jugendlichen als Nachwuchs. 

Die Behauptung aus politischen Gründen nicht studieren zu dürfen ist für die derzeitige Propaganda immernoch ein „Verkaufsschlager“. Spätestens seit Angela Merkel Bundeskanzlerin ist, muss doch jeder und jedem aufgefallen sein, dass diese Behauptung nicht stimmt. Übrigens mussten Studierende in der DDR nicht nebenbei arbeiten oder reiche Eltern haben. Die Existenz war gesichert und die Studierenden konnten sich vollständig auf ihr Studium konzentrieren. Das hatte der Staat DDR ihnen ermöglicht. Was gab es zum Dank von vielen, die in der DDR kostenlose Bildung genießen durften? – Symbolisch ausgedrückt: Einen Tritt in den Hintern. Die führenden Köpfe der Konterrevolution waren gebildete Leute. Da braucht niemand mit der Behauptung kommen, dass irgendjemanden aus politischen Gründen die Bildung verweigert worden wäre. 

Ganz schön von „oben herab“ ist der Zeitzeuge. Warum reichte es ihm nicht aus Handwerker zu werden? Ohne Handwerker geht es nirgends. Es ist ein Unding diesen Berufsstand, bzw. Berufe, wo man sich dreckig macht zu verachten. Heute wollen Viele auch nur Büroarbeit machen, bzw. studieren. Praktische Arbeit wird verachtet. Hier und  heute herrscht auch Mangel an Handwerkern. Der Zeitzeuge ist nach seiner Übersiedlung in die BRD Architekt geworden.Hat er darüber nachgedacht, dass es die Handwerker und Bauarbeiter sind, die die Pläne der Architekten in die Tat umsetzen?

Nun ja, über Heirat hat er es schließlich in die BRD geschafft. Ausreiseanträge aus persönlichen Gründen waren unproblematisch. Bei politischen Gründen war das schwieriger. Rückblickend muss man sagen, dass man die Leute hätte ziehen lassen sollen, soweit sie keine Geheimnisträger waren oder strafrechtliche Gründe gegen eine ständige Ausreise sprachen.

Petra Reichel


Original-Artikel aus der örtlichen Tageszeitung „Öffentlicher Anzeiger“

Keine Angst, falls der Artikel auf der bildlichen Darstellung nicht lesbar ist.   Der folgende Text ist die Wiedergabe des Original-Artikels.

Samstag, 14. November 2020, Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, Seite 14

Leben in einem totalitären Staat

Zeitzeuge schildert IGS-Schülern, wie kritische Köpfe in der DDR behandelt wurden.

Stromberg.                                                                                                                     Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 läutete das Ende der DDR und damit letztlich die deutsche Einheit ein. Für junge Leute ist die Zeit des Kalten Kriegs und der deutschen Teilung heute kaum noch präsent. Daher freuten sich die Verantwortlichen der Integrierten Gesamtschule (IGS), mit Dietmar von der Weiden einen Zeitzeugen zu Gast zu haben, der den Schülern von seinen Erfahrungen aus der ehemaligen DDR berichten konnte.

Seine Erlebnisse in einem totalitär ausgerichteten System ersetzten in der Corona-Krise das sonst übliche „politische Gespräch“ mit Politikern aus der Region, das an der IGS traditionell um den 9. November herum durchgeführt wird. Der 57-jährige von der Weiden hatte den Schülern der Leistungs- und Grundkurse Geschichte sowie der Sozialkunde der 13. Jahrgangsstufe viel Interessantes über die Jahre vor dem Mauerfall zu erzählen. Für Personen, die einen eigenen, von den Richtlinien des Staates abweichenden Weg gehen wollten, sei das Leben im sozialistischen Staat nicht immer leicht gewesen, berichtete von der Weiden. Etwa seit seinem 14. Lebensjahr hätte er seinen eigenen Kopf gehabt und sich in einem langsamen Prozess von der vorgegebenen Linie immer mehr abgenabelt. Schon in seiner Funktion als sogenannter Agitator der Klasse, vergleichbar mit einem Klassensprecher, sei er den Staatsvertretern durch kritisches Denken negativ aufgefallen. So habe er unter anderem die Rolle der Sowjetunion in deren Krieg in Afghanistan kritisch hinterfragt. „Das wurde von den Lehrern nicht so gern gesehen“, sagte von der Weiden.

Er sei immer wieder angeeckt und habe erkannt, dass er mit seiner Einstellung nicht studieren konnte. „Bestenfalls hätte ich Handwerker werden können. Aber das reichte mir nicht“, betonte von der Weiden, der heute als Architekt arbeitet. Erschwerend sei hinzugekommen, dass er sich in der damaligen Skinhead-Szene bewegte. „Allein schon mit unserem kurz geschorenen Haarschnitt war unsere Opposition erkennbar“, berichtete von der Weiden.

Der Wunsch, in die damalige BRD überzusiedeln, sei schon während der Schulzeit immer stärker geworden. Mit 18 Jahren seien dann seine Pläne, den Staat zu verlassen, offenbar geworden. Da er als „Rädelsführer“ angeblich auch andere Personen zu Fluchtgedanken verführte, wurde er im Jahr 1981 wegen „Vorbereitung zur Republikflucht“ zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Dann kam ein weiterer Faktor hinzu, der ihn veranlasste, schließlich seine Ausreise aus der DDR zu beantragen. So lernte er 1984 in Prag seine spätere Frau aus Westdeutschland kennen. Nach Schikanen und Schwierigkeiten konnte das Paar 1986 heiraten, und Dietmar von der Weiden wurde letztlich die Ausreise aus der DDR gestattet.

Im Westen angekommen, zog er mit seiner Frau nach Bingen. Nach seinem Studium in Mainz erfüllte er sich seinen Traum und wurde Architekt. Als dann die innerdeutsche Grenze tatsächlich 1989 gegen alle Erwartungen aufging, habe ihn das sehr überrascht. „Nie habe ich mir vorstellen können, dass die Mauer mal fällt. Ich war fassungslos und konnte es nicht glauben“, bekannte von der Weiden.

Jens Fink



Auswertung der „Cottbusser Erklärung“

Am 11. Bis 13.September 2020 fand von Verbänden der DDR-Gegnerschaft eine Tagung zum Thema „Zwangsarbeit in politischer DDR-Haft“ statt.

Bildquelle: Website „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)“

Eine international besetzte Jury, darunter auch zwei Abgeordnete von CDU/CSU und FDP des Deutschen Bundestages hatten sich in den letzten zwei Tagen der Tagung sogenannte Fachvorträge angehört und als Ergebnis die „Cottbusser Erklärung“ präsentiert.

Die zur DDR-Gegnerschaft gehörende Klientel behauptet stets allein aus politischen Gründen in der DDR im Knast gesessen zu haben. In Wahrheit verhält es sich so, dass die Wenigsten aus rein politischen Gründen im Knast saßen. Die Mehrheit der angeblich politisch Verfolgten saß allenfalls wegen Allerweltsstraftaten im Knast, die mit Sonderstraftatssbeständen der DDR, die man heute als politisch einstufen kann, kombiniert waren.

Da die BRD die Staatsbürgerschaft der DDR nicht anerkannt hatte, wurden die Bürgerinnen und Bürger der DDR als Deutsche im Sinne des Grundgesetzes behandelt. So konnten sich Kriminelle aus der DDR der Verantwortung entziehen, indem sie illegal die DDR verließen. In der BRD waren sie auf jeden Fall aufgenommen worden.

Bildquelle: Website „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)“

Was als Zwangsarbeit bezeichnet wird, ist eine normale berufliche Tätigkeit, welche die Gefangen ausübten. Für Freie und Gefangene bestand in der DDR Arbeitspflicht. Kindsunterhalte und die Unterbringung im Knast (um den Steuerzahlenden nicht zur Last zu fallen) wurden aus dieser beruflichen Tätigkeit finanziert. Die Häftlinge sind mit dem Bus zu den jeweiligen Firmen hin und zurück gefahren worden, wo sie arbeiteten. Wenn dort hergestellte Produkte in den Export gingen, so hatten Freie und Gefangene daran gearbeitet. Wenn z.B. IKEA meint Reue zeigen zu müssen, dient das dem Firmenimage, welches IKEA nun ramponiert sieht. Das hat nichts mit den Sachverhalten zu tun. Natürlich waren das keine begehrten Arbeitsplätze, die mit Gefangen besetzt wurden. Die Freien hatten ja in der DDR ja beruflich viele Möglichkeiten. Für die miesen Jobs fanden sich schwerlich Freie und mussten letztendlich durch Gefangene besetzt werden.

Bildquelle: Website „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)“ 
Bild: Ralf Steeg

 

Die Gefangenen waren nicht von den Arbeitsschutzbestimmungen ausgeschlossen, wie vielfach behauptet wird. Schichtarbeit ist weltweit alltäglich. Warum beschweren sich die ehemaligen Gefangen darüber?  Verletzte wurden natürlich medizinisch versorgt, selbstverständlich auch nach Arbeitsunfällen. Andere Behaupten sind schlichtweg falsch.

Die Gefangenen hatten eine gute Kantinenverpflegung. Für die Nachtschicht gab es nochmal eine extra gute Verpflegung.

Für diejenigen, die die Arbeit verweigerten oder die Normen nicht erfüllten, gab es die Absonderung. Übrigens müssen auch Freie die Norm, bzw. den Akkord erfüllen und das auch in der heutigen Zeit und weltweit.   Mit den Horrormeldungen, die ständig über die DDR-Knäste kursieren, haben die Maßnahmen nichts zu tun. Arrestzellen gibt es überall auf der Welt. Natürlich sind diese nicht schön. Irgendwie müssen die Gefangenen Disziplin lernen.

Es wird behauptet, dass die DDR gegen internationale Vereinbarungen verstoßen hätte. Nicht mal die Mindestgrundsätze der Vereinten Nationen wären eingehalten worden. Allerdings hatte die UNO damals nicht eingegriffen. Wenn die Behauptungen wahr wären, hätte die UNO das gewiss getan.

Die Klientel der DDR-Gegnerschaft behauptet nicht angemessen entschädigt worden zu sein. Diese Leute beklagen auch gesundheitliche Folgeschäden ihrer Haft.  Es ist fraglich, ob dem in jedem Fall so ist. Die DDR-Gegnerschaft fordert eine Abänderung des Verfahrens, um auch in diesem Bereich leichter Entschädigung zu erhalten.

 

Entnommen aus der Website „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)“

Ausgewertet von Petra Reichel


Persönliche Zusatzanmerkung von Petra Reichel:

 

Mein zwischenzeitlich verstorbener Mann, der aus der DDR stammte, hatte auf einer Baustelle gearbeitet. Konkret als Gleisbauer für die Straßenbahngleise. Gefangene und Freie arbeiten gemeinsam dort. Es war ein heißer Sommertag. Der Arzt für die Gefangenen tauchte auf und gab die Anweisung, dass die Gefangen sofort aufhören müssten zu arbeiten. Laut des damaligen Arztes war die Arbeit für die Gefangenen bei dieser Hitze unzumutbar. Die Gefangenen saßen daraufhin im Schatten und sahen den Freien zu, die weiterarbeiten mussten.

 

Eine Heldin ist geboren

Ahh, eine Heldin ist geboren, denn „unser“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Elke Schlegel für den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auserkoren. Womit hat diese Frau den Orden verdient?

Nein, das Medikament oder den Impfstoff gegen das Corona-Virus hat sie nicht erfunden. Sie hat auch an keiner spektakulären Rettungsaktion teilgenommen. Wofür der Orden? Ach dazu braucht es nicht viel. Sie macht Kampagnen gegen die DDR. Dazu darf auch mal übertrieben, dick aufgetragen und auch vollständig gelogen werden. Zum 30. Jahrestag der Annexion der DDR infolge des Sieges der Konterrevolution, haben solche Kampagnen Hochkonjunktur. So erhält sie einen Orden –  für Nichts.

„Die Tafeln sind vor zwei Jahren aufgestellt worden. Viele Passanten bleiben stehen und lesen die Berichte der Opfer der Teilung.“

Bild entnommen aus der „Rhein-Zeitung“ vom 29.09.2020 Bildunterschrift zitiert aus der“Rhein-Zeitung“ vom 29.09.2020

Ach sie spricht vor Schulklassen. Reicht es nicht, dass die Kinder mit der offiziellen Geschichtsschreibung zugemüllt werden? Wer erzählt den nachfolgenden Generationen die Wahrheit über die DDR? Irgendwann leben die Zeitzeugen nicht mehr, die ohnehin kaum Gehör finden. 

Ach den Russichunterricht (war in der DDR die 1. Fremdsprache) hat sie geschwänzt. Gut, ob das an den Pranger stellen richtig war, sei dahingestellt. Aber hier und heute kann man auch nicht den Englischunterricht schwänzen.

Ach ihren Wunschberuf Dekorateurin konnte sie nicht erlernen. Äh, was – der sozialistische Plan war schuld. Hier und heute  im Kapitalismus kriegt man womöglich gar keine Lehrstelle, in der DDR konnte jede Schulabgängerin, jeder Schulabgänger einen Beruf erlernen, auch wenn es nicht immer der Wunschberuf war. Außerdem werden heutzutage noch weniger Dekorateure gebraucht, weil es heute weniger Schaufenster als früher gibt. 

Ach wieder die Mär, dass man wegen einem Ausreiseantrag verhaftet wurde. So ein Quatsch. Nun ja, sie hat ungenehmigt demonstriert. Aber ob das gleich so eine hohe Strafe mit sich bringt, ist zweifelhaft. Da war gewiss noch was anderes im Spiel.

Nun folgt eine Gruselstory über Hoheneck, ein bekannter Frauenknast in der DDR. Übrigens haben die heutigen Knäste auch das Problem der Überbelegung, was sie unter anderem anprangert. Was will die denn?

Was die Arbeit betrifft, kann ich aus meiner Erfahrung sprechen, dass man für Akkordarbeit eine gewisse Einarbeitungszeit braucht, um das Pensum schaffen zu können. Ist man mal in Übung, geht es. Ich weis nicht, ob es in der DDR, sei es draußen oder im Knast, diese Einarbeitungszeit gab. Wenn nicht, hätte sie sich trotzdem lieber auf die Arbeit konzentrieren sollen. Ich weis gar nicht, was stets gemeckert wird. Die Leute wollten doch so unbedingt im Kapitalismus leben und nahmen jedes Risiko dafür in Kauf. Warum waren sie nicht so schlau, die Arbeit im Knast als Übung zu sehen, um sich später, nach der Ausreise in die BRD, voll und ganz in der kapitalistischen Arbeitswelt einzubringen?

Dann folgt ein Abschnitt über das neue Leben in Koblenz. Ahh, hier steht jetzt, dass sie in der DDR Hotelfachfrau gelernt hat, wo es doch mit der Dekorateurin nicht geklappt hat. Nun ja, die Pizzeria, wo sie in Koblenz arbeitete brannte ab. Wie lange sie dann arbeitslos war, steht da nicht. Erstaunlicherweise hatte sie eine Umschulung bekommen, während andere Leute nie die Chance auf eine Umschulung haben. Frau Schlegel lernte dann Automobilkauffrau. 

Natürlich muss ein Selbstmordversuch mit in die Geschichte, als ein zufälliges Zusammentreffen mit einer damaligen Wärterin des Knastes Hoheneck stattgefunden hatte.  

Die Tränendrüse der Leserinnen und Leser soll gedrückt und Hass auf die DDR erzeugt werden. 

Nach einem Nervenzusammenbruch und Reha gilt sie nun als erwerbsunfähig. Andere bekommen die Erwerbsminderungsrente grundsätzlich abgelehnt, aber eine solche „Heldin“ doch nicht.

Ah sie hat dafür gekämpft, dass Reste des antifaschistischen Schutzwalls in Koblenz  aufgestellt worden sind. Mit entsprechenden Tafeln versehen, wo natürlich propagandistischer Stuss draufsteht. Dazu hat ihr Nervenkostüm gereicht.

„In der Nähe des deutschen Ecks in Koblenz stehen die Teile der Berliner Mauer und erinnern an die Opfer der Teilung. Lange hat Elke Schlegel dafür gekämpft, dass Erklärtafeln daneben aufgestellt werden, die die Schicksale der benennen, die nicht in der großen Politik auftauchen. Viele, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzten, wurden inhaftiert. Oft wurden ihnen auch die Kinder weggenommen.“

Bild entnommen aus der „Rhein-Zeitung“ vom 29.09.2020. Bildunterschrift zitiert aus der „Rhein-Zeitung“ vom29.09.2020

Ein Buch hat sie auch geschrieben. Auch dazu hat sie genug Energie.

Ahh an der Tagung der DDR-Gegnerschaft in Cottbus hat sie auch teilgenommen. (Dazu später in einem anderen Beitrag mehr.)

Petra Reichel

Original-Artikel aus der „Rhein-Zeitung“ vom 29.09.2020

Der Lesbarkeit halber nochmal der Original-Text des Artikels aus der „Rhein-Zeitung“ vom 29.09.2020

Dienstag, 29. September 2020, Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, Seite 3

Wenn nur die Gedanken frei sind

Die Koblenzerin Elke Schlegel hat in der DDR demonstriert und saß dann im Gefängnis – Jetzt erhält sie eine Auszeichnung

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

Koblenz. In ihren Träumen rasseln noch immer die dicken Schlüsselbunde. Die schweren Türen fallen hinter ihr zu. Sie ist eingesperrt. Wenn sie träumt, dann ist Elke Schlegel wieder in der Zelle im Frauengefängnis Hoheneck, in der sie fünf Monate und 24 Tage verbracht hat. Eingesperrt, weil sie mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn aus der DDR in die Bundesrepublik ausreisen wollte und dafür demonstrierte.

Seit 1985 lebt sie in Koblenz, doch diese Zeit im Gefängnis wird immer Teil ihrer eigenen Geschichte sein. Und der Geschichte der Deutschen. Dass dies in Erinnerung bleibt, dazu trägt Elke Schlegel bei. Am kommenden Donnerstag wird sie dafür in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. „Warum ich? Andere haben viel mehr geleistet!“, sagt sie. Aber sie freut sich.

Ihr zweiter Geburtstag ist für die heute 62-Jährige am 20. September, erzählt sie beim Treffen mit unserer Zeitung an den Mauerstücken in unmittelbarer Nähe des Deutschen Ecks. An diesem Tag im Jahr 1984 wird sie von der Bundesrepublik freigekauft. Bis heute berichtet Schlegel als Zeitzeugin vor Schulklassen und anderen Gruppen aus ihrer zunächst glücklichen Kindheit in Jena, die zunehmend Zwängen ausgesetzt war. Von Strafappellen vor 800 Mitschülern, weil sie den Russisch-Unterricht geschwänzt und stattdessen lieber gehäkelt hat. Von der angestrebten Ausbildung zur Dekorateurin, die sie nicht machen kann, weil der sozialistische Plan in diesem Jahrgang keine Dekorateurin braucht. Von der Freiheitsbewegung, der sie und ihr Freund Thomas Schmidt sich Anfang der 80er-Jahre anschließen und immer wieder zu stummen Protesten mit Kerzen auf die Straße gehen. Von dem Ausreiseantrag, den die Familie stellt, zu der nun auch der kleine Tony gehört. „Wir waren so naiv, wir haben gedacht, die lassen uns gehen“, erinnert sich Elke Schlegel. Stattdessen werden beide verhaftet. Immerhin: Tony darf bei seiner Oma bleiben. In vielen anderen Fällen kommen die Kinder ins Heim.

Berüchtigtes Frauengefängnis

Hoheneck. Das Frauengefängnis ist berüchtigt. Mit 41 Gefangenen teilt sich Elke Schlegel eine Zelle. Fünf unter ihnen sind politische Gefangene, die anderen Kriminelle. Keine Sekunde Privatsphäre, auch nicht auf der Toilette, die in der Zelle steht. Die Häftlinge müssen arbeiten, unter mörderischem Druck. Elke Schlegel bearbeitet im Akkord Strümpfe mit einem Heizformer. 2400 Strümpfe soll sie in acht Stunden fertigen, in Früh-, Spät- und Nachtschicht. Es ist nicht zu schaffen – und bedeutet, dass sie keine Briefe schreiben und bekommen darf, weil sie das Soll nicht erfüllt. Ihr Mann muss Kamerateile in Lösungen tauchen, die giftige Dämpfe freisetzen. Wie es ihm geht, erfährt Elke Schlegel nicht.

„Wir waren immer total fertig, kaum geschlafen mit 42 in einem Raum, und auch das Essen war schrecklich“, berichtet Elke Schlegel. Einmal schwimmen Maden oder Kakerlaken in der Suppe, da meutern die Gefangenen. „Wir Politischen haben das Lied ,Die Gedanken sind frei‘ angestimmt“, erzählt sie. Sie bezahlen es teuer: Die gefürchtete Wasserzelle ist die Strafe, ein gemauerter Kellerraum, in den immer neues kaltes Wasser eingelassen wird. Darin muss sie waten. „Manchmal träume ich davon, dann wache ich mit Wadenkrämpfen auf.“

Doch das sind nicht die schlimmsten Schmerzen. „Am schrecklichsten war Tonys Geburtstag und dass ich nicht bei ihm sein konnte.“ Ein einziges Mal darf ihre Mutter sie besuchen, der Junge muss im Gang warten. „Dann kam die Wärterin und sagte ganz süffisant zu mir: ,Was für ein süßer kleiner Junge, wie schade, dass seine Mutti ihn nicht sehen darf.‘ Wahrscheinlich hat die Frau selbst Kinder! Wie kann man so gemein sein?“

Ein neues Leben in Koblenz

18 Monate soll Elke Schlegel in Hoheneck bleiben, doch nach fünf Monaten und 24 Tagen darf sie am 20. September 1984 raus. Bis auf 38 Kilo ist sie abgemagert, die Bundesrepublik kauft sie frei. Zunächst ist sie ein paar Wochen im Aufnahmelager in Gießen, dort kommt am 24. Oktober ihr Mann Thomas Schmidt dazu. In der Nähe von Koblenz hat sie Verwandte, hier wollen sie neu anfangen. Im Januar 1985 zieht das Paar nach Koblenz, am 10. Februar dürfen sie ihren kleinen Sohn zu sich nehmen.

Und es geht bergauf. Elke Schlegel, die in der DDR Hotelfachfrau gelernt hat, arbeitet in einer Pizzeria. Dort wird sie herzlich aufgenommen, ein Freundeskreis bildet sich. Das Lokal brennt ein paar Jahre später ab, Schlegel macht eine Umschulung zur Automobilkauffrau, später eine Fortbildung und arbeitet bei der Debeka. Als 1989 die Grenzen öffnen, dürfen sie wieder Freunde und Verwandte in Jena besuchen. Nur das eine blöde Gefühl entsteht bei Elke Schlegel: „Nicht nur die Opfer kommen ja jetzt rüber. Auch die Täter.“

Und die Vergangenheit holt sie ein: An einem Tag ist sie mit einer Kollegin im Auto auf der Rückfahrt von einer Fortbildung. Beide haben DDR-Akzent, befragen sich, wo sie herkommen. Als Elke Schlegel erzählt, dass sie seit 1984 in der Bundesrepublik ist, fragt die andere nach: „Da war die Mauer doch noch!?“ Ja, erzählt Schlegel, sie war im Gefängnis und wurde freigekauft. „Wo?“, will die Kollegin wissen. „Hoheneck.“ Die Antwort der anderen: „Da war ich Aufseherin.“ Bei Tempo 100 reißt Schlegel die Autotür auf und will nur weg.

Ein Nervenzusammenbruch und zwei Jahre Reha folgen. Seitdem ist sie erwerbsunfähig. Und sie engagiert sich seitdem noch stärker dafür, dass die Geschichte nicht vergessen wird. Am Deutschen Eck stehen neben den Stücken der Berliner Mauer zwischen Biergarten und Deutschem Eck seit zwei Jahren Erklärtafeln, die an die Opfer der deutschen Teilung erinnern. Für diese Tafeln hat sie lange gekämpft.

Gerade war Schlegel bei einem Tribunal in Cottbus, bei dem zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit die Zwangsarbeit der politischen Häftlinge in der DDR Thema war. Das ist ein brisantes Thema, auch finanziell, denn für die gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit bekommen Elke Schlegel und ihr Mann keine Entschädigung, lediglich seit ein paar Jahren eine kleine Opferentschädigung.

Zusätzlich engagiert sich die Koblenzerin in der UOKG, der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft. Und sie berichtet als Zeitzeugin, wie sie die DDR erlebt hat. „Die jungen Leute heute wissen ja gar nicht mehr, dass Deutschland mal geteilt war!“ Damit es auch später noch Zeugnisse gibt, hat Elke Schlegel gerade ein Buch geschrieben. Darin erzählt sie ihre Geschichte – die eben auch ein Stück deutscher Geschichte ist.

Die Tafeln sind vor zwei Jahren aufgestellt worden. Viele Passanten bleiben stehen und lesen die Berichte über die Opfer der Teilung.

Elke Schlegel bekommt den Verdienstorden der Bundesrepublik

Als eine von 15 Menschen bundesweit wird die DDR-Freiheitsaktivistin Elke Schlegel aus Koblenz am 1. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Ehrung zum Tag der Deutschen Einheit steht unter dem Motto „Vereint und füreinander da“. Unter den acht Frauen und sieben Männern sind auch der Virologe Christian Drosten, der Pianist Igor Levit und der frühere Profifußballer Thomas Hitzlsperger. Wer Elke Schlegel vorgeschlagen hat, weiß sie nicht. Nachdem sie die Einladung bekommen hat, konnte sie es erst gar nicht glauben: „Da passe ich doch gar nicht hin! Andere haben sich viel mehr engagiert!“ Aber nun freut sie sich. dos

Angelika Barbe

Angelika Barbe wurde am 26. November 1951 als Angelika Mangoldt in Brandenburg an der Havel geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Angelika Barbe war eine Konterrevolutionärin in der DDR. Sie hat nun von sich Reden gemacht, als sie bei einer Demonstration im Zusammenhang mit dem Corona-Virus (Jahr 2020) festgenommen wurde.

Angelika Barbe

Angelika Barbe(1990)

 

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-1990-0421-332 / Schöps, Elke / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5425508

 

Angelika Barbe studierte 1970 bis 1974 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Von 1975 bis 1979 war sie als Biologin bei der Hygiene-Inspektion Berlin-Lichtenberg beschäftigt, danach war sie Hausfrau

Seit 1986 war sie im Pankower Friedenskreis um Ruth Misselwitz (evangelische Pfarrerin) aktiv. Eine der konterrevolutionären Gruppen, sich irreführend „Friedensgruppe“ nannten.  1987 war sie Mitbegründerin des Johannisthaler Frauenarbeitskreises und engagierte sich 1988/89 im Friedenskreis um die bekannten Konterrevolutionäre Ulrike Poppe, Jens Reich und Marianne Birthler.

Vom MfS wurde sie bis 1989 im operativen Vorgang „Hysterie“ beobachtet. Sie gehörte zum Kreis derer, die kurz vor dem Ende der DDR die sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP) gründeten.

Nach der Konterrevolution wurde sie Mitglied des Parteivorstandes der nun gesamtdeutschen SPD und gehörte vom 20. Dezember 1990 bis zum 10. November 1994 dem 12. Deutschen Bundestag an. Sie wurde über die Landesliste der SPD in Berlin gewählt.

1995 bis 1998 arbeitete sie als Assistentin des ärztlichen Leiters des Krankenhauses Prenzlauer Berg. 1996 war sie Mitbegründerin des „Berliner Bürgerbüros zu Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur“. Was immer auch das ist, es ist einer der vielen Institutionen, welche dafür sorgen, dass die DDR in schlechter Erinnerung bleibt. Dafür werden eine Menge Steuergelder verschwendet. Das stört keinen Rechnungshof, Bund der Steuerzahler u.ä. Sie trat aus Protest gegen die Zusammenarbeit der SPD mit der PDS (heute DIE LINKE) mit weiteren Konterrevolutionären, wie Günter Nooke und Vera Lengsfeld der CDU bei.

Seit 2001 war sie Mitglied des Bundesvorstandes der Dachorganisation „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.“ (UOKG). Auch so eine unselige Institution, für die Steuergelder verschwendet werden. Mit der Behauptung „kommunistische Gewaltherrschaft“ wird der Faschismus, der tatsächlich eine Gewaltherrschaft war, verharmlost. Bis Juli 2007 amtierte sie als stellvertretende Vorsitzende dieser unseligen Institution.

Im Jahre 2000 wurde Angelika Barbe als Kandidatin für das Amt des Landesbeauftragten für die MfS-Unterlagen in Sachsen vorgeschlagen. Bis zum Frühjahr 2017 war sie bei der „Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung“ (eine Propagandainstitution der Landesregierung von Sachsen) tätig und befindet sich heute im Ruhestand.

Nun ist sie nach Rechts abgebogen und nahm an Versammlungen der PEGIDA-Bewegung in Dresden teil. Sie ist islamfeindlich eingestellt und behauptet, dass Migranten gegenüber der übrigen Bevölkerung bevorzugt würden. Dies tat sie in einem offenen Brief an die CDU kund.

Im März 2018 gab die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung bekannt, dass sie Angelika Barbe in das Kuratorium der Stiftung berufen habe.

Seit 24. Dezember 2017 ist sie Autorin des „Cirero“.

Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nahm Angelika Barbe Ende April 2020 an Demonstrationen gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus teil. Die dazugehörige Einschränkung des Demonstrationsrechts setzte sie mit angeblichen Repressionen in der DDR gleich. Sie wurde bei der Demo festgenommen.

 

Was die Ursache der Festnahme war, ist aus dem Video nicht ersichtlich.

In Interviews im AfD-nahen Magazin „Compact“ bestritt sie die Tödlichkeit des neuartigen Corona-Virus.

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

 

Überlastete Polizei und Justiz im heutigen Deutschland?

Es wäre angebracht, dass sich die Justiz und die Polizei nicht mehr um Kleinigkeiten kümmert, wie Meinungsäußerungen zur Geschichte der DDR, die nicht der offiziellen Geschichtsschreibung entsprechen.
Das würde die Strafverfolgungsbehörden enorm entlasten.

 

RZ 03.08.2017

„Rhein-Zeitung“ vom 03.08.2017

 

 

 

 

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Da hat sich die BStU wieder was geleistet…..

Kalter Krieg und "Entspannungspolitik"

Die BStU, als staatliche Behörde, verherrlicht Rowdytum als Widerstand.  Nichts wird ausgelassen, um Geschichtsfälschung zu betreiben.

Rowdytum als Widerstand verherrlicht

Bildunterschrift der BStU:

„Zwei Jugendliche brachten 1962 systemkritische Losungen in einer Schule in Gnoien an und drapierten ein Skelett mit dem Bild des SED-Chefs Walter Ulbricht. Sie wurden verhaftet und zu je 16 Monaten Haft verurteilt.Quelle: BStU, MfS, BV Neubrandenburg, AU, Nr. 1934/62, Bl. 73“

Bildquelle BStU, Bild ist entsprechend verlinkt

Wir schimpfen über Zerstörungswut, insbesondere von Jugendlichen. Hier wird Zerstörungswut als Widerstandshandlung hochstilisiert, weil sie seinerzeit in der DDR stattfand. Dort war man zumindest in der Lage solche Randalierer dingfest zu machen, während in westlichen Ländern und nun heute fast überall das nur noch ein Fall für die Versicherung ist und nicht mehr ernsthaft verfolgt wird.
Es wäre interessant zu wissen, was passiert, wenn man in einer Schule ein Skelett mit einem Bild von Merkel aufstellt. Schulverweis ist auf jeden Fall sicher. In einem solchen Fall würde auch das Strafrecht greifen. Böhmermann…

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Die Geschichte des Herrn Welsch bei einem Themenabend auf „ZDF-Info“

Wenn es um die DDR geht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Beitrag, um den es hier geht ist wohl etwas älter und ist an einem Themenabend bei „ZDF-Info“ gesendet worden. Freigegeben ab 6 Jahren. Nun ja, Volksverdummung beginnt nun mal im Kindesalter. Als Spielfilm wäre das eine wunderbare Geschichte, aber hier wird diese Geschichte als Doku und für wahr verkauft. Soviel zu den „Qualitätsmedien“, welche die Volksverdummung aus Gebühren finanzieren.

Offenbar hat Herr Welsch Anleihe bei „James Bond“-Filmen genommen, als er diese haarsträubende Geschichte erzählt hat.

Am Anfang des Films erzählt Herr Welsch, dass er eine Schauspielschule besucht hat. Nun ja, dann wundert es Einen nicht, dass er es versteht seine Geschichte glaubwürdig zu erzählen. Jüngere Menschen und Westdeutsche, welche die DDR nicht kennen, mögen ihm zunächst mal glauben.

Schon der Anfang der Geschichte mit dem Ausweis ist unglaubwürdig. Um in die DDR ein- und auszureisen brauchte man einen Reisepass. Die Beipapiere bewahrte man im Pass auf. Der gezeigte damalige graue Personalausweis der BRD war für Reisen in die DDR nutzlos.

Zunächst mal die Geschichte über den Knast. Die Scheinerschießungen und wo angeblich die weiblichen Gefangenen geschlagen wurden und ach und da wäre ein Generator angeworfen worden, um die Schreie der Frauen und die Scheinerschießungen zu übertönen. Ein laufender Motor in der Nacht wäre doch in der Umgebung aufgefallen, wenn es so gewesen wäre.

Die Kassibersammlung ist ja ein Ding. So ordentlich, ohne Gebrauchsspuren, in einem Sammelalbum. Wie will er das alles aus dem Knast geschmuggelt haben?

Herr Welsch war in der BRD der Chef einer Schleuserbande. Laut der Geschichte des Herrn Welsch war nun ein MfS-Mitarbeiter auf ihn angesetzt, der ihn angeblich töten sollte. Die ganze Geschichte spielte sich vor großer Kulisse bei Reisen nach London zu Amnesty International (In der BRD gab und gibt es Vertretungen von Amnesty International. Warum wandte er sich nicht dorthin?), nach Griechenland und Israel ab. Genau, wie bei „James Bond“.

Auf der Reise nach London war angeblich auf Herrn Welsch geschossen worden. Oh Wunder überlebte er diesen Anschlag, weil er sich zufällig nach seiner heruntergefallenen Pfeife bückte.

In Israel sollte Herr Welsch vergiftet werden, aber oh Wunder überlebte er das, weil er sich Tag und Nacht im Swimmingpool aufhielt und Bier trank, um seine Schmerzen zu lindern. Gab es im Hotel keine anderen Gäste oder Personal? Sowas muss doch aufgefallen sein. Warum hat Herr Welsch nicht bereits in Israel einen Arzt aufgesucht? Erst nach Rückkunft ist er zu Hause ins Krankenhaus. Zunächst wurde nichts festgestellt und er ist nach Hause geschickt worden, dann war doch eine Blaulichtfahrt ins Krankenhaus nötig. Das ist alles total widersinnig.

Dann hat der MfS-Mitarbeiter, der Herrn Welsch angeblich vergiften wollte, vor Gericht gestanden. Während einer Verhandlungspause war Herr Welsch angeblich allein mit ihm im Gerichtssaal. Da hätte er sich doch mit seinem Kontrahenten geeinigt. Das ist doch unwahrscheinlich. Es ist nicht erwähnt worden, ob es sich um einen Strafprozess oder einen Zivilprozess handelte.

Warum ist der MfS-Mitarbeiter nicht interviewt worden?

Hans-Dieter Behrendt macht eine schlechte Figur, als er in dieser Sendung interviewt wird. Er wirkt schwach und schlecht vorbereitet. Dabei hat Hans-Dieter Behrendt interessante Bücher geschrieben. Z.B. über einen Grenzübergang, wo er oberster Chef war.

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Der Personenschützer von Erich Honecker hat sich umgedreht. Er arbeitet heute für ein Museum und zieht seine ehemaligen Genossen in den Dreck, die sich noch heute an ihren Eid gebunden fühlen.

Der ehemalige Gefängnisdirektor von Bautzen ist auch ein Anpasser und in der heutigen BRD angekommen.

Nun ja, damals gab es die DDR noch, da hätte es wohl diplomatische Verwicklungen gegeben, wenn solche abstrusen Phantasiegeschichten erzählt worden wären. Außerdem: Wären solche Geschichten wahr gewesen, hätte es sich die Siegerjustiz nicht nehmen lassen, entsprechende Verfahren zu führen. Unter Umständen hätte es einen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof gegeben. Vielleicht sogar während des Bestehens der DDR. Aber nichts dergleichen.

In dieser Form hat es nicht mal der Scharfmacher Gerhard Löwental gewagt oder die BILD, die ja bei der Hetze gegen die DDR schon damals vorneweg war. Aber heute kann man jeden Mist erzählen. Die DDR gibt es nicht mehr. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Mist kann man erzählen. Wenn es keine lebenden Zeitzeugen mehr gibt, wird das alles noch schlimmer. Darum müssen die heute lebenden Zeitzeugen alles tun, um sich gegen solche Lügen zu wehren. Auch wenn es nur im bescheidenen Maße möglich ist.

 

Diesen Beitrag findet man in der Mediathek von

 

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Die Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung(kurz: bpb)wurde am 25. November 1952 als Bundeszentrale Heimatdienst in der BRD gegründet. Den heutigen Namen trägt sie seit 1963. Die bpb ist eine nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern mit Sitz in Bonn. Die bpb unterhält Medienzentren in Bonn und Berlin. Seit Juni 2000 ist Thomas Krüger Präsident(Mitwirkender bei der Konterrevolution in der DDR)(SDP)der bpb.

Eine Art Vorläufer bildete während der Weimarer Republik die „Reichszentrale für Heimatdienst“. Diese ist aus der im Frühjahr 1918 gegründeten „Zentralstelle für Heimatdienst“ hervorgegangen. Während des ersten Weltkrieges war diese Institution ein Propagandainstrument, um die Bevölkerung zum Durchhalten und Befürwortung des Krieges zu animieren.

1919 bekam die Reichszentrale den Auftrag, bürgerlich-demokratisches Bewusstsein zu fördern und Kenntnisse über die parlamentarische Demokratie zu vermitteln.

Eine Institution in der Funktion als Propagandainstrument im Wandel der Zeit.

Die Thematik der Bundeszentrale ist das Ergebnis des Dialogs mit  der bürgerlichen Gesellschaft und Politik unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Nach wie vor ist die Bundeszentrale ein Propagandainstrument. Es werden die höheren Ansprüche intelligenter Menschen bedient. Auch an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte richtet sich die Bundeszentrale.

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Das Gebäude der Bundeszentrale in Bonn

Bildquelle:
Von Commons:Sir James or german WP:Sir James – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Am 28. November 1957(Erlass) wurde auf Initiative des Innenministeriums der BRD das „Ostkolleg“ in Köln gegründet, das später nach Brühl verlegt wurde. Im Erlass wurde das Kolleg beauftragt „durch Studientagungen zur geistig-politischen Auseinandersetzung mit dem internationalen Kommunismus“ beizutragen. Später wurde die Einrichtung in „Ost-West-Kolleg“ umbenannt und diente vor allem dem sogenannten Dialog mit den mittel- und osteuropäischen Staaten. Das heißt im Klartext: Innere Aufweichung der sozialistischen Staaten. 2003 wurde das „Ost-West-Kolleg“ in „KonferenzCentrum Brühl“ umbenannt. Am 01. September 2004 wurde es aufgelöst, denn es hatte seine Aufgabe erfüllt.

Zur Finanzierung ihrer Aufgaben standen der Bundeszentrale im Haushaltsjahr 2013 37,8 Millionen Euro zur Verfügung. Für Printprodukte(Druckerzeugnisse) gab sie 9,3 Millionen Euro aus, für Veranstaltungen 7, 2 Euro, für Online- und Multimediaprodukte 5,7 Millionen Euro.

Trotz der Themenvielfalt und auch des vorübergehenden Verbots eine kapitalismuskritische Publikation herauszugeben(näheres siehe Wikipedia unter „Kontroversen“), ist die Bundeszentrale für politische Bildung eine Institution für antikommunistische Propaganda.

 

 

Zahlen und Fakten aus Wikipedia entnommen, bearbeitet von Petra Reichel