Der Fall Geigerzähler

 

 

Dieser Mensch unterhielt seit seiner Kindheit enge freundschaftliche Verbindung zu einem Agenten des englischen Geheimdienstes. Dieser forderte diesen Menschen nun auf, ihm beim Umbau eines Geigerzählers an Eisenbahnschwellen behilflich zu sein und teilte ihm im Februar 1953 mit, dass er Agent des englischen Geheimdienstes ist.

Im November 1953 wurde dieser Mensch durch irgendjemanden(Name in der Akte geschwärzt)mit dem Mitarbeiter des englischen Geheimdienstes „MOLTON“ in Verbindung gebracht. Dieser warb ihn mündlich zur Spionagetätigkeit an und gab ihm den Decknamen „LOTOS“. Er nahm mit dem Agenten den Umbau eines Geigerzählers zur Messung radioaktiver Strahlen von Uranerzen an einer Eisenbahnstrecke bei Frankfurt/Oder vor. Darüberhinaus erkundete er günstige Stellen zur Anlegung „toter Briefkästen“. Gemeinsam mit einer anderen Person wurde er zur Bedienung eines Sprechfunkgerätes ausgebildet. Er sollte im sogenannten Ernstfall zur Übermittlung von Spionagenachrichten eingesetzt werden.

Im September 1955 wurde dieser Mensch republikflüchtig. Er erhielt keine Verhaltensmaßregeln und wurde nicht instruiert, da er nicht in die DDR gelangen sollte.

Nach seiner Republikflucht im September 1955 betätigte sich dieser Mensch von Westberlin aus als Tipper und Werber. Dabei trat er mit insgesamt 10 Personen in Verbindung. Eine davon führte er dem englischen Geheimdienst zur Anwerbung zu. Die Verbindung zwischen ihm und seinen Auftraggebern wurde durch persönliche Treffs, bzw. über Agenten aufrecht erhalten. Im sogenannten Ernstfall sollte das Sprechfunkgerät zum Einsatz kommen.

Dieser Mensch wurde mit Hilfe eines GM(Vorläufer der IM)entlarvt. Die Festnahme erfolgte am 10.04.1959.

 

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