Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls 1961

Dieses Dokument zeigt die Reaktionen aus dem Westen nach der Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls im Jahre 1961.

 

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Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls

 

Dokument entnommen aus der Mediathek der BStULogo FB-Seite BStU

Zusammenfassung des Inhalts

Interessant und traurig ist die Rolle des DGB der BRD.  Seine Aufgabe ist die Klasseninteressen der Arbeiterklasse zu vertreten. Stattdessen hat er darauf hingewirkt, dass die Arbeiterklasse ihre Klasseninteressen verrät, mit den Kapitalisten paktiert und Delegationen nach Westberlin schickt. Einerseits sollte eine  „Unterstützung der Westberliner Arbeiter“ präsentiert werden und andererseits versprach man sich nach der Rückkehr dieser Delegationen aus Westberlin auch eine Beeinflussung der Arbeiterklasse. Klassenbewusstsein sollte aus den Köpfen verschwinden. Das ist hervorragend gelungen. Heutzutage spielt die Arbeiterklasse politisch keine Rolle mehr.

Allerdings ist zu erwähnen, dass Teile der DGBGewerkschaften sehr wohl die Klasseninteressen der Arbeiterinnen und Arbeiter vertreten und  örtliche Funktionäre, seinen es hauptamtliche oder ehrenamtliche, rennen sich „den Herzbendel ab“, um den Menschen zu helfen. Diese Leute haben nichts mit obengenannten zu tun. Im Zweifelsfall wollen aber auch sie nichts  von der DDR wissen. Das gilt auch für die heutige Zeit, wo die DDR seit Jahrzehnten nicht mehr existiert.


 

Aus SPD-Kreisen wurde bekannt, dass es Pläne gab, unmittelbar an der Grenze auf Westberliner Seite Freilichtveranstaltungen durchzuführen. Insbesondere sollten Filme gezeigt werden, von denen man sich eine Beeinflussung der Bevölkerung der Hauptstadt der DDR(damals noch als demokratisches Berlin bezeichnet) und der Grenzposten versprach, z. B. sogenannte Reißer(damalige Bezeichnung, heute sagt man Thriller oder Block Buster) zur Ablenkung der Grenzposten.

Dann ist eine Flugblattaktion einer  Agentenorganisation der USA vermerkt worden. Die Presseagentur UPI aus den USA hatte die redaktionelle Spitze ihres Büros in Westberlin verdreifacht und u.a. zwei USA-Spitzenredakteure aus New York nach Westberlin geholt. Von den Angehörigen des Büros wurde dieser Schritt damit begründet, dann man jederzeit mit einem bewaffneten Zwischenfall rechne.

Der Westberliner Zoll notierte die Autonummern aller von Westberlin in das demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahrenden Kraftfahrzeuge, ohne bei ihrer Rückkehr diese Notizen zu löschen.

Seit dem 29.08.1961 wurde besonders an den Übergängen Invalidenstraße, Sonnenallee und Chausseestraße von den westlichen Kontrollorganen verstärkt dazu übergegangen, alle Westberliner Bürger(und Bürgerinnen), besonders aber Ärzte und Spezialisten, die mit dem PKW ins demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahren wollten, zu warnen und zurückzuhalten. U.a. wurde erklärt, dass sie aus dem demokratischen Berlin(Berlin/DDR) nicht wieder zurückgelassen würden. So wurden(Krankenhaus Weißensee), der (Name geschwärzt) im Städt. Krankenhaus Berlin-Kaulsdorf, (wieder eine Schwärzung), Facharzt(wieder eine Schwärzung) in Berlin-Lichtenberg u.a. zurückgewiesen. Z.B. waren auch im Krankenhaus Friedrichshain eine Anzahl Ärzte, darunter(geschwärzt), nicht zum Dienst erschienen.

In der gleichen Absicht erhielten im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)beschäftigte Westberliner Ärzte in der Nacht vom 28. zum 29. 8.1961 Anrufe mit der Aufforderung, das demokratische Berlin(Berlin/DDR)nicht mehr zu betreten, weil sie von DDR-Seite aus nicht wieder zurückgelassen würden, u.a. weil im demokratischen Berlin(Berlin/DDR) im Gesundheitswesen der Notstand ausgerufen worden wäre.

Die Versuche in provokatorischer Form die Angehörigen der Sicherheitsorgane zu beeinflussen und Grenzsicherungsanlagen zu zerstören, hielten auch weiterhin an, aber ohne zuzunehmen.

Dann werden im Dokument Provokationen an der Grenze beschrieben.

Des Weiteren wird das Befahren des demokratischen Berlin(Berlin/DDR) und auch des Gebietes der DDR durch Militärfahrzeuge der Westalliierten vermerkt.

Dann werden Provokationen durch Militärangehörige der Westalliierten beschrieben.

Das SPD-Ostbüro hatte eine Hetz-Flugblattaktion gestartet. Es handelte sich um die Hetzschrift „Macht das Tor Auf“ und um den „Sozialdemokrat“. Exemplare dieser Hetzschriften wurden in den Bezirken Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt und Leipzig sichergestellt.

Es erfolgt dann eine Einschätzung der taktischen Handlungen der westlichen Besatzungsmächte.

Gegnerische Provokationen und Vorkommnisse im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)traten nur vereinzelt auf.

In Berlin wurden in 3 Fällen Wahlplakate von unbekannten Tätern beschädigt. Heute ist das normal, damals war das eine staatsfeindliche  Handlung gegen die DDR.

In 3 Fällen erhielten SEDMitglieder anonyme Telefonanrufe provokatorischen und hetzerischen Inhalts.

Eine in Berlin-Pankow wohnende ehemalige Medizinstudentin an der „FU“ Westberlin, wurde von einer unbekannten männlichen Person in ihrer Wohnung aufgesucht und zum Verlassen des demokratischen Berlins(Berlin/DDR)aufgefordert.

Im Grenzabschnitt Gleimstraße und Eberswalder Straße fiel nach 0:00 Uhr die Grenzbeleuchtung aus. (Ursache konnte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ermittelt werden.)

Dann werden einige Grenzdurchbrüche und Desertionen aufgeführt.

Über negative Beeinflussung bewaffneter Kräfte und Unzufriedenheit in ihren Reihen wird berichtet.

Zuletzt wird über eine Morddrohung gegen Walter Ulbricht berichtet. Der anonyme Drohbrief aus Marburg(BRD)ging am 28.08.1961 bei der SED-Kreisleitung Hildburghausen/Suhl ein. Dieser hatte folgenden Inhalt:

„Euer Sklavenhalter Ulbricht wird die Rede zum 12. Jahrestag der Republik am 7.10.61 nicht mehr halten. Haltet Euch nach dem Attentat an Willi Stoph.“

 

Zusammenfassung erstellt von Petra Reichel

 

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Der 13. August 1961 – Der Tag, an dem…

Gastbeitrag von Gerd Pehl

 

In diesem Jahr jährt sich der Tag, an dem die DDR ihren Grenzverlauf für jeden sichtbar machte, zum 57. Mal. Einige sagen noch heute, es war der Tag des Mauerbaus, was völliger Unsinn ist. Am 13. August 1961 hat niemand an der Staatsgrenze der DDR eine Mauer errichtet. Tatsache ist vielmehr, dass ein Drahtzaun gezogen wurde und an ehemaligen Grenzübergängen nach Berlin West die Bereitschaftspolizei – eine Einheit der Volkspolizei – weiterhin und mit Unterstützung der Kampfgruppen der Arbeiterklasse, das waren Arbeiter und Angestellte aus volkseigene Betriebe und Kombinate, die sich 1957 freiwillig zu militärischer Ausbildung zusammengeschlossen und nun bei der Sicherung der Staatsgrenze mitgeholfen hatten die Staatsgrenze zu sichern und die Kampfkraft der Arbeiterklasse der DDR zu dokumentierten. Die Mauer, die von westlichen Journalisten und Politikern auf den 13. August verschoben wurde und immer noch wird, entstand bekanntlich zwei Monate später. Soviel zum “Tag des Mauerbaus“.

Um die Ursachen für das Sichtbarmachen des DDR-Grenzverlaufs, zu der sich die Staatsführung der DDR, gestützt auf die Mehrheit der Bevölkerung, entschlossen hatte, richtig zu verstehen, ist es notwendig, dieses Ereignis im historischen Kontext zu betrachten.

 

Das Ende des 1. Weltkriegs und das Erstarken und Ende des deutschen Faschismus

Am 25. Oktober (julianische Zeitrechnung bis 1922 in Russland und Sowjetrussland; 7. November, gregorianische Zeitrechnung) 1917 fand innerhalb des 1. Weltkrieges in Russland die Große Sozialistische Oktoberrevolution statt, die den Frieden für Russland und die Welt bringen sollte. Aber die englischen, französischen und amerikanischen Imperialisten wollten nichts von Friedenverhandlungen wissen und ließen den räuberischen deutschen Imperialisten, die dann Russland den annexionistischen Gewaltfrieden von Brest-Litowsk aufzwangen, freie Hand.

Am 25. Oktober (julianische Zeitrechnung bis 1922 in Russland und Sowjetrussland; 7. November, gregorianische Zeitrechnung) 1917 fand innerhalb des 1. Weltkrieges in Russland die Große Sozialistische Oktoberrevolution statt, die den Frieden für Russland und die Welt bringen sollte. Aber die englischen, französischen und amerikanischen Imperialisten wollten nichts von Friedenverhandlungen wissen und ließen den räuberischen deutschen Imperialisten, die dann Russland den annexionistischen Gewaltfrieden von Brest-Litowsk aufzwangen, freie Hand.

Die Oktoberrevolution bewegte die Imperialisten der westlichen Länder sehr stark, das Deutsche Reich endlich in die Knie zu zwingen, um den Krieg zu beenden. Nach dem Waffenstillstandsabkommen von Compiegne 1918 endete dieser Weltkrieg 1919 mit dem Versailler Friedensvertrag, mit dem das Deutsche Reich zu Abrüstung, Gebietsabtretungen und Reparationszahlungen verpflichtet wurde. Dieser Friedensvertrag war für die deutsche Bevölkerung ein Knebelvertrag. Ziel des von den Siegermächten dem Deutschen Reich oktroyierten Friedensvertrags von Versailles war, das Deutsche Reich nie wieder zu einer bedeutenden Macht in Europa emporkommen zu lassen.

Gleichzeitig hatten sie die Grundlage geschaffen, sich gegen das neu entstandene Sowjetrussland zu stellen, um es in den Schoß des Imperialismus zurückzuholen, in dem sie in den russischen Bürgerkrieg intervenierten auf Seiten der Weißgardisten. Der äußere Feind der jungen Sowjetmacht waren die englischen, französischen, amerikanischen, japanischen und deutschen Imperialisten und ihr innerer Feind waren die Kapitalisten, Gutsbesitzer und Kulaken, die Sowjetrussland mit ebenso wütendem Hass verfolgten und mit Unterstützung der Interventen verzweifelt versuchten, die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Helfershelfer der bürgerlich-gutsherrlichen Konterrevolution waren die Menschewiki und die Sozialrevolutionäre. Die Rote Armee aber führte von März 1918 bis Oktober 1922 – mehr als 4 Jahre – mit großer Unterstützung der internationalen Arbeiterklasse einen erfolgreichen Kampf gegen ihre inneren und äußeren Feinde. Die Niederlage, die das imperialistische Joch hinnehmen musste, ließ den Hass der Imperialisten gegen das Sowjetrussland und gegen die im Dezember 1922 gegründete Sowjetunion niemals enden.

Dass das Deutsche Reich in den 20-iger Jahren trotz des Versailler Friedensvertrags Wege zur Wiederaufrüstung beschritt, ohne dass die Signatarstaaten sie bemerkten, war erstaunlich, zumal die Aufrüstung nicht nur durch die deutsche Industrie, sondern auch mit Hilfe der Industrie anderer Länder erfolgte. Mit dem Sieg der Faschisten 1933 sahen sich die Signatarstaaten vor vollendeter Tatsache gestellt. Sie duldeten und förderten so teilweise den faschistischen Aufschwung des Deutschen Reichs, ihnen voran die USA. Erinnert sei in dem Zusammenhang an den Einmarsch ins Rheinland 1936, den Anschluss Österreichs 1938, die Abtrennung des deutschsprachigen Sudetenlandes von Tschechoslowakei (Münchener Abkommen 1938), Einmarsch in die Tschechoslowakei und Abtrennung der Slowakei 1939.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939 begannen die deutschen Faschisten ihren Traum, den Hitler in seinem Buch “Mein Kampf“ in den Jahren 1925/26 bereits dargelegt hatte, zu verwirklichen – die Ausrottung der Juden, der Kommunisten, Bolschewisten, die Dezimierung der Slaven und Raum schaffen für ein Großdeutschland im Osten. Der Hass der internationalen Imperialisten auf die Sowjetunion wurde darin deutlich, obwohl die Sowjetunion bereits seit Oktober 1934 Mitglied des Völkerbunds war, den das Deutsche Reich im September 1933 verlassen hatte.

Mit dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg in Europa durch ihren Einsatz mit Großbritannien an der Westflanke der Wehrmacht im Juni 1944 wurde das Ende des deutschen Faschismus offensichtlich. Die Eröffnung der zweiten Front gegen die faschistische Wehrmacht diente nicht wie heute erklärt und in Geschichtsbüchern geschrieben wird als Hilfe der Roten Armee, sondern es war der Wille beider Alliierten, noch vor dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin zu sein, um die Sowjetunion nicht als gleichrangigen Partner betrachten zu müssen. Das erkannte die Rote Armee und ließ sich den Sieg über den deutschen Faschismus von ihnen nicht streitig machen.

Der Hass gegen die Sowjetunion von 1922 wurde von den Imperialisten auf die nächste Generation übertragen und blieb somit erhalten. Ihnen war klar, dass die Befreiung der osteuropäischen Länder vom faschistischen Joch die Arbeiterklasse dieser Länder gestärkt hervorbringen und somit auch dort der Imperialismus sein Ende finden würde. Als dies Realität wurde, verstärkte sich der Hass besonders bei den US-Imperialisten gegen die Sowjetunion und den sozialistischen Ländern.

 

Die Entwicklung Westeuropas und Deutschlands nach Zerschlagung des Faschismus

Churchill, Roosevelt und Stalin schrieben in ihrer gemeinsamen Erklärung über die Arbeit der Krim-Konferenz (auch genannt: Konferenz von Jalta) im Februar 1945: „Zu unseren Zielen gehört nicht die Vernichtung des deutschen Volkes. Erst wenn der Nazismus und Militarismus ausgerottet sein werden, besteht für das deutsche Volk die Hoffnung auf eine würdige Existenz und einen Platz in der Gemeinschaft der Nationen.“ Diese Worte des britischen Premierministers und des US-Präsidenten hatte die Politiker Großbritanniens ebenso schnell vergessen wie die der US-Administration oder sie wussten, dass weder Churchill noch Roosevelt diese Worte ernst gemeint hatten. Jedoch Stalin hatte diesen Worten große Bedeutung beigemessen und verwirklicht in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ).

Hauptsächlich auf Betreiben Großbritanniens kam der mit Frankreich geschlossene Bündnis- und Bestandsvertrag von Dünkirchen im Januar 1947 zustande, der durch den Brüsseler Vertrag März 1948 – von Belgien, Frankreich, Großbritannien Luxemburg und den Niederlande unterzeichnet – den Vertrag von Dünkirchen erweiterte. Damit war in Europa erstmals eine gemeinsame ständige Militärorganisation – die Westunion – in Friedenszeiten geschaffen worden, was ein Abwenden von der Antihitlerkoalition verdeutlichte und richtete sich gegen die Sowjetunion und den sozialistischen Staaten. Die USA und Kanada nahmen an den Beratungen der Westunion als Beobachter teil und trugen dazu bei, dass im April 1949 die NATO in Washington gegründet wurde.

In dem Zusammenhang ist nicht unbeachtet zu lassen die im März 1948 angekündigte und Juni 1948 durchgeführte Währungsunion in der Trizone – USA, Frankreichs und Großbritannien –, mit der die Reichsmark und die Rentenmark durch die Deutsch Mark (DM), die in den USA gedruckt und geheim nach Bremerhaven und von dort weiter in die Länder transportiert worden war, im Wert 10 zu 1 abgelöst wurde, ohne die sowjetische Besatzungszone darin einzubeziehen.

Ende Juni 1948 wurde durch die Währungsreform in der SBZ und in gesamt Berlin die Mark eingeführt. Dabei ist zu beachten, dass das gesamte Territorium Berlin unstreitig zwischen den Alliierten auf dem Territorium der SBZ sich befand. Die westlichen Alliierten führten trotz ihrer Erklärung gegenüber dem Chef der SBZ im Juni 1948, dass die Westmark nicht in den Westteil Berlins eingeführt wird, dennoch einige Tage später in den Westteil Berlins die DM ein.

Damit war die Spaltung Deutschlands von den Westalliierten vollzogen worden, was deutsche Politiker bis heute bestreiten. Im Mai 1949 erfolgte die Gründung der Bundesrepublik, womit die Teilung Deutschlands vertieft wurde und die Gründung der DDR, die im Oktober 1949 erfolgte, erforderlich wurde. Die Politiker der DDR nichts unversucht gelassen, Deutschland zu vereinen und einen gerechten Friedensvertrag für Deutschland mit dem Ziel, einen schnellen Abzug aller Besatzungstruppen aus Deutschland zu bekommen. Jedoch waren die Adenauer-Regierung und ihre westlichen Besatzer dazu nicht bereit. Ihr Ziel war es, die DDR politisch und wirtschaftlich zu schädigen. Dazu waren ihnen alle Mittel recht. 

 

Wie der Westen die DDR systematisch schädigte

Die offene Staatsgrenze in Berlin trug nicht unwesentlich dazu bei, dass sich die Bevölkerung von Berlin West mit Nahrungsmitteln aus Ostberlin versorgten und Dienstleistungen wie z. B. Friseur, Wäschereien in Anspruch nahmen, indem sie ihre D-Mark in Westberliner Wechselstuben in Mark der DDR tauschten. Hinzu kam, dass westliche Unternehmen gerne Arbeitskräfte aus der DDR beschäftigten. Sie waren billigere Arbeitskräfte als die in der BRD und Berlin West, weil den sogenannten Ostlern der Lohn 40 % in DM und 60 % in Mark der DDR ausgezahlt wurde. Zweifelsfrei war das ein Anreiz für einige DDR-Bürger, obwohl sie dann nur die Lebensmittelkarte G (Grundkarte) anstatt B (Angestellten-Karte) oder A (Karte für Schwerarbeiter und höhere Angestellte) bekamen, was bis Mai 1958 zutraf. Die Abschaffung der Lebensmittelkarten war mit einer Preisveränderung durch Senkung der Preise, die in den Verkaufsstellen der staatlichen Handelsorganisation (HO), in denen nur Lebensmittel ohne Lebensmittelkarten und somit zu höheren Preisen verkauft wurden und durch Anhebung der Preise, die in Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaft und privater Einzelhändler für Lebensmittel auf Lebensmittelkarten verkauft wurden. Für die Bürger der BRD und Berlin West war das kein Problem, da die Wechselstuben in der BRD und Berlin West rund 5 Mark der DDR für 1 DM verkauften.

Zu dem kam auch hinzu, dass viele gut ausgebildet Facharbeiter, Fach- und Hochschulabsolventen sowie Absolventen der Universitäten die DDR verließen, weil sie glaubten in der BRD ein besseres Leben führen zu können. Allein im Jahr 1960 hatten rund 200 000 Bürger die DDR verlassen. Für einige von ihnen traf zu, dass sie in der BRD besser lebten, besonders für diejenigen, die von Häschern der BRD gezielt abgeworben wurden. Das alles war für die DDR nicht nur ein jährlicher wirtschaftliche, sondern auch ein politischer Schaden, der durch die offene Grenze zur BRD und Berlin West gezielt von der BRD verursacht wurde. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen im Rat der Gegenseitigen Wirtschaftshilfe (RGW) waren von dieser BRD-Politik betroffen, was eigentlich die Verwirklichung der Politik des transatlantischen Bündnisses – USA und BRD – und nicht zuletzt auch der NATO war.

Das waren die Gründe, die die Staatsführung der DDR dazu bewegten, dem Westen zu zeigen, wo die Grenze zwischen der DDR und der BRD verläuft, sichtbar zu machen. Es war auch eine Forderung der Mehrheit der Bevölkerung an der Staatsführung der DDR seit einiger Zeit. Das wurde auch darin deutlich, dass es weder am 13. August noch an darauffolgenden Tagen zu Auseinandersetzungen, Krawallen oder ähnlichem in der DDR kam. Die westlichen Medien konnten nicht wie am 17. Juni 1953 über Krawalle berichten, sondern sich nur darauf konzentrieren, dass sich Panzer der Alliierten an der Staatsgrenze in Berlin gegenüberstanden und es die westlichen Alliierten nicht wagten einen Schuss in Richtung des Demokratischen Sektors von Berlin abzugeben.

 

Lagebericht zum Grenzgebiet(Staatsgrenze West) im Jahre 1961

 

Das Äußere des Dokuments

 

Es ist eine Durchschlagskopie(Kohlepapier). Der Inhalt sieht entsprechend alt und echt aus. Aber am Anfang und am Ende ist das Dokument verfälscht worden. So ist oben mit neuerer Schreibmaschinenschrift „Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt   Operativstab“ eingesetzt worden. Am Ende ist die Unterzeichnung eingesetzt worden, ebenfalls mit der neueren Maschinenschrift. „-Leiter des Operativstabes- (Bartel)Hptm.“ . Eine Unterschrift ist auch vorhanden. Warum die Einsetzungen vorgenommen wurden, ist nicht ersichtlich. Vermutlich, um das Dokument als „Stasi-Akte“ in der antikommunistischen Propaganda „interessanter“ zu machen.

 

Der Inhalt

 

Das Dokument ist am 23.12.1961 in Karl-Marx-Stadt erstellt worden.

Zunächst wird vermerkt, dass sich die Lage an der Staatsgrenze wenig verändert hat. Dass zu politischen Fragen wenig Stellung genommen wird und wenn noch, dann nur vorsichtig diskutiert wird.

Eine allumfassende Auswertung der 10. Tagung der Bezirksleitung „unserer Partei(Da ist wohl die SED gemeint.) erfolgte in den Grenzgemeinden noch nicht. Es gab nur vereinzelte Diskussionen zu den kadermäßigen(personellen) Veränderungen in der Bezirksleitung. Dabei kam oftmals zum Ausdruck:

„Überall dort, wo Walter Ulbricht auftaucht, wird tüchtig aufgeräumt. – Warum musste aber erst er kommen, um die Fehler und Mängel aufzudecken?“

In der Gemeinde Grobau, Kreis Plauen wurde die Ablösung des Genossen (…) begrüßt, da er dort immer überheblich aufgetreten wäre. Er sollte erst mal LPG-Vorsitzender werden, um einmal zu erfahren, wie die alltägliche Praxis wirklich aussieht.

Die Bevölkerung ist über die Sperrzeit ab 21:00 Uhr unzufrieden. So sagen Einige, dass man sich nichts vornehmen könnte, z. B. dass man bei einem Gaststättenbesuch am Abend nicht in Ruhe sein Bier trinken könne. Diese Diskussionen gab vor allem an der Staatsgrenze West des Kreises Oelsnitz.

Unzufriedenheit gab es auch darüber, dass man kein West-Fernsehen sehen durfte und angeordnet wurde das entsprechende Teil aus den Fernsehgräten auszubauen. Als Lösung dieses Problems und anderer Fragen gab es die Antwort: „Siedelt doch aus“.

Aufgrund der Sicherungsmaßnahmen entlang der Grenze ergaben sich für verschiedene LPGs Umstellungen in der Verrichtung ihrer Feldarbeiten, wobei die Frage der Arbeitskräfte eine Rolle spielte.

So hat z.B. die LPG Possek Kreis Oesnitz den größten Teil der Felder, auf etwa 14 km Länge, an der Westgrenze. Durch die Sperrung einiger Straßen und Wege sowie die Anordnung zu m Verlassen der Felder bei Einbruch der Dunkelheit, erhöht sich der Arbeitsaufwand. Um weitere Arbeitskräfte für die LPG zu gewinnen, wurde in Posseck eine Kommission gebildet, die diesbezüglich mit zur damaligen Zeit auswärts arbeitenden Leuten zu sprechen.

Schwierigkeiten gab es beim Verkauf der zurückgelassenen Rinder der umgezogenen Personen. Von den einzelnen LPGs wurden Tiere übernommen, in der Annahme, dass sie dafür den Soll-Preis zu zahlen haben. Es wurde aber der sollfreie Aufkaufpreis gefordert, was z.B. die LPG Großzöbern Kreis Plauen eine Summe von 60 000,- DM und für die LPG Ruderitz Kreis Plauen 30 000 DM(hier war ein Tippfehler. Der Betrag wurde mit Tinte handschriftlich eingesetzt.)(Bis 1964 hieß die Währung der DDR auch DM.) Derartig(für die damalige Zeit) hohe Summen waren in den LPGs nicht eingeplant. Seitens des Rates des Bezirks wurden mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft verhandelt, um die Frage der Bezahlung zu klären. Laut Ministerratsbeschluss mussten die Verkäufer die sollfreien Aufkaufpreise erhalten.

Die grobe Vernachlässigung der Wachsamkeit der Grenzsoldaten in der Grenzkompanie Heinergrün Kreis Oelsnitz wurde bemängelt. So entfernten sich in der Nacht vom 05. Zum 06.12.1961 z.B. 4 Soldaten, die an der Grenze ihren Dienst zu verrichten hatten, vorzeitig von ihrem Postenbereich und begaben sich zur Kompanie. Dort verbrachten sie die restliche Zeit in der Autogarage.

Die Tätigkeit des Gegner, z.B. Bundesgrenzschutz, Streitkräfte der USA, verlief im Berichtszeitraum im üblichen Rahmen. Es wurden Aufklärungsflüge mit Hubschraubern und Flugzeugen durchgeführt. Die Bewegung der Fahrzeuge war im Allgemeinen gering und es wurde auch keine besondere Postentätigkeit beobachtet.

Lediglich der Westdeutsche Zoll(zur damaligen Zeit bezeichnete die DDR die BRD als Westdeutschland) hatte seine Streifen verstärkt, wozu Angehörige des Zolls aus Naila und Hof zum Grenzdienst eingesetzt wurden, die mit dem VW-Bus zum 8 Stundendienst an die Grenze kamen.

 

Warum? (Tod des Michael Bittner)

  • Michael Bittner war während des Wehrdienstes nicht mit dem Soldatenleben klar gekommen.

 

  • Michael Bittner baute ein Haus(Eigenheim). Der Hausbau(Eigenheim) war in der DDR nervenaufreibend und teuer.

 

  • Während des Hausbaus bekam Michael Bittner den Einberufungsbescheid zum Reservedienst bei der NVA. Das kam ihm völlig ungelegen. Da er während seines Wehrdienstes mit dem Soldatenleben nicht klar kam, war das zu viel für ihn. Er warf den Einberufungsbescheid für den Reservedienst weg.

 

 

  • Die Vernichtung des Einberufungsbescheids für den Reservedienst bei der NVA könnte eine Strafverfolgung wegen Fahnenflucht nach sich gezogen haben.

 

  • All das zusammengenommen brachte Michael Bittner in eine verzweifelte Situation. So war für ihn die Hemmschwelle niedrig das Risiko einzugehen und sich in Lebensgefahr zu begeben.

 

  • Wenn Michael Bittner überlebt hätte, wäre neben der Fahnenflucht noch Republikflucht hinzugekommen, also mehrere Jahre Knast.

 

  • In der Ausnahmesituation, in der sich Michael Bittner kurz vor seiner Erschießung befand, war der Instinkt des Weglaufens vor Gefangenschaft größer als die richtige Entscheidung zu treffen, welche gewesen wäre, stehenzubleiben um zu überleben.

 

 

michael-bittner

Michael Bittner(13. August 1961 – 24. November 1986), Aufnahmedatum unbekannt

Bildquelle:
Entnommen aus „Chronik der Mauer“, Bild ist entsprechend verlinkt
Foto: Polizeihistorische Sammlung/Der Polizeipräsident in Berlin, Aufnahmedatum unbekannt

 

Lebensrettung für Grenzverletzer und Gaffer auf der anderen Seite der Grenze

Gastbeitrag von Karl-Heinz Schulze

Karl-Heinz Schulze diente an der Grenze

 

Neben der Möglichkeit der Lebensrettung bei solchen Vorkommnissen war für die Grenzsoldaten, auch wegen der Gaffer auf der anderen Seite der Staatsgrenze, Sichtschutz herzustellen.

Die Paparazzi-Medien waren meist schon vorinformiert und vor Ort. Dadurch konnten Tagesschau und ZDF zu oft auch mit Bildern oder Videosequenzen aufwarten.

Weiterhin kamen auch ausgebildete Grenzer und Ärzte zum Bergen der Grenzverletzer aus Minensperranlagen zum Einsatz. Das nächstgelegene Krankenhaus wurde sofort informiert und der Verletzte dort zur medizinischen Weiterbehandlung eingewiesen.

Es gilt Heute dafür einzutreten, alle Toten an der Staatsgrenze als Opfer des kalten Krieges einzustufen, auch wenn wie in diesem Fall gegen Gesetze der DDR verstoßen wurde.

grenzgebiet-kopie

Bild vor langer Zeit aus Facebook entnommen

 

Siehe auch den Beitrag zu den Schulungsfilmen(Grenze) von Karl-Heinz Schulze im Schwester-Blog DIE TROMMLER-ARCHIV  und „Verratene Helden“ auf diesem Blog.

Die Schulungsfilme gab´s früher auf YOU TUBE zu sehen. Sie sind aber mit der Begründung Urheberrecht von YOU TUBE entfernt worden.

 

Urteil des Landgerichts Berlin gegen Hartmut B. und Olaf N.

 

Bilder können durch klicken vergrößert werden. Das Urteil ist auch als PDF-Datei verfügbar.

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Hartmut B. und Olaf N. waren die beiden Grenzsoldaten, die auf Michael Bittner schießen mussten.

Der Fall wurde vor der Jugendkammer verhandelt, als ob es sich da um Jugendliche handeln würde, die Unfug getrieben hätten. Insbesondere da Olaf N. bereits damals schon etwas älter war. Die beiden leisteten ihren Wehrdienst, bzw. Reservedienst ab. Die Schüsse auf Michael Bittner haben mit dem Dienst als Soldaten zu tun und waren nicht irgendein Unfug.

Die beiden damaligen Grenzsoldaten wurden, wegen Totschlags, jeweils zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Nun ja, zumindest Bewährung, aber doch eine Vorstrafe.

Die Kosten des Verfahrens hinsichtlich der Gerichtsgebühren wurden den beiden aufgebrummt und hinsichtlich der gerichtlichen Auslagen und ihrer eigenen Auslagen die Hälfte, sowie die notwendigen Auslagen der Nebenkläger. Also eine finanzielle Einbuße für die beiden. Aber von Entschädigungszahlungen sind sie wenigstens verschont geblieben.

Ein § aus den Strafgesetzbuch der DDR in Verbindung mit dem Strafgesetzbuch der BRD lag diesem Prozess zugrunde. Was ist den das für eine Rechtslage?

Zur Urteilsbegründung:

Wie in der Auswertung des Falls Michael Bittner, der sich mit der Behauptung „verschwundene Leiche/Urne“ beschäftigt und auch hier ist der Vergleich der Berichte der Spurensicherung außen vorgelassen worden, weil das zu viel Raum einnehmen würde.

Zunächst wird der Verlauf des Vorfalls beschrieben.

Dass Michael Bittner nicht auf die Warnrufe und Warnschüsse reagierte, ist vermerkt.

Dann wird erklärt aus welcher Entfernung die Soldaten auf Michael Bittner schossen und dass sie die Schüsse kniend abgaben.

Die Waffe wird erklärt: Die Kalaschnikow hatte an der rechten Seite einen Wahlfeuerhebel. Bei dessen Stellung „oben“ war die Waffe gesichert, bei Stellung „Mitte“ schoss sie Dauerfeuer und bei Stellung „unten“ mit Einzelfeuer.“

Das Gericht hat sich damit beschäftigt, dass B. mit Dauerfeuer und N. wahrscheinlich mit Einzelfeuer geschossen hatte und dass die beiden wussten, dass bei dieser Art der Schussabgabe und der Art der Waffe, die insbesondere bei Dauerfeuer nach rechts oben (bei Rechtshändern, was beide Angeklagte waren) ausschlug. Wessen Schüsse Michael Bittner trafen, konnte nicht festgestellt werden. Dass B. möglicherweise in der Aufregung die Waffe falsch eingestellt hatte, berücksichtigte das Gericht nicht.


 Erklärung und Korrektur zur Waffe von Klaus Küchenmeister: 

klaus-kuchenmeister

Klaus Küchenmeister

Das ist an mehreren Stellen falsch: 1.Doch bei der Kalaschnikow sei es so, dass der Sperrhebel in der oberen Stellung die Waffe sichere, in der Mitte Dauerfeuer freigebe und unten auf Einzelfeuer schalte. -> das stimmt , aber man kann in der Aufregung durchaus nur 1 Stufe schalten 2. Wenn jemand beim Waffenreinigen den Abzug ausgebaut hat und die Unterbrecherfeder ist verloren gegangen, schießt die AK nur noch Dauerfeuer 3. Wenn man bei Dauerfeuer den Abzug los lässt, wird es nur ein Feuerstoß. 4. Ob Dauerfeuer oder nicht, meist trifft doch nur 1 Schuss.


Dass die beiden den Tod des Michael Bittner in Kauf genommen hätten, war dem Gericht wichtig. Andererseits ist vermerkt worden, dass die beiden Grenzsoldaten Michael Bittner nicht töten wollten und knapp daneben zielten. Doch sie mussten die Flucht des Michael Bittner unter allen Umständen verhindern. Sonst hätten sie sich in der DDR selbst strafbar gemacht. In diesem Zusammenhang wird das gewollte und bewusste Zusammenwirken erwähnt, als sie in die Richtung Bittners schossen.

Als Michael Bittner bereits auf dem Boden lag, gingen die beiden Soldaten zu ihm hin. N. gab weitere Warnschüsse ab. Das Gericht hat das dahingehend interpretiert, dass N. sich so als Soldat zu erkennen geben wollte, um nicht mit einem Unbefugten an der Grenze verwechselt zu werden. N. näherte sich dem am Boden liegenden Michael Bittner, während B. zur Sicherung auf dem Kolonnenweg verblieb. Die Möglichkeit, dass N. vielleicht so auf sich aufmerksam machen und weitere Soldaten zur Verstärkung holen wollte, wird nicht in Betracht gezogen.

N. sprach den Niedergeschossenen an, ob er allein unterwegs sei oder ob ihn jemand begleiten würde. Er erhielt jedoch keine Antwort. Nun Ja, Bittner war wohl da bereits tot. Das Gericht geht davon aus, dass Bittner noch lebte.

Den weiteren Verlauf beschreibt das Gericht folgendermaßen:

Es kamen die Zeugen T. Und S. als Alarmstreife mit einem „Trabant-Kübel“ an. Sie übernahmen die weitere Behandlung des Falles. Das Gericht geht von dem noch lebenden Schwerverletzten aus. Diesen trugen oder schleiften T. und S. zu ihrem Fahrzeug und verluden ihn auf den Rücksitz. Sie fuhren mit ihm zur Grenzkontrollstelle Sandkrug. Dort legten sie Michael Bittner an einer vom Westen nicht einsehbaren Stelle auf den Boden und deckten ihn mit einer Decke zu. Von dort aus wurde Bittner zur Regimentsmedizinstelle in Glienike verbracht. Der Regimentsarzt stellte fest, dass Michael Bittner zwei oder drei Einschüsse im Rückenbereich hatte. Nun sind wir hier wieder an der Stelle angelangt, wo, wie bei der anderen Auswertung des Falls Bittner, der Regimentsarzt festgestellt hätte, dass ein Schuss eine Herzrupptur herbeigeführt hätte. Wie kann das äußerlich erkannt werden? Hat das nicht später die Gerichtsmedizin festgestellt? Der Regimentsarzt stellte den Totenschein aus und der Leichnam wurde in die Militärmedizinische Akademie nach Bad Saarow gebracht. Dort wurde der Leichnam am nächsten Morgen von Dr. K. und Prof. S. obduziert. Dabei waren noch außer den beiden Obduzenten S. als Sektionsassistent und der K. als Ermittlungsbeamter anwesend. Die Obduktion ergab die vorgenannte Todesursache und die Feststellung, dass die Verletzung, auch bei sofortiger ärztlicher Versorgung, tödlich gewesen wäre. Folglich keine Überlebenschance.

Auch ein Ermittlungsbeamter, von welcher Behörde steht nicht in der Urteilsbegründung, war bei der Obduktion anwesend. Also muss es auch da Aufzeichnungen geben.

Es wird in Frage gestellt, was weiterhin mit dem Leichnam geschah, aber die Wahrscheinlichkeit in Betracht gezogen, dass dieser auf dem Friedhof Berlin-Baumschulenweg ankam. Die herausgerissenen Seiten aus dem Obduktionsbuch werden erwähnt. Doch die Frage durch wen und wann sie hergerissen wurden, ist nicht gestellt worden. Der Mythos von der verschwundenen Leiche/Asche muss aufrecht erhalten werden.

 Weitere Punkte in der Urteilsbegründung:

Das Gericht betont, dass die Angeklagten vor und nach der Tat ordentliche Bürger waren. Sehr sinnig. Sie handelten doch im Dienst als Soldaten. Wie kann man das mit nicht stattgefundenen kriminellen Karrieren vergleichen?

Das Gericht bemängelt auch, dass an der Grenze Niedergeschossene, erst mal außer Sichtweite, von westlicher Seite aus gesehen, gebracht wurden, was ihre notärztliche Versorgung verzögert hätte, falls Sie noch lebten. Aber von Kritik an den Westmedien, der Polizei und anderen Behördenvertretern von westlicher Seite – keine Spur.

Dann enthält die Urteilsbegründung ein politisches Statement.

Es ist den Angeklagten zugute gehalten worden, dass sie nur „kleine Rädchen im Getriebe“ waren. Das Gericht hat sie aber wegen Totschlags verurteilt

Es ist ein klarer Fall, dass dies hier ein politischer Prozess im historischen Kontext seiner Zeit ist.

 

Zitat eines Grenzsoldaten der DDR, der Schlimmes erlebt hat.

Einem Facebook-Freund von mir ist ein schlimmes Erlebnis aus seiner Zeit als Angehöriger der Grenztruppen der DDR wieder hochgekommen, als er einen Artikel aus der Zeitung „Die Welt“ gelesen hatte.

In der Aufregung hat er das ohne Punkt und Komma sowie ohne Rechtschreibregeln aus dem Bauch heraus niedergeschrieben. Das ist ein ehrlicher Mensch, dem es wichtig ist den Lügen über die DDR entgegenzutreten und zu sagen, was die heutige unnütze Forschung und Geschichtsschreibung verschweigt.

Zitat:

das dieses rechte blatt solche „artikel“ bringt passt, das aaas das meinen posten abstechen wollte während sein weib ihr kind als schutzschild benutzte, war kein fahnenflüchtiger und die bgs schweine die auf meinen kc 20 min gefeuert haben auch nicht 😠…lügen, hetzen, verdrehen mehr kommt da nicht !!!

Ende des Zitats