Nordkorea wird die Lebensader abgeschnitten

 

Weihnachten 2017 ist keine gnadenbringende Weihnachtszeit für Nordkorea.

 


 

Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Nordkorea derart verschärft, dass dem Land die Lebensader abgeschnitten wird.

Sitzung UN-Sicherheitsrat

Eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates (Archivbild) © Brendan McDermid/Reuters

 

Nordkorea hat bislang zu wenig zum heizen und Strom produzieren. Benzin gibt es auch wenig. Bald wird noch weniger bis gar nichts da sein.

Die bislang erlaubte Menge der Einfuhr von Benzin und Diesel ist um 75 Prozent gekürzt worden. Außerdem müssen im Ausland arbeitende nordkoreanische Arbeiter heimkehren. Sie haben bisher Devisen für Nordkorea erwirtschaftet. Hinzu kommt noch, dass Nordkorea weniger exportieren darf und auch hier weniger Devisen erwirtschaften kann.

Während Kapitalisten und ihre Interessen vertretende Medien kein Interesse am Wohlergehen von arbeitenden Menschen haben, sprechen sie hier mitleidig von Sklavenarbeitern. Außerdem wird verschwiegen, dass auch in Katar nordkoreanische Arbeiter am Bau der Stadien für die Fußball-WM beteiligt sind. Es ist nur von Russland und China die Rede. China war bislang Partner und Verbündeter von Nordkorea. Nun hat auch China für die Sanktionen gestimmt. Ebenso Russland. Andererseits hat sich Russland als Vermittler im Streit zwischen Nordkorea und den USA angeboten. Es ist von Russland und China keine Hoffnung zu erwarten, auch wenn es manchmal anders klingt.

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Bildquelle:  Stepmap

 

In all den Pressemeldungen wird nicht oder nur am Rande auf die Auswirkungen des Embargos auf die Bevölkerung eingegangen. Die Bevölkerung wird von Embargos als Erste betroffen. Für das Militär und die Industrie werden Reserven zurückgehalten und nicht umgekehrt, wie es uns glauben gemacht wird. Das ist in jedem Land so, wenn eine Krise ist. Die Länder, die das beschlossen haben, würden selbst im Krisenfall nicht anders handeln.

Im FAZ-Kommentar von Thomas Gutschker wird die Auswirkung auf die Bevölkerung erwähnt. Kein Strom und keine Heizung. Doch sein Kommentar hat nur zum Inhalt, dass Sanktionen keinen Sinn machen. (Mit dem Sanktionslatein am Ende.) Er ist sich nicht im Klaren, was es heißt, wenn für ein ganzes Land Strom und Heizung fehlen.

Thomas Gutschker weist darauf hin, dass diese weitgehenden Sanktionen eine Kriegsgefahr sein könnten. Dazu nennt er den Angriff von Japan auf Pearl Harbor im Jahre 1941 als historisches Beispiel. Damals konnte Japan kein Öl und Stahl mehr beziehen.

Titel FAZ

Thomas Gutschker meint, dass Sanktionen ein Land wieder zurück an den Diplomatentisch bringen. Einem ganzen Land Strom und Heizung abdrehen hat eher die Wirkung einer Waffe und hat nichts mit einer Einladung zu Verhandlungen zu tun. So ist es nur logisch, dass Nordkorea diese weitgehenden Sanktionen als Kriegserklärung versteht. Von Öl, Energie für Elektrizität, Heizung und vieles andere mehr ist jede moderne Zivilisation abhängig. Dies ist die Lebensader für jedes Land. Wenn diese abgeschnitten wird, ist das ein Verbrechen gegen die dort lebenden Menschen.

 

 

 

 

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Stalins Geburtstag

Stalin Geburtstag

Erinnerung an Stalins Geburtsdatum. Zu Unrecht wird Stalin verdammt. Als er an der Macht war, ging es aufwärts. Ohne ihn wäre der II. Weltkrieg anders ausgegangen. Nicht auszudenken, wie dann die Welt ausgesehen hätte.

100. Jahrestag der Oktoberrevolution: Wie geht eine bürgerliche Zeitung damit um?

Als ich meine Heimatzeitung,Titel Öffentlicher

die eine Regionalausgabe der Schriftzug Rhein-Zeitung ist, aus dem Briefkasten holte, war ich zunächst erfreut. Der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution wird auch in einem bürgerlichen Blatt gewürdigt?

Oktoberrevolution RZ 1

Liest man sich den Text durch, merkt man schnell, dass von Würdigung keine Rede sein kann.

 

Hier findet man den ganzen Text. In der Zeitung auf Seite 2. Letztendlich bleibt das antikommunistische Gesülze übrig, wie wir es seit Jahr und Tag kennen. Insbesondere in den Alt-Bundesländern Deutschlands u.a. westlichen Ländern kennen wir ja das noch länger.

RZ Oktoberrevolution 2

Der besseren Lesbarkeit halber hier nochmal der Text aus obigem Artikel:

Warum Putin mit Lenin hadert

Oktoberrevolution Vor 100 Jahren erschüttern die Russen die Weltordnung – Millionen Opfer

Von Friedemann Kohler

St. Petersburg. Die Revolution siegt wieder im Winterpalast von St. Petersburg. Eine weiße Marmortreppe, über die einst die russischen Zaren schritten, wird überragt von einem riesigen Arbeiter. Drohend schwingt er den Hammer. Rote Banner überstrahlen die kostbaren französischen Wandteppiche in dem Palast, der heute das weltbekannte Museum Eremitage beherbergt. Vor 100 Jahren vollzog sich in diesen langen Korridoren Geschichte. Am 25. Oktober 1917 (7. November 1917 nach neuem Kalender) besetzten kommunistische Soldaten und Matrosen Brücken und andere wichtige Punkte im damaligen Petrograd. Eine Nacht später drangen sie in den Winterpalast ein. Dort saß seit der Februarrevolution acht Monate vorher schon nicht mehr Zar Nikolaus II., sondern nur noch eine schwache Übergangsregierung.

Radikale Linke übernahm die Macht in Russland

In einem Handstreich, verklärt zur „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“, übernahm der radikalste Flügel der russischen Linken die Macht: die Partei der Bolschewiki unter Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924). Eine welthistorische Zäsur: Der erste sozialistische Staat entstand. Aus Russland wurde 1922 die Sowjetunion. Der Beginn eines jahrzehntelangen Wettbewerbs der Systeme. Doch die Sowjetunion zerfiel 1991, und im heutigen Russland ist die Ausstellung „1917“ der Eremitage die wohl eindrücklichste Erinnerung an den Roten Oktober. Zum Jahrestag wurde der Palast zur Kulisse eines großen Lichtschau. Ansonsten tut sich das Land schwer mit 1917. Einerseits kostete die kommunistische Herrschaft Millionen Menschen das Leben, vor allem unter dem Diktator Josef Stalin (1878–1953). Andererseits trauern immer noch viele Russen bis hinauf zu Präsident Wladimir Putin der verlorenen Größe der Sowjetunion nach.

Die Stätten der Oktoberrevolution lassen sich in St. Petersburg zu Fuß erlaufen. Vor dem Smolny-Institut steht immer noch ein berühmtes Lenin-Denkmal. Gebieterisch weist der Revolutionsführer in die Ferne: In eine lichte Zukunft? Oder zum Winterpalast?

Im Smolny hatten der Petrograder Rat der Arbeiter und Soldaten und das militärrevolutionäre Komitee ihren Sitz. Von hier steuerte Lenin seine Machtübernahme. Im russischen Doppelrevolutionsjahr 1917 agierte er von allen Politikern am entschlossensten. Im Februar war der Zar gestürzt worden, doch die folgende provisorische Regierung war zerstritten. Vor allem beendete sie nicht den Krieg gegen das deutsche Kaiserreich. Lenin versprach den Arbeitern Brot, den Bauern Land und allen zusammen Frieden. Historiker sind sich einig, dass weniger der Umsturz von 1917, sondern die Festigung der Macht im blutigen Bürgerkrieg bis 1922 der eigentliche Erfolg der Bolschewiki war. An dem militärischen Sieg hatte Kriegskommissar Leo Trotzki (1879–1940) großen Anteil.

Als Motto für das Gedenkjahr 2017 hat der Kreml die nationale Einheit ausgegeben, die Versöhnung zwischen den einstigen Bürgerkriegsgegnern, zwischen Roten und Weißen. Für Wladimir Putin ist Lenin einer der großen Zerstörer in der russischen Geschichte. „Lenin hat eine Atombombe unter das Gebäude gelegt, das Russland heißt, und die ist dann explodiert“, sagte er 2016. Gemeint war die Aufteilung der Sowjetunion in Republiken wie die Ukraine oder Weißrussland, die beim Zerfall des Riesenreichs eigenständige Staaten wurden. „Hätte man sich nicht ohne Revolution, sondern auf evolutionärem Weg weiterentwickeln können?“, fragte er klagend.

Kremlchef Putin fürchtet sich vor einer Revolte

Putin tut sich leichter mit Stalin, dem Sieger im Zweiten Weltkrieg, der die sowjetische Macht erweiterte, meint der Historiker Ilja Kalinin. Zudem sei dem Kremlchef jede Art von Umsturz, von Revolution verdächtig, sagte der Professor der Universität St. Petersburg. „Schon die Idee einer Revolution wird als Nationalverrat gebrandmarkt.“ Der Langzeitpräsident fürchte, dass sich der Volkszorn irgendwann auch gegen seine Herrschaft richten könnte. Dabei sei die Botschaft der russischen Doppelrevolution, dass Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Zu den revolutionären Stätten in Russlands nördlicher Hauptstadt gehört unabänderlich auch die „Aurora“. Der alte Panzerkreuzer liegt als Museumsschiff am nördlichen Ufer des Flusses Newa. Zwei Matrosen aus der nahe gelegenen Kadettenakademie schieben an einem trüben Herbsttag Wache auf Deck. Ein Schuss aus der Bugkanone der „Aurora“ gab am Abend des 25. Oktober das Signal für die Besetzung des Winterpalasts.

Die Revolutionäre drangen in den Prunkbau ein. Im Kleinen Speisesaal nahmen sie die Minister der provisorischen Regierung fest. Ministerpräsident Alexander Kerenski war da schon geflohen. Die Uhr auf dem Kaminsims des Speisesaals soll damals stehen geblieben sein. Ein Jahrhundert standen die Zeiger auf 2.10 Uhr, bis Eremitage-Direktor Michail Piotrowski eine revolutionäre Tat beging: Er setzte das Uhrwerk wieder in Gang.

entnommen aus der „Rhein-Zeitung“ vom 07.11.2017

Ich verweise nun auf Beiträge im Schwesterblog DIE TROMMLER-ARCHIV.

Titelbild Kopie

Logo: DIE TROMMLER

Sieh auch Beiträge aus dem befreundeten Blog „Sascha´s Welt“.

Sascha´s Welt

Logo: „Sascha´s Welt“

Heute: Gründungstag der DDR

 

Ich wünsche allen Freundinnen und Freunden der DDR, Genossinnen und Genossen ein frohe Feier am heutigen Tage, der unser Feiertag geblieben ist.

1. August 1973: Todestag von Walter Ulbricht

Ulbricht volksnah

Bild von Facebook entnommen

 

Der erste Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, starb am 1. August 1973.
Er war ein sehr geselliger Mensch und fühlte sich mitten unter der Bevölkerung stets am wohlsten.
Kurz vor seinem Tode tat er seinen Willen kund, dass die Weltfestspiele der Jugend, die zeitgleich begannen, in keiner Weise dadurch beeinträchtigt werden sollen…!

Der letzte Gipfel der sozialistischen Länder

Siehe Beitrag, wie Heinz Keßler die Konterrevolution erlebte.

Im Beitrag von Heinz Keßler im Buch „Unter Feuer“ Untertitel „Die Konterrevolution in der DDR“(Herausgeber „Offensiv“) wird an den letzten Gipfel der sozialistischen Länder erinnert. Es war die letzte politische Beratung der Warschauer Vertragsstaaten im September 1989.

Am Beginn der Konterrevolution keine Protestler auf den Straßen von Bukarest? Von zerstörungswütigen Radikalinskis keine Spur? Ahhh, auf dem letzten Gipfel der sozialistischen Länder wurde die Konterrevolution beschlossen. Einer der Vorreiter war Gyula Horn.

Ausgerechnet wurde Erich Honecker krank. So konnte er das Unglück nicht mehr aufhalten. Ob er es hätte verhindern können, sei dahingestellt.

Dass auf einem kapitalistischen Gipfel die Revolution beschlossen wird, ist bar jeder Realität. Das kapitalistische System tritt nicht so sang und klanglos ab, wie das sozialistische.

Seit seinem Sieg 1989/90 sitzt der Kapitalismus fester im Sattel denn je. Doch wir dürfen die Geschichtsschreibung nicht dem Sieger der Geschichte überlassen.

 

 

Beitrag von Heinz Keßler in Titel-Unter Feuer  „Unter Feuer“

Keßler Ende DDR und SED

 

 

 

 

 

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