Gesetzeslage bei Erzwingung von Ausreise(DDR 1985)

entnommen aus der MfS-Mediathek der BStU

 

Logo FB-Seite BStU

 

Erzwingung Ausreise 1Erzwingung Ausreise 2Erzwingung Ausreise 3

Das Dokument nochmal als PDF-Datei

Erzwingung Ausreise

Was ist davon zu halten? Hätte man damals einiges anders machen müssen?

Ein Facebook-Freund hat bestätigt, dass dieses Dokument echt ist und den damaligen Fakten entspricht. Ich stelle das mal zur Diskussion. Eine Bemerkung habe ich dazu.

„Jegliche berufliche Tätigkeit zu verweigern“, au weia, die BStU feiert solche Leute als Helden. Macht man heute das gleiche, werden die Hartz IV-Bezüge gekürzt und man wird als Faulenzer und Versager in die Ecke gestellt.

 

Werbeanzeigen

„Greif“ – Dokumentarfilm über die Verurteilung eines Spions

Es geht um einen Handelsvertreter der DDR, der in der BRD tätig war.

Nachdem er in der BRD Diebstähle begangen hat, ließ er sich vom BND anwerben.

Dieser Film zeigt die Gerichtsverhandlung und die Verurteilung.

Die BStU bezeichnet dies als Propagandafilm. Dem ist nicht so. Das ist ein Dokumentarfilm. Trotzdem, danke BStU für das historische Dokument.

Bitte auf die Vorschau klicken.

Bildschirmfoto 2019-05-27 um 21.56.15

entnommen aus der Mediathek der BStU.

 

Bildschirmfoto 2019-05-27 um 22.27.15

 

Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls 1961

Dieses Dokument zeigt die Reaktionen aus dem Westen nach der Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls im Jahre 1961.

 

Besser lesbar als PDF-Datei:

Bericht über westliche Reaktionen nach Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls

 

Dokument entnommen aus der Mediathek der BStULogo FB-Seite BStU

Zusammenfassung des Inhalts

Interessant und traurig ist die Rolle des DGB der BRD.  Seine Aufgabe ist die Klasseninteressen der Arbeiterklasse zu vertreten. Stattdessen hat er darauf hingewirkt, dass die Arbeiterklasse ihre Klasseninteressen verrät, mit den Kapitalisten paktiert und Delegationen nach Westberlin schickt. Einerseits sollte eine  „Unterstützung der Westberliner Arbeiter“ präsentiert werden und andererseits versprach man sich nach der Rückkehr dieser Delegationen aus Westberlin auch eine Beeinflussung der Arbeiterklasse. Klassenbewusstsein sollte aus den Köpfen verschwinden. Das ist hervorragend gelungen. Heutzutage spielt die Arbeiterklasse politisch keine Rolle mehr.

Allerdings ist zu erwähnen, dass Teile der DGBGewerkschaften sehr wohl die Klasseninteressen der Arbeiterinnen und Arbeiter vertreten und  örtliche Funktionäre, seinen es hauptamtliche oder ehrenamtliche, rennen sich „den Herzbendel ab“, um den Menschen zu helfen. Diese Leute haben nichts mit obengenannten zu tun. Im Zweifelsfall wollen aber auch sie nichts  von der DDR wissen. Das gilt auch für die heutige Zeit, wo die DDR seit Jahrzehnten nicht mehr existiert.


 

Aus SPD-Kreisen wurde bekannt, dass es Pläne gab, unmittelbar an der Grenze auf Westberliner Seite Freilichtveranstaltungen durchzuführen. Insbesondere sollten Filme gezeigt werden, von denen man sich eine Beeinflussung der Bevölkerung der Hauptstadt der DDR(damals noch als demokratisches Berlin bezeichnet) und der Grenzposten versprach, z. B. sogenannte Reißer(damalige Bezeichnung, heute sagt man Thriller oder Block Buster) zur Ablenkung der Grenzposten.

Dann ist eine Flugblattaktion einer  Agentenorganisation der USA vermerkt worden. Die Presseagentur UPI aus den USA hatte die redaktionelle Spitze ihres Büros in Westberlin verdreifacht und u.a. zwei USA-Spitzenredakteure aus New York nach Westberlin geholt. Von den Angehörigen des Büros wurde dieser Schritt damit begründet, dann man jederzeit mit einem bewaffneten Zwischenfall rechne.

Der Westberliner Zoll notierte die Autonummern aller von Westberlin in das demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahrenden Kraftfahrzeuge, ohne bei ihrer Rückkehr diese Notizen zu löschen.

Seit dem 29.08.1961 wurde besonders an den Übergängen Invalidenstraße, Sonnenallee und Chausseestraße von den westlichen Kontrollorganen verstärkt dazu übergegangen, alle Westberliner Bürger(und Bürgerinnen), besonders aber Ärzte und Spezialisten, die mit dem PKW ins demokratische Berlin(Berlin/DDR) fahren wollten, zu warnen und zurückzuhalten. U.a. wurde erklärt, dass sie aus dem demokratischen Berlin(Berlin/DDR) nicht wieder zurückgelassen würden. So wurden(Krankenhaus Weißensee), der (Name geschwärzt) im Städt. Krankenhaus Berlin-Kaulsdorf, (wieder eine Schwärzung), Facharzt(wieder eine Schwärzung) in Berlin-Lichtenberg u.a. zurückgewiesen. Z.B. waren auch im Krankenhaus Friedrichshain eine Anzahl Ärzte, darunter(geschwärzt), nicht zum Dienst erschienen.

In der gleichen Absicht erhielten im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)beschäftigte Westberliner Ärzte in der Nacht vom 28. zum 29. 8.1961 Anrufe mit der Aufforderung, das demokratische Berlin(Berlin/DDR)nicht mehr zu betreten, weil sie von DDR-Seite aus nicht wieder zurückgelassen würden, u.a. weil im demokratischen Berlin(Berlin/DDR) im Gesundheitswesen der Notstand ausgerufen worden wäre.

Die Versuche in provokatorischer Form die Angehörigen der Sicherheitsorgane zu beeinflussen und Grenzsicherungsanlagen zu zerstören, hielten auch weiterhin an, aber ohne zuzunehmen.

Dann werden im Dokument Provokationen an der Grenze beschrieben.

Des Weiteren wird das Befahren des demokratischen Berlin(Berlin/DDR) und auch des Gebietes der DDR durch Militärfahrzeuge der Westalliierten vermerkt.

Dann werden Provokationen durch Militärangehörige der Westalliierten beschrieben.

Das SPD-Ostbüro hatte eine Hetz-Flugblattaktion gestartet. Es handelte sich um die Hetzschrift „Macht das Tor Auf“ und um den „Sozialdemokrat“. Exemplare dieser Hetzschriften wurden in den Bezirken Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt und Leipzig sichergestellt.

Es erfolgt dann eine Einschätzung der taktischen Handlungen der westlichen Besatzungsmächte.

Gegnerische Provokationen und Vorkommnisse im demokratischen Berlin(Berlin/DDR)traten nur vereinzelt auf.

In Berlin wurden in 3 Fällen Wahlplakate von unbekannten Tätern beschädigt. Heute ist das normal, damals war das eine staatsfeindliche  Handlung gegen die DDR.

In 3 Fällen erhielten SEDMitglieder anonyme Telefonanrufe provokatorischen und hetzerischen Inhalts.

Eine in Berlin-Pankow wohnende ehemalige Medizinstudentin an der „FU“ Westberlin, wurde von einer unbekannten männlichen Person in ihrer Wohnung aufgesucht und zum Verlassen des demokratischen Berlins(Berlin/DDR)aufgefordert.

Im Grenzabschnitt Gleimstraße und Eberswalder Straße fiel nach 0:00 Uhr die Grenzbeleuchtung aus. (Ursache konnte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ermittelt werden.)

Dann werden einige Grenzdurchbrüche und Desertionen aufgeführt.

Über negative Beeinflussung bewaffneter Kräfte und Unzufriedenheit in ihren Reihen wird berichtet.

Zuletzt wird über eine Morddrohung gegen Walter Ulbricht berichtet. Der anonyme Drohbrief aus Marburg(BRD)ging am 28.08.1961 bei der SED-Kreisleitung Hildburghausen/Suhl ein. Dieser hatte folgenden Inhalt:

„Euer Sklavenhalter Ulbricht wird die Rede zum 12. Jahrestag der Republik am 7.10.61 nicht mehr halten. Haltet Euch nach dem Attentat an Willi Stoph.“

 

Zusammenfassung erstellt von Petra Reichel

 

Website: Erich Mielke – Power Point-Vorträge

Es gibt eine neue Website.ERICH MIELKE-POWER POINT-VORTRÄGE. Einige kennt Ihr ja bereits von WORDPRESS oder der Website AUFNAHMEHEIM RÖNTGENTAL.

Die Website ERICH MIELKE-POWER POINT-VORTRÄGE ist eine Sammlung von seinen Texten die zu Power Point-Vorträgen umgearbeitet worden sind. In die Power Point-Vorträge ist die heutige Sicht eingeflossen.

Die unteren Bilder zeigen die Website im Anfangsdesign. Hier ein Bild, wie die Seite aktuell aussieht. Die Seite muss übersichtlicher und besser lesbar sein. Darum die Umgestaltung.

Erich Mielke Power Point-Vortäge aumgestaltet

Das aktuelle Design

Website Erich Mielke 1Website Erich Mielke 2Website Erich Mielke 3Website Erich Mielke 4

 

8. Februar: Ehrentag des MfS

Das MfS hat es nicht geschafft die Konterrevolution zu verhindern. Trotzdem ist es bis zum heutigen Tag verhasst und wird hetzerisch „Stasi“ genannt. Auch wenn der größte Teil der Welt wieder in den kapitalistischen Machtbereich zurückgefallen ist, so ist es den Siegern der Geschichte immer noch ein Gräuel, dass die DDR, einstmals größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung, einen Geheimdienst unterhielt.

Siehe Blog-Beitrag auf der Website DIE TROMMLER.

 

 

 

 

 

 

Heute wäre Erich Mielke 110 Jahre alt geworden

Featured Image -- 1973

Erich Mielke(1976)

 

Heute wäre Erich Mielke 100 Jahre alt geworden. Die Personenbeschreibung befindet sich auf dem Schwesterblog DIE TROMMLER-ARCHIV.

 

 

 

Herbert Kierstein (Nachruf)

Wenige Monate nach seinem 80. Geburtstag ist Herbert Kierstein am Dienstag voriger Woche an den Folgen einer Herzoperation verstorben. Die Trauerfeier findet am 12. August auf dem Friedhof in Bestensee statt. („Junge Welt“ vom 03.08.2017)

Junge Welt Logo JEPG

 

Herbert Kierstein, geboren am 17. Januar 1938 in Grottkau; verstorben am 25. Juli 2017, war ein ehemaliger Oberstleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Herbert Kierstein

Herbert Kierstein

 

Bildquelle: Eulenspiegel-Verlagsgruppe, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Kierstein trat 1955 in das MfS ein. Ab 1958 war er Untersuchungsführer im Bereich Spionagedelikte gegen die DDR. In dieser Funktion war er unmittelbar mit dem Fall des US-Agenten Hannes Sieberer beschäftigt. Am 1. Oktober 1969 wurde er stellvertretender Referatsleiter und am 1. Oktober 1970 Referatsleiter in der Hauptabteilung IX (Untersuchungsorgan). Am 1. November 1980 stieg er zum stellvertretenden Abteilungsleiter auf und wurde 1981 zum Oberstleutnant befördert. Ab 15. März 1983 fungierte er als Offizier für Sonderaufgaben (OfS) in der Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG) der HA IX und von Februar 1985 bis September 1989 als Leiter der AKG-Arbeitsgruppe Analyse. Bis zu seiner Entlassung 1990 war er ab 1. Oktober 1989 stellvertretender Leiter des Arbeitsbereichs Koordinierung der AKG der HA IX.

Öffentliche Aufmerksamkeit wurde einer Veröffentlichung Kiersteins aus dem Jahr 2005 zuteil. „Verheizt und vergessen“.

Buch - Verheizt und Vergessen

 

Ein US-Agent und die DDR-Spionageabwehr. Ko-Autor dieses Buches war der erwähnte Hannes Sieberer, der nach seiner Enttarnung verhört wurde und drei Jahre in Haft saß, bevor er 1985 ausgetauscht wurde. In dem Buch setzen sich beide Männer mit ihrer Vergangenheit auseinander.

Der frühere Häftling des MfS und heutige Mitarbeiter der „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ Mario Rölling klagte gegen den Verlag „Das neue Berlin“ Der Streitpunkt waren eine nicht genehmigte Verwendung eines Fotos und fehlerhafte Zitate in einem Buch von Herbert Kierstein und Gotthold Schramm. In der Verhandlung hatte der Verlag Unterlassungserklärungen zu den fehlerhaften Zitaten und der nicht genehmigten Fotoveröffentlichung abgegeben. Der Verlag verpflichtete sich, unter Androhung einer Geldstrafe die strittigen Passagen zu streichen und das Foto nicht mehr zu verbreiten.

Der Diplomjurist Herbert Kierstein lebte in der Nähe von Berlin. Er starb an den Folgen einer Herzoperation.

entnommen aus Wikipedia und „Junge Welt“, bearbeitet von Petra Reichel

siehe You Tube Video mit einem weiteren Nachruf