Bildungssysteme im Vergleich: Cuba, Finnland, Deutschland

Hier geht´s zwar nicht um die DDR. Aber dieser Beitrag ist wichtig. Es geht um´s Bildungssystem. Und wenn man sich mit dem finnischen Bildungssystem befasst, kommt man wieder zur DDR. Das finnische Bildungssystem hat seine Wurzeln in der DDR.

Eine Andere Welt ist möglich

Warum der Sozialismus sein Volk allumfassend bildet

Dass das cubanische Bildungssystem eins der besten weltweit ist, ist unstrittig – die Daten und Fakten, die verschiedenste Organisationen, Länder und Universitäten gesammelt haben, sind eindeutig. Egal, ob es um den kostenlosen Zugang zum Bildungssystem, die niedrigste Analphabetenrate der Welt oder den hohen Anteil an Doktortiteln und WissenschaftlerInnen im cubanischen Volk geht. Es ist klar, dass die CubanerInnen eins der gebildeten Völker der Welt sind und das, obwohl sie ebenfalls zu den ärmsten Ländern der Welt gehören. In meinem Lehramtsstudium war Finnland das Maß der Dinge, aber es wurde immer betont, dass das skandinavische Land ein sehr reiches ist und deswegen die finnischen Erfolgsrezepte nicht so einfach auf andere Länder übertragen werden können. Man stelle sich nur vor, Cuba ständen die finanziellen Mittel Finnlands oder der BRD zur Verfügung. So gesehen, müsste Deutschland viel eher ein soziales Bildungssystem haben als Cuba, da Cuba…

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Geschichtsunterricht in der DDR

Das hat Sascha sehr gut erklärt.

Sascha's Welt

Autorenkollektiv+Geschichte-Klasse-9-Lehrbuch-DDRMarxistische Geschichtsschreibung ist keine Märchenstunde. Sie ist die wissenschaftliche Darstellung des objektiven, einheitlichen und in seiner Vielfalt gesetzmäßigen Entwicklungsprozesses der menschlichen Gesellschaft. Warum muß uns das heute interessieren? Weil heute von bürgerlichen Medien, ihren Lakaien und all den willigen Helfern, den Buchautoren, Dramaturgen, Regisseuren und Schauspielern Geschichtsfälschungen im großen Maßstab begangen werden. Und weil man ohne Geschichtskenntnis weder die Gegenwart noch die Zukunft verstehen kann. Wie schon Heinrich Heine sagte: „Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen.  Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen, was jener will.” [1] (Ein Zitat übrigens, daß der DDR-Schriftsteller Hermann Kant seinem Roman „Die Aula” voranstellte.) Man muß die Geschichte also wissenschaftlich betrachten. In der DDR war das so. Deshalb können wir hier und heute daraus lernen.

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Kleines Lexikon: Produktionsweisen

Sascha's Welt

In der DDR war der Unterricht an den Schulen wissenschaftlich, einheitlich und systematisch aufgebaut. Auf den ersten Blick fällt auf, daß die DDR-Lehrbücher für Geschichte heute zu wesentlich höheren Preisen gehandelt werden, als die entsprechenden Schulbücher der BRD. Der DDR-Schulpreis für das Lehrbuch Geschichte Klasse 10 betrug damals bspw. 3,20 M (also etwa das dreifache eines Dreipfundbrotes).

Geschichte Klasse 10
In der Unterrichtshilfe für Lehrer im Geschichtsunterricht heißt es: „Im Prozeß der sozialistischen Bildung und Erziehung der heranwachsenden Generation ist dem Geschichtsunterricht in den Klassen 5 bis 10 vor allem die Aufgabe gestellt, überzeugend die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung zum Sozialismus und Kommunismus und die Rolle der Menschen, insbesondere der Produzenten in diesem Entwicklungsprozeß nachzuweisen, die Schüler zur bewußten Parteinahme für den gesellschaftlichen Fortschritt und für die fortschrittlichen Kräfte zu erziehen und sie zu befähigen, ihr Leben in den den Dienst des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus zu stellen.“ [1] Und in…

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Maskierte Interessen der herrschenden Klasse

Sascha's Welt

Soweit das Auge reicht, begenet es Bildernder Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Ernst Barlach Soweit das Auge reicht, begegnet es Bildern der Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Ernst Barlach

Die herrschenden Klassen haben in jeder Epoche – der Epoche der Sklaverei, der Epoche des Feudalismus, der Epoche des Kapitalismus – danach gestrebt, ihre Herrschaft zu maskieren und ihre engbegrenzten Klasseninteressen für die Interessen des gesamten Volkes auszugeben. Sie präsentierten ihre Ausbeutermoral in Form einer allgemein-menschlichen Moral, sie erhoben sie in den Rang einer ewigen Wahrheit, auf Grundlagen beruhend, die außerhalb der menschlichen Gesellschaft stehen, die vom Menschen und von der jeweiligen ökonomischen Gesellschaftsformation unabhängig sein und gleichsam von Gott ausgehen sollten. (M.I.Kalinin)

Quelle:
Von Sinn Deines Lebens, Sozialistische und bürgerliche Moral, Eine Anthologie, Verlag Neues Leben, Berlin 1959, S. 50.

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Geschichte in Übersichten

http://www.bei-ekke.de/geue/010-011.htm

DDR Geschichte

„Geschichte in Übersichten“ ist ein wichtiges Geschichtsbuch aus der DDR. Nun ist es, digital, im Internet verfügbar.

Die sozialistische Volksbildung in der DDR nach 1945

Sascha's Welt

Gerade in Zeiten wie heute, wo die Kinder im Geiste des herrschenden Kapitalismus erzogen werden, ist es sinnvoll, daran zu erinnern, mit welchem Optimismus, mit welcher Zuversicht  und mit welchem großen Vertrauen sich die Lehrer in den ersten Jahren nach der Gründung der DDR an die völlig neue Aufgabe heranwagten, ein sozialistisches Bildungswesen aufzubauen.  In unserem Land war das Bildungsprivileg der Bourgeoisie abgeschafft worden, und erstmals hatten auch Arbeiter- und Bauernkinder uneingeschränkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten. Das schrieb man 1953:

In Deutschland bestehen zwei Bildungssysteme: das demokratische, fortschrittliche System in der Deutschen Demokratischen Republik und das volksfeindliche, seinem Wesen nach faschistische System in Westdeutschland.

Die Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone

Nachdem die Sowjetunion die Vernichtung Hitler-Deutschlands besiegelt hatte, wurden in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands sämtliche Hochschulen und Volksbildungsorgane von ehemaligen Mitgliedern der Nazipartei gesäubert. Die Sowjetische Militäradministration befahl, den Schulunterricht ab 1. Oktober 1945 wieder aufzunehmen. Die nazistisch…

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Die Förderung der Frauen

Druckformatvorlage für Offensiv

Das ist verloren worden

Die Förderung der Frauen, besonders in der beruflichen Qualifizierung, war gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.

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Zunehmend bis zu 92 % aller Frauen im arbeitsfähigen Alter waren berufstätig. Das war möglich, weil praktisch alle Kinder zwischen drei und sechs Jahren in Kindergärten von Fachkräften gegen ein geringes Entgelt betreut und verpflegt wurden. Die älteren Kinder bis zur vierten Klasse hatten die Möglichkeit, ihre Freizeit in betreuten Kinderhorten zu verbringen. Auch die Kinder bis zu drei Jahren – also im Babyalter – konnten auf Wunsch der Familien tagsüber in Kinderkrippen betreut werden. Diese Maßnahmen hatten neben der finanziellen Unterstützung der Familien mit Kindern (Kredite bei Eheschließung, Kindergeld, Beihilfe bei Geburten u.a.) zur Folge, daß jährlich 230.000 bis 245.000 Säuglinge lebend geboren wurden, d. h. von 1000 Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren wurden 1.735 bis 1.940 Säuglinge lebend geboren. (Fruchtbarkeitskennziffer).

Die in den Jahren 1988/1989 4,2 Millionen weiblichen Beschäftigten machten fast die Hälfte aller Erwerbstätigen aus. 80% davon verfügten über eine abgeschlossene berufliche Ausbildung, darunter 23% – also fast jede vierte weibliche Beschäftigte – über einen Hoch- oder Fachschulabschluss. Der Anteil der Frauen und Mädchen von den an Hochschulen Studierenden betrug nahezu 50 %.

Frauen in der DDR besaßen aufgrund ihres eigenen Arbeitseinkommens eine selbständige wirtschaftliche und soziale Position sowohl in der Familie als auch im öffentlichen Leben.

entnommen aus : „Unter Feuer  Die Konterrevolution in der DDR“ Hrsg. Offensiv

http://www.offen-siv.net