Spekulation auf das Ende von Nordkorea am Bespiel von Deutschland mit dem Ende der DDR

Anders als damals zwischen der DDR und der BRD, haben Verwandte zwischen Nord- und Südkorea keinerlei Möglichkeit Kontakt zueinander zu halten. Nicht mal Briefe schreiben ist möglich. Es gibt nicht mal eine Postverbindung.

DER SPIEGEL beschreibt die Situation zweier Brüder. Durch eine der seltenen Ausnahmen, wenn es Aktionen gibt, wo sich Verwandte zwischen Nord- und Südkorea begegnen dürfen, konnten sich die zwei Brüder wiedersehen.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Der Grenzbahnhof ist außer Funktion, wird aber noch unterhalten. Es gibt keinen Zugverkehr zwischen Nord- und Südkorea.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Formell herrscht zwischen Nord- und Südkorea noch der Kriegszustand. Die Kämpfe wurden 1953 durch einen Waffenstillstand beendet.

Siehe Koreakrieg

Südkoreaner Lee Su-nam am Grenzfluss zum Norden
Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

In Südkorea wurde 1949 das „Komitee für die Fünf Nördlichen Provinzen“ gegründet. Diese Behörde residiert in Seoul. Die hoffen auf eine sogenannte Vereinigung der beiden Koreas. Dort arbeiten 41 Beamte und außerdem haben dort fünf Gouverneure dort ihre Büros. Sie halten sich dazu bereit, dass Nordkorea irgendwann aufhört zu bestehen. Jeder von ihnen ist mit einem Jahresgehalt von rund 130 000 Dollar plus Fahrer ausgestattet. Unterstützt werden sie von 97 ehrenamtlichen Bürgermeistern. Im SPIEGEL-Artikel wird eingeschätzt, dass diese Beamten nicht so bald die „nördlichen Provinzen“ betreten und ihre Ämter antreten werden. Man hält diese Leute für „Torwächter der Vergangenheit“. Nun ja, das Ende der DDR und die Übernahme durch die BRD hatte man, selbst in konservativen Kreisen, für unrealistisch gehalten. Und doch es ist anders gekommen.

Die Geschichte der beiden Brüder drückt auf die Tränendrüse und es wird auf das Ende der DDR verwiesen („Mauerfall“). Man hofft, dass Korea den gleichen Weg nimmt.

Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Anders als zwischen den beiden deutschen Staaten, wo die BRD an einer Besuchsregelung interessiert war, da sie diese Besuche in ihr Propagandakonzept integrieren konnte, hat man in Südkorea dieses Interesse nicht. Besuche würden ja auch Devisen ins Land bringen. Während man das bei der DDR einkalkuliert hatte, denn es gab ja Wirtschaftsbeziehungen, ist man an solchen Geldeinnahmen seitens Nordkoreas nicht interessiert. Da sind ja alle Verbindungen gekappt. Südkorea steht ohnehin unter dem Einfluss der USA.

2018 gab es einen Hoffnungsschimmer. Im Zusammenhang mit den olympischen Spielen gab es Verhandlungen zwischen dem nordkoreanischen Regierungschef Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon.  Doch diese Verhandlungen sind nicht weitergeführt worden.

Nordkoreas Regierungschef Kim Jon Un und Südkoreas Präsident Moon
Bild entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 01.2021

Da in diesem Artikel auf die Tränendrüse gedrückt wird, wird vom Nachdenken darüber abgelenkt, wozu in Südkorea das „Komitee für die Fünf Nördlichen Provinzen“ unterhalten wird und warum es zu keiner Einigung zwischen den beiden Koreas kommt, zwischenmenschliche Besuche, Post- und Reiseverbindungen zu ermöglichen.

Entnommen aus DER SPIEGEL Nr. 1 / 02.01.2021, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus DER SPIEGEL

Wirbt W.I. Lenin wirklich für die MLPD?

Die MLPD dümpelt schon seit ewigen Zeiten vor sich hin. Trotz großer Gönner ist sie auf noch keinen „grünen Zweig“ gekommen.

maoistdazibao

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) hat einen beachtlichen PR-Erfolg in der bürgerlichen Presse eingefahren, mit der Aufstellung der ersten Lenin-Statue in Westdeutschland vor ihrer Parteizentrale in Gelsenkirchen-Horst. Wie diese „Marxisten-Leninisten“ W.I. Lenin und die anderen Klassiker des Marxismus-Leninismus „ehren“, wird klar, wenn man sich anhört, was „Stefan Engel, Leiter des theoretischen Organs der MLPD“ und langjähriger MLPD-Parteimonarch am vorhergehenden Samstag zur Aufstellung der Lenin-Statue absondert: „Wenn wir uns heute zum Marxismus-Leninismus bekennen, so wissen wir natürlich, dass die Texte, Bücher, Aufsätze und Schriften von Marx und Lenin schon über 100 Jahre alt sind, und in Zeiten geschrieben wurden, die mit den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr vergleichbar sind.“ (Rote Fahne der MLPD 14/2020, S. 26). Also heute laut MLPD heute keine marxistische Kapitalismusanalyse und keine leninistische Imperialismustheorie mehr. Veraltet, da alles seit über 100 Jahren alt ist; aber nun einmal wissenschaftlich – dialektisch-materialistisch – erforscht und bewiesen…

Ursprünglichen Post anzeigen 376 weitere Wörter

Angelika Barbe

Angelika Barbe wurde am 26. November 1951 als Angelika Mangoldt in Brandenburg an der Havel geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Angelika Barbe war eine Konterrevolutionärin in der DDR. Sie hat nun von sich Reden gemacht, als sie bei einer Demonstration im Zusammenhang mit dem Corona-Virus (Jahr 2020) festgenommen wurde.

Angelika Barbe
Angelika Barbe(1990)

 

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-1990-0421-332 / Schöps, Elke / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5425508

 

Angelika Barbe studierte 1970 bis 1974 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Von 1975 bis 1979 war sie als Biologin bei der Hygiene-Inspektion Berlin-Lichtenberg beschäftigt, danach war sie Hausfrau

Seit 1986 war sie im Pankower Friedenskreis um Ruth Misselwitz (evangelische Pfarrerin) aktiv. Eine der konterrevolutionären Gruppen, sich irreführend „Friedensgruppe“ nannten.  1987 war sie Mitbegründerin des Johannisthaler Frauenarbeitskreises und engagierte sich 1988/89 im Friedenskreis um die bekannten Konterrevolutionäre Ulrike Poppe, Jens Reich und Marianne Birthler.

Vom MfS wurde sie bis 1989 im operativen Vorgang „Hysterie“ beobachtet. Sie gehörte zum Kreis derer, die kurz vor dem Ende der DDR die sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP) gründeten.

Nach der Konterrevolution wurde sie Mitglied des Parteivorstandes der nun gesamtdeutschen SPD und gehörte vom 20. Dezember 1990 bis zum 10. November 1994 dem 12. Deutschen Bundestag an. Sie wurde über die Landesliste der SPD in Berlin gewählt.

1995 bis 1998 arbeitete sie als Assistentin des ärztlichen Leiters des Krankenhauses Prenzlauer Berg. 1996 war sie Mitbegründerin des „Berliner Bürgerbüros zu Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur“. Was immer auch das ist, es ist einer der vielen Institutionen, welche dafür sorgen, dass die DDR in schlechter Erinnerung bleibt. Dafür werden eine Menge Steuergelder verschwendet. Das stört keinen Rechnungshof, Bund der Steuerzahler u.ä. Sie trat aus Protest gegen die Zusammenarbeit der SPD mit der PDS (heute DIE LINKE) mit weiteren Konterrevolutionären, wie Günter Nooke und Vera Lengsfeld der CDU bei.

Seit 2001 war sie Mitglied des Bundesvorstandes der Dachorganisation „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.“ (UOKG). Auch so eine unselige Institution, für die Steuergelder verschwendet werden. Mit der Behauptung „kommunistische Gewaltherrschaft“ wird der Faschismus, der tatsächlich eine Gewaltherrschaft war, verharmlost. Bis Juli 2007 amtierte sie als stellvertretende Vorsitzende dieser unseligen Institution.

Im Jahre 2000 wurde Angelika Barbe als Kandidatin für das Amt des Landesbeauftragten für die MfS-Unterlagen in Sachsen vorgeschlagen. Bis zum Frühjahr 2017 war sie bei der „Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung“ (eine Propagandainstitution der Landesregierung von Sachsen) tätig und befindet sich heute im Ruhestand.

Nun ist sie nach Rechts abgebogen und nahm an Versammlungen der PEGIDA-Bewegung in Dresden teil. Sie ist islamfeindlich eingestellt und behauptet, dass Migranten gegenüber der übrigen Bevölkerung bevorzugt würden. Dies tat sie in einem offenen Brief an die CDU kund.

Im März 2018 gab die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung bekannt, dass sie Angelika Barbe in das Kuratorium der Stiftung berufen habe.

Seit 24. Dezember 2017 ist sie Autorin des „Cirero“.

Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nahm Angelika Barbe Ende April 2020 an Demonstrationen gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus teil. Die dazugehörige Einschränkung des Demonstrationsrechts setzte sie mit angeblichen Repressionen in der DDR gleich. Sie wurde bei der Demo festgenommen.

 

Was die Ursache der Festnahme war, ist aus dem Video nicht ersichtlich.

In Interviews im AfD-nahen Magazin „Compact“ bestritt sie die Tödlichkeit des neuartigen Corona-Virus.

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

 

Demonstrations- und Versammlungsverbote aus aktuellem Anlass

vollzugsdienst-kh

Bild entnommen von der Website der Stadtverwaltung Bad Kreuznach

 

Versammlungs- und Demonstrationsverbot im heutigen Deutschland. Wer hätte es vor kurzer Zeit noch für möglich gehalten?
Nun ja infolge der aktuellen Situation ist es notwendig. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht eine Notstandsübung ist, um aus anderen Anlässen demokratische Rechte außer Kraft zu setzen.


Text der Stadtverwaltung Bad Kreuznach:

„In Zeiten wie diesen ist die Gesunderhaltung der Bevölkerung das wichtigste Gebot. Auch das mit hohem Verfassungsrang ausgestattete Demonstrationsrecht muss daher etwas in den Hintergrund treten“, sagt Ordnungsdezernent Markus Schlosser. Wichtig sei nun, dass die Bevölkerung auch die Gebote und Verbote einhält.

Der kommunale Vollzugsdienst hat daher seine Arbeitszeiten ausgedehnt und einen Schichtbetrieb eingerichtet, um die Kreisverwaltung bei den notwendigen Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Denn für die Überwachung der verfügten Verbote, vor allem die Schließung der Einzelhandelsgeschäfte, Museen, Sport- und Fitnessstudios sowie Cafés, sind die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Der Kreis wird jedoch im Rahmen der Amtshilfe von den Ordnungsamtsämtern der Stadt und der Verbandsgemeinden unterstützt. „Es erfolgt eine enge Verzahnung mit der Ordnungsbehörde der Stadt, die Arbeit läuft vorbildlich und professionell“, erklärt der Ordnungsdezernent.

Konkret bedeutet das Folgendes, so Schlosser: „Unser kommunaler Vollzugsdienst überwacht, ob sich die Geschäfte an das Öffnungsverbot halten. Ebenso werden die Restaurants und Speisegaststätten geprüft, ob sie die Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr einhalten.“ Verstöße werden an den Kreis gemeldet und von da aus geahndet. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet19.

März 2020 von ISABEL GEMPERLEIN

 

Mahnwache für denFrieden in Bad Kreuznach

Flugblatt Mahnwache

Flugblatt kann als PDF-Datei runtergeladen werden.

20-01-10 Flugblatt Mahnwache

 

Revolutionärer Stadtrundgang in Stralsund am 03.10.2019

Erinnerung an die DDR, gegründet vor 70 Jahren.

 

 

 

Erklärung der Gelbwesten

Die Versammlung der Gilets Jaunes wurde vom 5. bis 7. April in Saint-Nazaire abgehalten

Gelbwesten

Bildquelle:  „JoinIn for Future“

 

und hat am Sonntag den 7. April diesen Text verabschiedet:

Wir glauben, dass es notwendig sein wird, den Kapitalismus zu beenden.

„Wir, die Gilets Jaunes, die in örtlichen Versammlungen gegründet, haben uns  sich am 5., 6. und 7. April in Saint-Nazaire versammelt und wenden wir uns an die Menschen als Ganzes. Nach dem ersten Treffen von Commercy, haben etwa 200 anwesende Delegationen ihren Kampf gegen Extremismus fortgesetzt, liberal, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Trotz der repressiven Eskalation der Regierung, der Anhäufung von Gesetzen, die die Regeln für alle verschärften, die Lebensbedingungen, die Rechte und Freiheiten zerstören, hat die Mobilisierung der Bewegung Wurzeln geschlagen.

Verändern wir das von Macron verkörperte System. Als einzige Antwort auf die Gilets-Jaunes-Bewegung und andere kämpfende Bewegungen reagierte die Regierung in Panik mit autoritärer Verschärfung. Über fünf Monate hinweg fordern wir Solidarität und Würde, überall in Frankreich, in Kreisverkehren, auf Parkplätzen, auf Plätzen, auf Autobahnen, bei Demonstrationen und in unseren Versammlungen, und bekämpfen alle Formen von Ungleichheit und Ungerechtigkeit.

Wir fordern die allgemeine Anhebung der Löhne, Renten und sozialen Mindestbeträge sowie öffentliche Dienstleistungen für alle. Unsere Solidarität im Kampf gilt insbesondere den neun Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Wir sind uns der Umweltkrise bewusst und versichern, dass das Ende der Welt und das Ende des Monats von derselben Logik herrühren und denselben Kampf erfordern.

Angesichts der Possen der großen Debatten, mit einer Regierung, die uns nicht vertritt und einer privilegierten Minderheit schaffen wir tatsächlich neue Formen direkter Demokratie.

Konkret erkennen wir an, dass die Versammlung von Versammlungen Vorschläge von den örtlichen Versammlungen erhalten und Richtlinien erstellen kann, wie dies auch bei der ersten Versammlung der Versammlungen der Fall war. Diese Richtlinien werden anschließend systematisch an lokale Gruppen übermittelt. Die Versammlung der Versammlungen bekräftigt ihre Unabhängigkeit gegenüber politischen Parteien und Gewerkschaften und erkennt keine selbsternannten Führer an.

An drei Tagen diskutierten und erarbeiteten wir Vorschläge im Plenum und in thematischen Gruppen , um unsere Anfragen, Maßnahmen, Kommunikations- und Koordinierungsinstrumente zu definieren. Wir haben beschlossen, im Juni eine weitere Versammlung zu organisieren.

Um das Kräfteverhältnis zu unseren Gunsten zu stärken, organisieren sich die Bürger im Kampf gegen das System und fordern die Versammlung von Versammlungen auf Maßnahmen zu ergreifen. In Kürze werden die Beschlüsse über eine digitale Plattform verteilt werden.

Die Versammlung der Versammlungen bittet Sie, die Teilnahme an souveränen Versammlungen der Bürger zu erweitern und sie zu stärken sowie neue zu schaffen. Wir laden alle Jaunes-Gilets, alle Gelbwesten ein, diesen Aufruf und die Schlussfolgerungen der Arbeit unserer Versammlung zu verbreiten. Die Ergebnisse der im Plenum geleisteten Arbeit werden die Aktionen und Reflexionen der Versammlungen beeinflussen.

Wir veröffentlichen verschiedene Appelle zu den Europawahlen, zu den örtlichen Volksversammlungen der Städte, gegen die Unterdrückung und für die Aufhebung der Strafen für die Inhaftierten und die Verurteilten der Bewegung an. Es scheint notwendig zu sein, die nächsten drei Wochen zu nutzen, um alle Gilets Jaunes zu mobilisieren und diejenigen zu überzeugen, die es noch nicht gibt. Wir rufen auf zu einer gelbe Aktionswoche ab dem 1. Mai.

Wir laden all diejenigen ein, die die Plünderungen aller Lebensformen beenden wollen, um mit dem gegenwärtigen System in Konflikt zu geraten, um gemeinsam mit allen notwendigen Mitteln eine neue soziale, ökologische und populäre Bewegung zu schaffen. Die Vervielfachung der gegenwärtigen Kämpfe erfordert, dass wir die Einheit des Handelns suchen.

Wir appellieren an alle Territorien auf allen Ebenen, um gemeinsam die Erfüllung unserer sozialen, steuerlichen, ökologischen und demokratischen Forderungen zu erreichen.

In dem Bewusstsein, dass wir ein globales System bekämpfen müssen, glauben wir, dass es notwendig sein wird, den Kapitalismus hinter uns lassen. 

Für die Macht der Menschen mit den Menschen für die Menschen. Schau uns nicht an, mach mit. “

 

„Wir, Gilets Jaunes, versammelten sich in der Versammlung der Versammlungen, fordern alle GJs und unsere Mitbürger auf, sich für die Wiederaneignung unserer politischen Macht einzusetzen.

Ein wichtiger Schritt bei dieser Rückeroberung ist die lokale Ebene. Wir rufen dazu auf, in jeder Gemeinde Frankreichs, wo dies möglich ist, eine oder mehrere populäre Versammlungen zu schaffen. Weil diese Macht konfisziert wurde, wie wir in vielen Bereichen sehen: Ökologie, Öffentlich / Privat (Privatisierung), Demokratie usw.

Diese Versammlungen sind Ausdruck des Volkswillens.

Jede Versammlung führt ihre eigenen Erfahrungen in völliger Autonomie in Bezug auf das kollektive Interesse durch (in Verbindung mit Vereinigungen, isolierten GJs (Gelbwesten), Bürgergruppen, Nachbarschaftsvereinigungen, Präsentation von Listen oder nicht …).

Lass uns wieder zusammen lernen, wo wir leben “

Wir fordern die Aufhebung von Strafen gegen die Bewegung!

„In den letzten fünf Monaten war die polizeiliche und gerichtliche Repression gegen die Gilets Jaunes-Bewegung enorm. Wir hatten Tausende von Verletzten, 22 Menschen verloren Augen, 5 verloren Hände und eine Person wurde getötet. Die polizeiliche Gewalt, die verstümmelt und tötet, ist ein Akt politischer Einschüchterung. Sie versuchen uns zu terrorisieren, um uns am Handeln zu hindern: Dies  sind Staatsverbrechen. Um diese Verbrechen zu rechtfertigen, kriminalisiert die Regierung mit Unterstützung einiger Medien all jene , die ihre Politik in Frage stellen. Die gerichtliche Unterdrückung folgt der Polizeigewalt, um die Bewegung zu unterdrücken: 8.700 Polizeiaktionen, 2.000 Gerichtsverfahren, davon 1.500 mit sofortiger Vollstreckung, fast 40% mit Gefängnisstrafen, mehr als 400 Haftrichter.

Was wir heute erleben, ist das Alltagsleben von Arbeitern seit Jahrzehnten. Jetzt wird der Autoritarismus gegenüber der gesamten Gesellschaft verallgemeinert.

Wir, die GJ (Gelbwesten) der Versammlung der Versammlungen in Saint-Nazaire, bitten Sie, an einer großen nationalen Demonstration (Acte national) am Samstag, dem 18. Mai, in ganz Frankreich anlässlich des Acte XXVII teilzunehmen.

Wir fordern:

  • die Aufhebung der Strafen für Tausende von Gefangenen und Verurteilten der GJ-Bewegung
  • die Aufhebung des Verfahrens gegen die Angeklagten
  • die Verteidigung der öffentlichen Freiheiten und Grundrechte
  • Wir müssen uns mit aller Kraft gegen diesen Autoritarismus wehren!

Wir bitten Sie, vorhandene Unterstützungsfonds zu stärken, neue zu schaffen und rechtliche Unterstützungsgruppen einzurichten. Wir fordern die Einrichtung einer nationalen Plattform, um Fälle gerichtlicher Repression zu untersuchen und Angeklagte und Gefangene zu unterstützen. Wir bitten um den Austausch aller Fähigkeiten, um sich gegen polizeiliche und gerichtliche Repressionen zu schützen.

Die Versammlung der Versammlung fordert am 13. April eine Demonstration für den Rückzug des „Anti-Casseurs“ -Gesetzes auf Ersuchen von über 50 Organisationen, einschließlich der Liga der Menschenrechte.

Samstag, 18. Mai, treffen wir uns überall, um vor den Gerichten und Gefängnissen zu demonstrieren!

Dieser Appell wird geteilt und an Gruppen, Kreisverkehre und örtliche Generalversammlungen weitergeleitet, damit er sich zu eigen macht und auf Wunsch leben kann!

Antrag auf eine ökologische Konvergenz

„Die Versammlung der Gilets Jaunes nimmt die ökologische, soziale und demokratische Dringlichkeit zur Kenntnis.

Es ist dieselbe Logik der unendlichen Ausbeutung des Kapitalismus, die Menschen und das Leben auf der Erde zerstört. Die Begrenzung der Ressourcen zwingt uns, die Frage nach dem Teilen und der Kontrolle der Produktion zu stellen.

Der Klimawandel, der Zusammenbruch der Biodiversität und die nukleare Gefahr sind ebenso große Bedrohungen, die unsere Zukunft belasten. Gemeinsame Güter (Wasser, Luft, Boden, Recht auf gesunde Umwelt) dürfen nicht in Privatbesitz umgewandelt werden.

Die Kohlendioxidsteuer ist das perfekte Beispiel für eine falsche Strafökologie, die Menschen, die nicht verantwortlich sind, bestraft. Es gibt Manager und Umweltverschmutzer, die direkt mittels koordinierter Maßnahmen kämpfen.

Die Gilets Jaunes laden alle Menschen ein, die die Plünderungen aller Lebensformen beenden wollen, um mit dem gegenwärtigen System in Konflikt zu geraten, um gemeinsam mit allen Mitteln eine neue populäre, soziale und ökologische Bewegung zu schaffen.

Empörung reicht nicht mehr aus, wir brauchen Aktion.“

 

Gelbweste

BILDQUELLE: ABSATZPLUS HTTPS://WWW.ABSATZPLUS.COM/WARNWESTE-FUER-ERWACHSENE-IRMA-53934-53934.HTML

 

ANSPRUCH AUF MASSNAHME UND MOBILISIERUNG FÜR DIE ZEIT DER EUROPÄISCHEN WAHLEN

„Wir, Gilets Jaunes, versammelten sich in der Versammlung der Versammlungen von Saint-Nazaire und verurteilten die antidemokratische und ultraliberale Natur der europäischen Institutionen. Das von uns gewählte Europäische Parlament ist nicht einmal befugt, ein Gesetz vorzuschlagen! Die Europäische Kommission entscheidet über alles ohne demokratische Kontrolle. Die europäischen Institutionen stehen allein in der europäischen Hauptstadt unter Druck von 25.000 Lobbyisten!

Im Gegensatz zum derzeitigen Modell haben die GJ ein Modell der direkten Demokratie, bei dem das allgemeine Interesse Vorrang vor bestimmten Interessen hat. Ein demokratisches Modell, in dem sich unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen, unsere Rechte, die Qualität unserer öffentlichen Dienstleistungen und unserer Umwelt endgültig durchsetzen werden.

Als Grundprinzip haben wir die Autonomie von GJ-Gruppen und Einzelpersonen im Allgemeinen. Deshalb treffen wir die Wahl, keine Anhaltspunkte für die Stimmabgabe oder gar die Teilnahme an diesen Wahlen zu geben. Wir verurteilen alle Versuche, im Namen der Gilets Jaunes eine politische Liste zu erstellen!

Wir rufen die GJs und die Städte und Bürger dazu auf, diese Wahlperiode zu einer großen Mobilisierungsphase zu machen. Wir bieten:

– Organisation einer Informations- und Sensibilisierungskampagne gegen europäische Institutionen und deren liberale Politik

– diese Wahlen lächerlich zu machen. Wir verlassen uns daher auf die Kreativität lokaler Gruppen, zum Beispiel: Karneval, Parallelwahl in gelben Särgen,  gelbe Präsenz am Tag der Abstimmung am 26. Mai usw.

Wir schlagen den belgischen Jaunes-Gilets vor, den Zusammenfluss aller Völker in Brüssel gemeinsam zu organisieren. Denn unabhängig vom Abstimmungsergebnis müssen wir uns nur auf uns verlassen! Im Kampf wird das Europa der Völker aufgebaut.

Wir schlagen allen europäischen Völkern vor, diesen Aufruf zu unterstützen, ihn in ihre eigene Sprache zu übersetzen oder Anregungen daraus zu beziehen, um ihre eigenen Aufrufe zu schreiben. Durch einen koordinierten Kampf gegen unsere gemeinsamen Ausbeuter werden wir die Grundlagen für ein brüderliches Verständnis zwischen den Völkern Europas und anderswo schaffen. “

 

siehe  „JoinIn for Future“

Text zum Herunterladen:

gelbwesten-erklärung-7april2019

 

GRH zum Prozess von Petra Reichel

Als einzigste Organisation hat sich die GRH mit dem Prozess von Petra Reichel befasst und in ihren Informationen veröffentlicht.

GRH-Info-Grenzertreffen-Seite-1

 

Aus der Rede von Hans Bauer:

 

aus der Rede von Hans Bauer Prozess in KH

 



 

GRH Info..Seite 2

 

GRH Info ..Seite 3GRH Info ..Seite 4GRH Info..Seite 5GRH Info ..Seite 6

 

Nochmal als PDF-Datei:

GRH und Prozess in KH wg. Äußerungen zur DDR-Staatsgrenze

 

Gelbwesten machen weiter

Die Gelbwesten haben sich nicht entmutigen lassen. Sie machen weiter. Es heißt, dass am Samstag, den 15.12.2018 weniger protestiert hätten. Andererseits hat man in den „sozialen Netzwerken“ gelesen, dass die Polizei die Zufahrten nach Paris blockiert hätte. Logischerweise ergibt das weniger Demonstrierende.

Es ist gut, dass der schreckliche Terroranschlag in Straßburg die Gelbwesten nicht stoppen konnte.

Gelbwesten lassen sich nicht entmutigen
Bildquelle: Absatzplus https://www.absatzplus.com/warnweste-fuer-erwachsene-irma-53934-53934.html

Weiterhin viel Erfolg, Gelbwesten.

Siehe auch Beitrag „Gelbwesten in Frankreich“

Gelbwesten in Frankreich

Bildquelle: Absatzplus https://www.absatzplus.com/warnweste-fuer-erwachsene-irma-53934-53934.html

Die Franzosen lassen sich nicht alles gefallen. Sie protestieren gegen Neoliberalismus, bzw. Sozialabbau. Ihr Erkennungszeichen ist eine gelbe Warnweste, wie man sie überall  kaufen kann. Darum nennt man die Leute, die in Frankreich demonstrieren „Gelbwesten“.

Das ist ein echtes Aufstehen, während das „Aufstehen“ in Deutschland ein künstliches Gebilde ist, wo sich einige profilieren wollen, aber für die Bevölkerung  nichts bringt.

Die Deutschen tun sich ohnehin schwer mit echtem Protest.  Wie heißt es  schön? Wenn die Deutschen einen Bahnhof erstürmen wollen, kaufen sie erst mal eine Bahnsteigkarte.

Einen kleinen Erfolg haben die Gelbwesten in Frankreich schon erreicht.  Doch das sind einige Krumen, die man ihnen hinwirft. Da müssen die Gelbwesten aufpassen, dass sie sich nicht einlullen lassen und zu früh aufgeben.

Allerdings fehlt in Frankreich eine revolutionäre Partei oder Organisation an der Spitze der Protestbewegung der Gelbwesten. Die einstmals große französische kommunistische Partei liegt danieder.

Nun kommt hat es den furchtbaren Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt  in Straßburg gegeben.  Aus einem gewöhnlichen Kriminellen ist nun ein religiös Verblendeter geworden.  Der Anschlag hätte verhindert werden können, wenn man den Täter bereits im Vorfeld geschnappt hätte. Dieser war polizeibekannt und die Verhaftung stand an. Sie konnte aber nicht stattfinden, da der Täter nicht zu Hause war. Eigenartige Logik und schwache Leistung der Strafverfolgungsbehörden

Mit dem Terroranschlag hat sich nun das Thema Gelbwesten erledigt.  Sie verschwinden aus den Medien, wo ohnehin nur kurz und tendenziös über sie berichtet wurde. Dann kommen wieder Sprüche, dass das ganze Land zusammenstehen muss, um die Demokratie gegen Terroristen zu verteidigen usw. Wie praktisch für den Neoliberalismus.

Siehe auch Beitrag „Gelbwesten machen weiter“