Der letzte Gipfel der sozialistischen Länder

Siehe Beitrag, wie Heinz Keßler die Konterrevolution erlebte.

Im Beitrag von Heinz Keßler im Buch „Unter Feuer“ Untertitel „Die Konterrevolution in der DDR“(Herausgeber „Offensiv“) wird an den letzten Gipfel der sozialistischen Länder erinnert. Es war die letzte politische Beratung der Warschauer Vertragsstaaten im September 1989.

Am Beginn der Konterrevolution keine Protestler auf den Straßen von Bukarest? Von zerstörungswütigen Radikalinskis keine Spur? Ahhh, auf dem letzten Gipfel der sozialistischen Länder wurde die Konterrevolution beschlossen. Einer der Vorreiter war Gyula Horn.

Ausgerechnet wurde Erich Honecker krank. So konnte er das Unglück nicht mehr aufhalten. Ob er es hätte verhindern können, sei dahingestellt.

Dass auf einem kapitalistischen Gipfel die Revolution beschlossen wird, ist bar jeder Realität. Das kapitalistische System tritt nicht so sang und klanglos ab, wie das sozialistische.

Seit seinem Sieg 1989/90 sitzt der Kapitalismus fester im Sattel denn je. Doch wir dürfen die Geschichtsschreibung nicht dem Sieger der Geschichte überlassen.

 

 

Beitrag von Heinz Keßler in Titel-Unter Feuer  „Unter Feuer“

Keßler Ende DDR und SED

 

 

 

 

 

offensiv

 

 

 

 

 

 

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Der Fall Sylke Glaser

Sylke Glaser ist eine DDR-Gegnerin. Gnadenlos hat sie tatsächliche Schwachpunkte ausgenutzt, um gegen die DDR und den Sozialismus als System zu hetzen. Durch Leute, wie sie, konnten ehrliche Bürgerinnen und Bürger berechtigte Kritik nicht anbringen.

  • A, um nicht in den Verdacht zu geraten zu diesen Leuten zu gehören und
  • B, die Kritik nicht ernstgenommen worden wäre, da diese von diesen Leuten missbraucht wurde, um gegen die DDR und den Sozialismus als System zu agieren.

Frau Glaser hat einen Brief an den Bürgermeister von Rostock geschrieben.

Brief an Bürgermeister von Rostock

Recht hat Frau Glaser mit folgenden Punkten:

  • Leute, die bereits in die BRD, bzw. Westberlin übergesiedelt waren durften nicht wieder in die DDR zurückkehren. Mit ihrer Bemerkung, dass das die beste Anti-Westen-Propaganda wäre, hat sie allerdings auch Recht.
  • Dass Qualitätsprodukte in den Westen exportiert wurden und für die Bürgerinnen und Bürger der DDR die Mangelwirtschaft alltäglich war.
  • Die verfehlte Medienpolitik der DDR ist ein „gefundenes Fressen“ für Frau Glaser und ihre Kumpels. Die Kirchen haben da eingehakt, da sie Sonderfreiheiten hatten. So waren sie ein Vehikel für die Gegnerschaft der DDR und der späteren Konterrevolutionäre.

Widersprüche und Unsinn sind folgende Punkte:

  • Frau Glaser bemängelt, dass Losungen für den 1. Mai vorgegeben waren. Nun ja, in der DDR gab es zumindest mehrere Losungen, während es heute nur, jährlich wechselnd, eine Losung gibt. Vermutlich interessiert sich Frau Glaser heute nicht mehr für den 1. Mai.
  • Das pauschale „Keine Meinungsfreiheit“. Natürlich kann man darüber streiten, was mit der Meinungsfreiheit abgedeckt ist und wo Beleidigungen und Drohungen anfangen. Man kann kritisch sehen, dass in der DDR der Rahmen eng abgesteckt war. Doch was heute unter die Meinungsfreiheit fällt, ist manchmal grenzwertig, wie z.B. rückdatierte Todesdrohungen.
  • Einerseits beklagt Frau Glaser, dass es zu wenig Ärzte in Wismar gab. Anderseits erklärt sie, dass die Ärzte auswandern wollten. Na warum beklagt sie nicht, dass die Ärzte nicht an ihre Patienten dachten? Dass es heute, insbesondere auf dem Land, zu wenig Ärzte gibt, interessiert Frau Glaser wohl nicht mehr.
  • Das alte Dilemma mit der fehlenden Reisefreiheit. Aber mit welchem Geld wollte Frau Glaser u.a. reisen? Es war nicht möglich die Reisenden mit genügend Devisen auszustatten. Leute im Rentenalter die reisen durften bekamen nur ein Wegegeld von 15.- Mark umgetauscht. Sie waren dann auf die Gastfreundschaft ihrer Verwandten angewiesen. Wer keine Verwandten im Westen hatte konnte auch im Rentenalter aus finanziellen Gründen nicht reisen. Frau Glaser bemängelt auch angebotene Reisen, die für „Otto Normalo“ und „Lieschen Müller“ zu teuer waren. Nun ja, dass sich heute viele Menschen keinen Urlaub leisten können, interessiert Frau Glaser vermutlich auch nicht mehr.
  • Frau Glaser beklagt, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht früher in Rente gehen können. Nun sind andere sozialistische Länder gut genug, um als Beispiel zu dienen. Heute, da das Rentenalter hoch geschraubt worden ist und es in Zukunft vermutlich noch höher geschraubt wird, die gesetzliche Rente immer mehr auf ein Minimum heruntergefahren oder womöglich ganz abgeschafft wird, interessiert Frau Glaser wohl auch nicht mehr.

Handschriftenvergleich Sylke Glaser

Handschriftenvergleich Sylke Glaser

Frau Glaser gibt dies als Eigendichtung aus und verwendet dies gegen die DDR. Der Text stammt aber von Rio Reiser und ist Kritik am Kapitalismus und der BRD.

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Flugblätter

Viel Arbeit und Energie hat Frau Glaser in diese Flugblätter gesteckt. Alle per Hand verfasst und mangels Kopiermöglichkeit alle immer wieder abgeschrieben. Wenn man so viel Zeit, Arbeit und Energie da hineinsteckt, muss der Hass auf die DDR groß gewesen sein.

Brief an das MfS

Brief an das MfS

Na da hat Frau Glaser sich was getraut und fühlte sich sehr sicher. Sie schrieb direkt an das MfS. Glaubte sie, man könnte sie nicht ausfindig machen. Da hat sie sich aber geirrt.

Zum Inhalt des Briefes:

  • Gnadenlos nutzt sie hier die verfehlte Medienpolitik der DDR aus. Sie hat nun Verbindungen mit Leuten aus der BRD aufgenommen. Sie führt Kirchenzeitungen an, die nun unter Ausnutzung der diesbezüglichen Schwäche der DDR, dies im Sinne der späteren Konterrevolutionäre ausnutzen und den Leuten vormachen die Lücke zu schließen, die in der offiziellen Medienlandschaft der DDR klafft.
  • Neben denen, die ausreisen durften, führt Frau Glaser diejenigen an, die in der DDR bleiben wollten, um weiter zu agieren. Schließlich hatten diese Leute Erfolg. Diese Tatsache hat das MfS als zu harmlos angesehen und dies nur als Hirngespinste einer, bzw. einzelnen Personen gehalten.

Haftbefehl Sylke Glaser

Haftbefehl Sylke Glaser

Zunächst kommt Frau Glaser mit einer Verwarnung, bzw. Ordnungswidrigkeit und einer Geldstrafe davon. Doch sie macht unbeirrt weiter. Dann erst greift das Strafrecht und sie ist aus dem Verkehr gezogen worden, damit sie nicht weitermachen kann.

Kassiber

Kassiber

Ein Kassiber aus der Untersuchungshaft. Ob es sich so zugetragen hat ist fraglich.

GErichtsurteil Sylke Galser

Frau Glaser ist wegen „öffentlicher Herabwürdigung“ verurteilt worden. Diese Bezeichnung für diesen § ist aus heutiger Sicht unglücklich und „Futter“ für die „Aufarbeiter“ und die offizielle Geschichtsschreibung. Das klingt so ähnlich wie „Majestätsbeleidigung“. So entsteht der Eindruck, dass die Leute wegen einer relativ harmlosen Sache unverhältnismäßig hohe Strafen bekommen hätten. „Staatsgefährdung“, „Staatsgefährdende Aktivitäten“ u.ä. würden solche Taten besser erfassen.

Das Leben der Frau Glaser wird kurz beschrieben. Sie war in der Ausbildung zur Kindergärtnerin, wollte aber abbrechen, da sie ein anderes Erziehungsziel sah, als gelehrt wurde. Man ließ sie erst nicht abbrechen, aber dann flog sie aus disziplinarischen Gründen von der pädagogischen Fachschule. Sie ging keiner geregelten Arbeit nach. Eine Bewerbung als Kassiererin bei der Kreisfilmstelle scheiterte, weil Papiere fehlten.

Dann wird die ablehnende Haltung zur DDR genannt und dass sie Verbindungen zu Bekannten in der BRD hat. Auch ein Heiratskandidat ist darunter, so dass sie einen Ausreiseantrag über Heirat anstrebt.

Frau Glaser wollte eine Straftat begehen, um vom Gefängnis aus einen Ausreiseantrag zu stellen. Sie glaubt, so schneller in die BRD zu gelangen. Doch sie bekommt nur eine Ordnungsstrafe. Daraufhin macht Frau Glaser weiter, um nun wirklich straffällig zu werden, um ihr Vorhaben doch noch durchzusetzen.

Nun werden die Schreiben der Frau Glaser in der Urteilsbegründung genannt. Das Gedicht des „Veränderns der Welt“ hat Frau Glaser als Eigendichtung ausgegeben. In Wahrheit handelt es sich um einen Liedtext von Rio Reiser, den Frau Glaser geklaut hat. Das hatten das Gericht und zuvor die Ermittlungsbehörden nicht bemerkt. Auch heute, wo das Urheberrecht so wichtig genommen wird, beachten das die „Aufarbeiter“, bzw. die offizielle Geschichtsschreibung nicht.

Heute dient der Fall Sylke Glaser als Lehrmaterial im Sinne der heutigen offiziellen Geschichtsschreibung. Volksverdummung anstatt Volksbildung.

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Sylke Glaser als Lehrthema heute


Der Beitrag im Schwesterblog „Keine Eigendichtung“ gibt den ersten Eindruck nach der unvollständigen Präsentation der BStU auf ihrer Facebook-Seite wieder.

Dokumente entnommen aus der „Stasi“-Mediathek der BStU

Ereignisse um das Montagsgebet am 02.10.1989 in Leipzig

Auswertung eines Dokuments des MfS

 

ausschnitt-mo-gebet-leipzig-beilage-1

1. Ausschnitt aus dem Dokument 

mo-gebet-leipzig-89-beilage-2

2. Ausschnitt aus dem Dokument 

 

Hierbei handelt es sich um eine Bestandsaufnahme. Diese Bestandsaufnahme dokumentiert die Schwäche der Staatsmacht. In anderen Ländern, auch in „freiheitlich-demokratischen“ Ländern wäre in ähnlichen Situationen hart durchgegriffen worden.

In Leipzig war man am 02.10.1989 nicht in der Lage den Kirchvorplatz zu räumen. Oh Mann die Kampfgruppen und Volkspolizei konnten die illegale Demo nur zeitweilig stoppen. Wüste Beschimpfungen und teilweise Angriffe auf die Polizisten werden erwähnt. Allein das ist in jedem Land dieser Erde ein Grund zu Bestrafung. Was ist das für ein Eingeständnis von Schwäche? Hatte man bereits zu diesem Zeitpunkt aufgegeben?

Man bedenke die besondere Erwähnung der Sonderausrüstung der Volkspolizei. Woanders wäre eine solche Ausrüstung in solchen Situationen normal und der Schlagstock würde da nicht nur zur eigenen Sicherheit der Polizisten eingesetzt.

Blockade des Straßenverkehrs, na in anderen Ländern hat sowas ein Nachspiel. Nun ja in der DDR wäre ohnehin nicht mehr die Zeit dazu gewesen. Doch wissen wir, wie lange sich Friedensaktivisten aus der BRD, die an Blockadeaktionen teilgenommen haben, sich mit der Justiz herumschlagen mussten. Aber das interessiert ja nicht.

Bei den damaligen Ereignissen in Leipzig wurden die Bewegungen der Blockierer, bzw. Störer von der Volkspolizei und den Kampfgruppen nur verfolgt. Was immer das heißen mag.

Nun ja, bei aller Schwäche, es wurden bei den Ereignissen am 04.10. in Leipzig doch Einige festgenommen.

Ahh, es wurden differenzierte rechtliche Entscheidungen vorbereitet. Zu deren Vollzug kam es vermutlich nicht mehr. Außerdem wurden die Kampfgruppen bald aufgelöst.

 

Hier das vollständige Dokument:

„Bravo SDP“_Ironie off (Aufruf zur Konterrevolution der SDP)

Eine der konterrevolutionären Organisationen war die sozialdemokratische Partei SDP. In verklausulierter Sprache rief sie zur Konterrevolution auf. In diesem Beitrag wird die verklausulierte Sprache in klare Worte gefasst.

 Einige Worte zum Eingangstext des MfS

Der Eingangstext des MfS ist recht milde formuliert. Nun ja, es war ja kurz vor Schluss. Dass sich hier eine konterrevolutionäre Partei bildete interessierte das MfS nicht mehr. Es wurde nur noch analysiert und hatte nur die noch geltenden §§ eingehalten. Da ging es nur noch um die strafrechtliche Relevanz bei der Weiterverbreitung dieses Papiers. Man hatte wohl schon da bereits aufgegeben. (28. September 1989)

Zum Text des Dokuments der SDP

Das umfangreiche wohlklingende „Bla Bla“ bedeutet, dass man einen Staat, wie die BRD will.

Wortgewaltig wird links überholt.

„Soziale Marktwirtschaft mit striktem Monopolverbot zu Verhinderung undemokratischer Konzentration ökonomischer Macht“

Au weia, klingt das radikal. Mann, es gab doch in der DDR keine Monopole. Was für eine undemokratische Konzentration ökonomischer Macht?

Das ist die verklausulierte Sprache für die Zerschlagung des Volkseigentums und Einführung des abgemilderten Kapitalismus, wie damals in der BRD(„soziale Marktwirtschaft“)

Gnädiger weise wollen sie der Arbeiterklasse das Streikrecht geben, wenn sie schon den Kapitalismus einführen.

Der Rest des wohlklingenden Gelabers bedeutet nichts anderes, als einen Staatsaufbau, wie in der BRD zu errichten.

Sie wollen Umweltschutz, aber haben keine Idee, wie die DDR an Mittel kommen soll, um umweltgerechter produzieren zu können. Nun ja, da sie ohnehin den Kapitalismus wollen, sehen sie wohl da die Lösung.

Ach den ärmeren Ländern wollen sie helfen? Wie edel. Die DDR hatte für die ärmeren Länder viel getan, obwohl sie selbst wenig hatte. Nun ja, die SDP will zurück zum Almosen geben und diese Länder auf ewig in Abhängigkeit halten.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Wortgewaltig umschreiben sie die begonnene Konterrevolution in den osteuropäischen Ländern und loben Gorbatschow. Sie appellieren, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht auf einen Mann, wie Gorbatschow warten sollen, sondern selbst aktiv werden sollen, um die Konterrevolution ins Rollen zu bringen.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Sie hauen in die Kerbe der damaligen Schwäche und Sprachlosigkeit der SED. Mit der Stalinismus-Keule wird nun aufgemischt und aufgewiegelt. Sie suchen Gleichgesinnte und neue Wege (Ha Ha).

„Bravo SDP“_Ironie off

 

Von der „Entmilitarisierung der Gesellschaft“ ist die Rede. Man hofft auf die Auflösung von NATO und Warschauer Vertrag. Nun ja, wir wissen ja, dass nur der Warschauer Vertrag aufgelöst worden ist. Dafür ist die NATO vergrößert worden(Osterweiterung) und die Kriegsgefahr für die Welt ist größer geworden. Die SDP will die Streitkräfte der DDR auflösen. Egal, ob die DDR überrollt wird, annektiert oder sonst was. Die SDP will ja einen Staat, wie die BRD. Was dann passiert, darauf kommt ohnehin nicht mehr an. Doch der Form halber erkennt man die Zweistaatlichkeit an. Äh, man kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht „die Katze noch nicht aus dem Sack lassen“.

„Bravo SDP“_Ironie off.

 

Immer wieder diese Sprüche von Verantwortung und der Aufruf möglichst viele konterrevolutionäre Organisationen und Gewerkschaften zu gründen. Immer in schöne Worte gehüllt. Denn die einfachen Bürgerinnen und Bürger der DDR kannten keine verklausulierte Sprache. Die anderen sich „Bürgerbewegung“ und „Bürgerrechtler“ nennenden, bzw. ihre Organisationen sind genau nach der gleichen Methode gefahren. Schöne Worte in verklausulierter Sprache. In der DDR mussten sich Alltagsmenschen nicht mit verklausulierter Sprache auseinandersetzen., so sind Viele auf das wohlklingende „Bla Bla“ hereingefallen.Das ganze „Bla Bla“ wiederholt sich immer wieder.

 

Das Dokument des MfS

 

Zum Kampf und Leben immer bereit

Dr. Wilfried Poßner, letzter Chef der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ über das DDR-Bildungssystem, die Pionierorganistion, die FDJ und die „Wende“.

Die Pionierorganisation und die FDJ wurden während der Konterrevolution unwiederbringlich zerschlagen.