Zum Kampf und Leben immer bereit

Dr. Wilfried Poßner, letzter Chef der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ über das DDR-Bildungssystem, die Pionierorganistion, die FDJ und die „Wende“.

Die Pionierorganisation und die FDJ wurden während der Konterrevolution unwiederbringlich zerschlagen.

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4 Gedanken zu “Zum Kampf und Leben immer bereit

  1. Passend zum Thema gibt es ein interessantes Video von 1987 in dem alle – und wirklich alle – unsere „Helden“ zu sehen sind:

    … und seien wir mal ehrlich – die „Pfeifen“ unter den Genossen waren doch auch schon zu DDR-Zeiten bekannt und entsprechend populär. Wer wundert sich da heute über die zum Teil dubiosen – in der Regel kleinkriminellen – Machenschften so mancher früherer Funktionäre in den letzten 26 Jahren. Nicht anders verhält es sich mit der bemerkenswerten Wandlungsfähigkeit vieler dieser Leute. Man denke nur an unseren Eberhard Aurich – im oben verlinkten Video ebenfalls schön zu sehen.

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  2. Hallo Sascha,
    Ex-Pionierchef Dr. Wilfried Poßner hatte im Rahmen dieser Veranstaltung sicherlich nicht seinen besten Tag, aber passt die Einschätzung als „Opportunist“? Als ZK-Mitglied war der Mann in jeder Hinsicht angepasst und er hatte weder hier, noch als Vorsitzender der Pionierorganisation irgendwas zu sagen, aber einmal hat er doch im ZK den Mund aufgemacht – am 8. November 1989, einen Tag vor der Maueröffnung – als es um den Ausschluss führender ZK-Kollegen ging. Das lief so:

    „Wilfried Poßner: Genosse Generalsekretär! Ich möchte hier mit Nachdruck und voller Verantwortung den Antrag stellen, Genossen Herrmann aus dem ZK auszuschließen. Wir können sonst nicht mehr bestehen. Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen.

    Zuruf: Und das genügt nicht!

    Das ist etwas anderes als diese Erklärung eben.

    Vors. Egon Krenz: Es gibt den Vorschlag, Genossen Achim Herrmann aus dem Zentralkomitee auszuschließen. Achim, möchtest Du Dich dazu äußern?

    Joachim Herrmann: Ich trage alle Konsequenzen aus den Fehlern, die hier zur Sprache gekommen sind im Zusammenhang mit der Lage, die dadurch entstanden ist.

    Vors. Egon Krenz: Danke schön. Gibt es Fragen? Gibt es gegenteilige Auffassungen? Wenn das nicht der Fall ist, stimmen wir darüber ab. Wer dafür ist, bitte ich um Handzeichen. – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Eine Stimmenthaltung. Damit ist der Beschluss gefast.“

    (Quelle: Ende der SED 135-439 Teil 8)

    So war das damals. Und nun noch einmal die Frage: Verhält sich so ein Opportunist?

    Dr. Wilfried Poßner und seine Ex-Frau, Dr. Steffi Poßner – beides hohe FDJ-Funktionäre – haben sich vor und nach 1989 angepasst, weil sie waren und sind – was beide (und viele andere auch) waren und sind – anpassungsfähige Kleingeister mit Untertanen-Mentalität. Das passte gut ins DDR-System und ebenso gut in die Nachwendezeit. Deswegen haben die Poßners nach 1990 zunächst mit der Umschulung von arbeitslosen Ostdeutschen, später im Privatschulbereich (Prof. Mehlhorn) und in der Erwachsenenqualifizierung gute Geschäfte gemacht. Letzten Endes sind beide Poßners dann allerdings so armselig geendet, wie das bei Leuten dieses Schlages häufig zu beobachten ist. Der eine war nach wenigen Jahren pleite und die andere wurde wegen undurchsichtiger Lizenz- und Provisionsgeschäfte gekündigt. Ihre letzte Geschäftsführerstelle beim Träger der BIP-Kita Treskow-Höfe in Berlin- Karlshorst hat Frau Dr. Poßner erst in diesem Jahr verloren.

    Noch Fragen?

    Alles Gute und „Seid bereit“

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  3. Bei dem Gequatsche eines Poßner geht einem doch der Hut hoch. Es ist schon sehr verwunderlich, wie solche Leute damals in führende Positionen gelangen konnten. „Wendehals“ ist schon gar kein Ausdruck dafür – sie waren nie Kommunisten, sondern sind nach wie vor Opportunisten, die in jedem System zum obersten Schleim gehören. Daß die DDR ein sozialistisches Land war, interessiert diese Schwadroneure nicht, oder wenn überhaupt, dann nur am Rande. Und daß es eine Konterrevolution gab, ist nicht der Rede wert. Hauptsache, die eigene Rolle während der Abwicklung der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ kann in Buchform gebührend gewürdigt werden. Derartigen Schund gibt es heute zur Genüge!

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